Konjunktur

Wie ist die aktuelle Geschäftssituation der Unternehmen? Welche Erwartungen haben die Unternehmer hinsichtlich zukünftiger wirtschaftlicher Entwicklungen? Und wie sieht das innerhalb einzelner Branchen aus? Welche wirtschaftliche Risiken beeinflussen das Handeln der Unternehmen am stärksten? Kurz: Wie ist eigentlich das Konjunkturklima?

Antworten auf diese Fragen finden Sie auf den folgenden Seiten. Wir bieten Ihnen aktuelle und zukunftsgerichtete Informationen zur konjunkturellen Entwicklung in der Region Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald und in Deutschland.

Konjunktur IHK Neubrandenburg

Mit Schwung ins Jahr 2018

IHK Neubrandenburg (Jahresbeginn 2018)

Die Unternehmen im Kammerbezirk bezeichnen ihre Geschäftslage zum Jahresbeginn 2018 zu fast 60 % als gut und zu 36 % als befriedigend. Die überaus positive gesamtwirtschaftliche Stimmung in Deutschland hat die Erwartungen der Unternehmen für 2018 beflügelt. Mehr Unternehmen als noch zur Herbstumfrage 2017 planen ihre Investitionsausgaben zu erhöhen. Angesichts von Kapazitätsengpässen haben Erweiterungsinvestitionen an Bedeutung gewonnen, insbesondere bei den Industrieunternehmen. Von ihnen nennen 44 % Erweiterung als Hauptmotiv der Investitionen. Auch die Beschäftigungspläne haben sich seit der Herbstumfrage 2017 verbessert. Mit einem Anteil von 17 % überwiegen die Unternehmen, die Beschäftigung aufbauen wollen, jene 8 %, die ihre Belegschaft reduzieren wollen. Besonders hoch ist der Saldo aus positiven und negativen Beschäftigungsplänen in der Industrie, den Dienstleistungen und bei den Verkehrsunternehmen. Angesichts dieser Beschäftigungspläne überrascht es nicht, dass der Anteil der Unternehmen, der im Fachkräftemangel das Hauptrisiko für die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens ansieht, gegenüber der Herbstumfrage nochmals auf nun 64 % gestiegen ist.

Trotz der positiven Stimmung bewerten die Industrie- und Bauunternehmen ihre Gewinnlage im Vergleich zu den Umfragen im vergangenen Jahr aktuell etwas schlechter. Hier spiegelt sich womöglich die Sorge der Unternehmen bzgl. des Fachkräftemangels und daraus resultierender Arbeitskostensteigerungen wider; denn 48 % der Unternehmen (Umfrage zum Jahresbeginn 2017: 37 %) nennen mittlerweile die Arbeitskosten als Risiko für ihre Entwicklung.

Konjunktur in Mecklenburg-Vorpommern

Gemeinsame Konjunkturberichterstattung in Mecklenburg-Vorpommern

IHK Mecklenburg-Vorpommern

Zu Jahresbeginn steht die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern blendend da. Mehr als die Hälfte der Unternehmen bewertet die eigene Geschäftslage positiv. Branchenübergreifend war 2017 ein ausgezeichnetes Jahr für die Betriebe. Umsätze und Beschäftigung legten weiter zu und auch für 2018 zeigt sich die Wirtschaft des Landes in Hochstimmung: 91 Prozent der Betriebe gehen von gleich guten bzw. besseren Ergebnissen aus. Die Investitions- und die Einstellungsbereitschaft sind stark gestiegen. Die Exporterwartungen international aktiver Firmen verbessern sich trotz vieler außenwirtschaftlicher Herausforderungen.

Die Betriebe wollen 2018 deutlich mehr Mitarbeiter beschäftigen. Sie stehen aber vor der Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Der Fachkräftemangel stellt das dominierende Problem für die wirtschaftliche Entwicklung der Betriebe dar. 82 Prozent der Unternehmen, die ihre Mitarbeiterzahl aufstocken wollen, berichten von entsprechenden Schwierigkeiten.

Der vollständige Konjunkturbericht der IHKs in MV zum Jahresbeginn 2018 steht hier zum Abruf (pdf) bereit.

Konjunktur in Deutschland

Konjunktur auf Bundesebene anhand der IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2018

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) führt die Umfrageergebnisse von allen 79 IHKs zusammen (rund 26000 Unternehmensantworten). Er leitet daraus sein aktuelles Konjunkturbild sowie eine Prognose für das kommende Jahr für die Bundesrepublik Deutschland her.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland wird - wie im hiesigen IHK-Kammerbezirk - sehr positiv beurteilt und hat sich seit der Herbstumfrage nochmals deutlich verbessert. Dazu tragen der Aufschwung in allen Weltmärkten und zusätzlich die 2017 eingesetzte Intensivierung des Welthandels bei. Auch die Erwartungen der Unternehmen sind gestiegen: 27 % der Unternehmen erwarten eine weitere Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Entwicklung und nur 9 % eine Verschlechterung. Damit ist der Saldo von 14 Prozentpunkten im Herbst 2017 auf aktuell 18 Prozentpunkte gestiegen.

Die positiven Erwartungen regen zu Investitionen an. 34 % der Unternehmen in Deutschland wollen ihre Investitionsausgaben erhöhen, 12 % planen sinkende Investitionsausgaben. Damit ist der Saldo gegenüber der Vorjahresumfrage von 14 auf 22 Prozentpunkte angestiegen. Dieser Investitionsschub zieht sich durch alle Branchen. Bei einem Drittel der Unternehmen stehen Erweiterungsinvestitionen im Vordergrund. Die Industrieunternehmen zeigen sich besonders investitionsfreudig. Bei ihnen beläuft sich der Investitionssaldo auf 27 Prozentpunkte. Mehr als 40 % der Industrieunternehmen nennen Erweiterungen der Produktionskapazität als Hauptmotiv für ihre Investitionen. Sie, insbesondere die Investitionsgüterproduzenten, rüsten sich so für die hohe erwartete Nachfrage.

Mit dem Aufbau von Produktionskapazitäten planen die Unternehmen einen Aufbau ihrer Beschäftigung. Es ist daher nicht überraschend, dass auch hier die Industrie an der Spitze der Branchen steht. Allerdings geben inzwischen 60 % der Unternehmen an, dass der Fachkräftemangel das Hauptrisiko für ihre Entwicklung ist. Er bewirkt, dass schon heute viele Unternehmen ihr Wachstumspotential nicht ausschöpfen können.

Aufgrund der positiven Entwicklungen seit der Herbstumfrage 2017 erhöht der DIHK seine Prognose für das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2018 um 0, 5 Prozentpunkte auf nunmehr 2,7 Prozent. Er erwartet einen Anstieg der Anzahl der Erwerbstätigen um etwa 600000. 

Die DIHK-Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2018 gibt einen detaillierten Überblick zu den aktuellen Ergebnissen. Zur schnellen Information über die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland rufen Sie bitte den Konjunkturflyer des DIHK Jahresbeginn 2018 ab.