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Workshop: Transportlösungen für regionale Produkte

© Sarah Chai/ Pexels

Wie können wir Ladeflächen und bestehende Verkehre besser nutzen und Transportwege optimieren? Wie kann regionale Logistik wirtschaftlich tragfähig ausgestaltet sein? Und welche Lösungen bieten sich für unsere Region an? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Workshops in der IHK Neubrandenburg.

Am 26. April kamen Regionalproduzenten und Retailer, Vertretende von Verkehrsgesellschaften, Taxiverbänden und Logistikbetrieben sowie von Institutionen wie die IHK und Wirtschaftsfördergesellschaft, um sich über die möglichen Transportlösungen für regionale Produkte auszutauschen.

Zu Beginn stellte Dr. Christine Braun vom Landkreis Vorpommern-Rügen die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Regio Logistikprojekt vor, einer logistischen Unterstützung für Vorpommerns Produzierende basierend auf Beiladung und Gütermitfahrgelegenheiten. Wie regionale Wirtschaftskreisläufe durch KI-gestützte Frachtraumvermittlung für den ÖPNV und Güterverkehr gestärkt werden können, schilderten im Anschluss Raven Musialik und Christian Schmischke von der LandLogistik GmbH und dem Projekt Cargoserver.

Es folgte ein Auftritt von Ulrike Ziggel von der Meck-Schweizer GmbH über die Arbeit an einer öffentlich organisierten Logistiklösung für den Transport von regionalen Erzeugnissen. Als vorbereitender Schritt sind die Visualisierung und das Clustern der Warenströme sowie anschließend die Bündelung von Transporten geplant. Das Thema vertiefte Bastian Kühnel, indem er auf die Plattformtechnologie der Regiothek GmbH zur visuellen Darstellung regionaler Lieferketten und der dadurch ermöglichten Vernetzung unterschiedlicher Betriebe einging. 

Ferner machte Dietmar Breunig von der Inselmühle Usedom GmbH auf die logistischen Besonderheiten der Insel Usedom aufmerksam und schilderte, wie es dem Unternehmen gelingt, seine Produkte an den Mann zu bringen und dabei die Wirtschaftlichkeit nicht aus dem Auge zu verlieren. Zum Schluss berichtete Linda Richardt von der Nordkurier Logistik Mecklenburg-Vorpommern GmbH & Co. KG über die Bestrebungen des Unternehmens zu mehr Nachhaltigkeit und die Ansätze, den Transport von regionalen Produkten zu unterstützen.

Die vorgestellten Initiativen und Praxisbeispiele sorgten für eine rege Diskussion. Die Teilnehmenden schlugen vor, die Projekte und Tools in weiteren Regionen von MV zu diskutieren und lösungsorientierten Fachaustausch mit verschiedenen Akteuren sowie mit dem Landesverband Regionalbewegung Mecklenburg-Vorpommern e.V., den IHKn und Wirtschaftsförderungen zu vertiefen. Eine der Möglichkeiten ist der 2. IHK-Fachtag "Regional & Nachhaltig" am 7. November im Leea Neustrelitz.