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Der Brexit kommt – die Frage ist nur: wann?!

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„Ich war zuversichtlich bis zum 21. Januar, dass es noch einen Deal, also ein Abkommen geben könnte, diese Zuversicht ist erheblich geringer geworden. Im Moment fehlt mir auch die Phantasie, wie es weitergehen soll“, so Karl Martin Fischer, Leiter der Brexit-Task Force bei Germany Trade & Invest (gtai). Auf einer Informationsveranstaltung der IHK Neubrandenburg zum Thema „Der Brexit kommt – Sie sollten vorbereitet sein!“ sprach er über wahrscheinliche Szenarien des Brexit, die Auswirkungen auf Verträge mit Unternehmen im Vereinigten Königreich sowie voraussichtliche Änderungen in Bezug auf Dienstleistungen und die Entsendung von Mitarbeitern.

Zolloberamtsrat Axel Böhning vom Hauptzollamt Stralsund ergänzte die Ausführungen mit Informationen über bevorstehende Erfordernisse zur Zollabfertigung aller Warensendungen aus und nach Großbritannien. Vor allem aber wies er darauf hin, was die Unternehmen für den Außenwirtschaftsverkehr nach dem britischen EU-Austritt benötigen und welche Risiken sie im Kopf haben sollten. Beide sprachen die klare Empfehlung aus, sich auf den harten Brexit vorzubereiten, auch wenn es zu einer Einigung in irgendeiner Form käme und zur Zeit weiterhin nicht klar sei, welches Szenario letztendlich eintreten wird.

Für die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ist der Brexit durchaus relevant; der Export nach Großbritannien nimmt im Ländervergleich den siebten Platz ein. Umstellungen in der Geschäftspraxis, neue Herangehensweisen sind gefragt, um möglichen Risiken vorzubeugen, auch wenn sich später vieles einspielen und wieder lockern könnte.

Die IHK Neubrandenburg unterstützt und berät die Unternehmen auf diesem Weg. Informationen zum Brexit finden Unternehmen auf unserer Homepage.