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Visionen für die Regionalentwicklung im deutsch-polnischen Grenzraum

© IHK

„Wir haben in den zurückliegenden Treffen des Wirtschaftskreises des Öfteren darüber gesprochen, dass wir uns auch mal auf eine andere Flughöhe begeben müssen, um aus der Adlerperspektive auf die Region zu schauen.“ Mit diesen Worten leitete Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, die Vorstellung des „Gemeinsamen Zukunftskonzepts 2030 für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum“ beim jüngsten Deutsch-Polnischen Wirtschaftskreis in Szczecin ein.

Das Zukunftskonzept ist eine raumplanerische Vision mit Blick auf den deutsch-polnischen Verflechtungsraum als gemeinsamen nachhaltigen Wachstumsraum und wichtigen Motor der Entwicklung im Herzen Europas, der auch auf andere Regionen ausstrahlt. Der Deutsch-Polnische Raumordnungsausschuss hat im Zuge der Erarbeitung des Konzepts fünf Leitlinien als Handlungsempfehlungen für die zuständigen Behörden, Einrichtungen und Entscheidungsträger formuliert.

„Die Visionen der Leitlinien müssen nun durch praktische Projekte und Vorhaben untersetzt werden“, so Petra Schmidt-Kaden, Referatsleiterin Abteilung Landesentwicklung im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern. Leszek Jastrzębski, Direktor des Raumplanungsbüros der Woiwodschaft Westpommern, betonte die besondere Rolle der Metropolregion Szczecin als „einzigartig“ in ihrer grenzüberschreitenden Lage.

Schnell wurden in der Diskussion die seit langem brennenden Probleme benannt, wie die mangelhaften Verkehrsverbindungen, die Sicherung von Fachkräften sowie die für die Mobilität der Arbeitskräfte unzureichenden Sprachkenntnisse. Allgemein wurde für die Einsetzung eines Gremiums plädiert, das mit entsprechender personeller und finanzieller Kapazität zur Fokussierung auf die genannten Probleme ausgestattet ist.


Im Foto: Torsten Haasch (l.), Petra Schmidt-Kaden und Leszek Jastrzębski.