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Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin begeht 20 Jahre +1 Haus der Wirtschaft

© IHK

Es war ein besonderes Ereignis. Gut 80 Gäste versammelten sich kürzlich in Szczecin zum ersten Empfang im Rahmen des Wirtschaftskreises Metropolregion Stettin nach zwei Jahren. Anlässe gab es gleich eine ganze Reihe: der Tag der Deutschen Einheit, 30 Jahre Unterzeichnung des Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland und – in diesem Kreis von besonderer Bedeutung - 20 Jahre + 1 Bestehen des Hauses der Wirtschaft in Szczecin.

Die Pandemie mag vieles zum Erliegen gebracht haben. Aber „Szczecin hat eine enorm dynamische Entwicklung erfahren. Es ist gewaltig, was sich hier tut“, brachte Dr. Wolfgang Blank, Präsident der IHK Neubrandenburg, in seiner Ansprache sein Erstaunen zum Ausdruck. Nun nehme die Wirtschaft auf beiden Seiten der Grenze wieder Fahrt auf. Zu kämpfen gäbe es aber noch mit den unterbrochenen Lieferketten. Viele Themen gelte es zu diskutieren, somit biete die aktuelle Situation eine gute Basis für den grenzüberschreitenden Austausch, auch im Rahmen zukünftiger Wirtschaftskreise.

In mehreren Grußworten fand der Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit Erwähnung, als Grundlage für das grenzüberschreitende Miteinander. Aber „Verträge setzen nur den Rahmen, die Umsetzung erfolgt durch die Menschen“, erläuterte Norbert Obrycki, Bevollmächtigter des Marschalls der Wojewodschaft Westpommern für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. In der Metropolregion Stettin gibt es inzwischen eine breite Palette von aktiven Akteuren: die Wirtschaftskammern, Unternehmen und ihre Verbände, die Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania, die Geschäftsstelle Metropolregion Stettin und seit nunmehr 21 Jahren das Haus der Wirtschaft in Szczecin. Seit der Gründung konnten die drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 31.000 Einzelfällen unterstützen; Recherchen, Beratungen und deutsch-polnische Kooperationsvermittlungen eingeschlossen. Patrick Dahlemann, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern, betonte die Bedeutung des Hauses der Wirtschaft als feste Größe in der Metropolregion Stettin für die Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze. Er übergab den Förderbescheid der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern zur weiteren Unterstützung des Hauses.

Die Entwicklung der grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin hat schon eine gute Strecke des Weges zurückgelegt. Sie profitiert vom Zusammenhalt in der Europäischen Union, strahlt aber auch in den gesamten europäischen Raum aus. Und so fasste Cornelia Pieper, Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig, zusammen: „Vergessen wir bitte nie, dass wir dank Europa so viel Freiheit wie nie erlangt haben.“