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Erweiterte Pfandpflicht für Einweggetränkeverpackungen ab 1. Januar 2022

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Das Verpackungsgesetz regelt seit Januar 2019 die Pfandpflicht für Einweggetränkeverpackungen. Zusätzlich zur Pflicht, ein Pfand zu erheben, müssen diejenigen, die pfandpflichtige ‎Getränke in Deutschland erstmals in den Verkehr bringen die Verpackungen ‎kennzeichnen und an einem bundesweit tätigen Pfandsystem teilnehmen.

Das aktualisierte Verpackungsgesetz trat am 3. Juli 2021 in Kraft. Die neuen Regelungen greifen zeitlich gestaffelt und bringen für Inverkehrbringer systembeteiligungspflichtiger Verpackungen weitere Änderungen mit sich. Mit Wirkung ab 1. Januar 2022 tritt die erste Stufe der sogenannten "erweiterten Pfandpflicht für Einweggetränkeverpackungen" in Kraft.

Ein Großteil der bisher systembeteiligungspflichtigen Verpackungen werden nun mit einer Pfandpflicht versehen. Dies betrifft Einwegkunststoffgetränkeflaschen und Getränkedosen aus jeglichem Material, u.a. Aluminium, Weißblech mit einem Füllvolumen (unabhängig von der tatsächlichen Füllmenge) von 0,1 bis 3,0 Litern, wenn diese mit einem der nachfolgenden Getränke befüllt sind:

  • Sekt und Sektmischgetränke
  • Wein und Weinmischgetränke
  • weinähnliche Getränke und Mischgetränke
  • Alkoholerzeugnisse und sonstige alkoholhaltige Mischgetränke
  • Fruchtsäfte und Gemüsesäfte
  • Fruchtnektare ohne Kohlensäure und Gemüsenektare ohne Kohlensäure.

Zusätzlich unterliegen Getränkedosen nach obiger Füllvolumen auch der Pfandpflicht:

  • Milch- und Milchmischgetränke und sonstige trinkbare Milcherzeugnisse
  • diätetische Getränke für Säuglinge oder Kleinkinder.

Das Merkblatt der Zentralen Stelle Verpackungsregister gibt weitere Infomationen.

Die Zentrale Stelle Verpackungsregister in diesem aktuellen Themenpapier zusammengestellt.

Eine Gesamtdarstellung aller Änderungen, die aus der Novellierung des Verpackungsgesetzes in 2021 resultieren, finden Sie hier.