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Deutsch-Polnischer Wirtschaftskreis: „Stettin ist der Motor!“

© IHK

„Wir sprechen seit 2003 über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen einer Metropolregion.“ Mit diesen Worten eröffnete Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, den jüngsten Deutsch-Polnischen Wirtschaftskreis. „Jetzt beginnt eine Phase, in der es beiderseits der Grenze Zustimmung für dieses Thema gibt. Das findet seinen Ausdruck in der Institutionalisierung, nun auch auf deutscher Seite.“

Die Rede ist von der neu eingerichteten Geschäftsstelle Metropolregion Stettin, die beim Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann angesiedelt ist. Dieser bedankte sich für das langjährige Engagement und Drängen der IHK Neubrandenburg, die Koordinierung der grenzüberschreitenden Metropolregion auf deutscher Seite in die Verantwortung der Staatskanzlei zu legen. „Stettin ist der Motor“, so Dahlemann, „und wir dürfen Teil dieser Entwicklung sein, die von Polen nach Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und darüber hinaus ausstrahlt.“ Jetzt gehe es darum, die eindringliche Forderung der IHK umzusetzen und die Metropolregion Stettin zur Chefsache zu machen. Die Geschäftsstelle habe dazu eine Reihe von Schwerpunkten für ihre Arbeit definiert zur Entwicklung eines gemeinsamen Wirtschafts-, Lebens- und Bildungsraums. Die Förderung grenzüberschreitender Wirtschaftsbeziehungen, der Mobilität und Sprachausbildung seien wichtige Faktoren. „Das gemeinsame Ziel der Landesregierungen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist in Abstimmung mit dem Marschallamt Westpommern die Etablierung eines ostdeutschen Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit – EVTZ.“

Diese Idee wurde auch von der polnischen Seite aufgegriffen. „Ein EVTZ ist eine gute Einrichtung zur Umsetzung konkreter Maßnahmen, wie den Ausbau der S-Bahnstrecke, in der ersten Etappe in den polnischen Gemeinden, nach Pasewalk und Angermünde in einer zweiten Phase“, erläuterte Roman Walaszkowski, Direktor des Vereins Metropolraum Szczecin.

Jarosław Rzepa, Vizemarschall der Woiwodschaft Westpommern, betonte die gemeinsamen Interessen bei vielen praktischen Fragen und warb dafür, den deutsch-polnischen Verflechtungsraum noch viel mutiger anzugehen.

Der Wirtschaftskreis fand seinen feierlichen Abschluss in der Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Kooperation der Wirtschaftskammer Nord in Szczecin und der IHK Neubrandenburg. Beide Präsidenten, Wolfgang Blank und Jarosław Tarczyński, brachten ihre Freude über eine enge Zusammenarbeit zum Ausdruck, in die sowohl gestandene Unternehmen als auch Start-ups eingebunden werden sollen.

Beflügelt von der aktuellen Entwicklung kündigte Torsten Haasch die Umbenennung des Deutsch-Polnischen Wirtschaftskreises an. In Zukunft wird dieser den Namen „Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin“ tragen.


Im Foto: (v. l.) Im Beisein vom Parlamentarischen Staatssekretär Patrick Dahlemann, Vizemarschall der Woiwodschaft Westpommern Jarosław Rzepa und IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch unterzeichneten der Präsident der Wirtschaftskammer Nord, Jarosław Tarczyński, und IHK-Präsident Dr. Wolfgang Blank eine Absichtserklärung.