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Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin: In der Pandemie sind Deutschland und Polen einander nähergekommen

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Der digitale Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin gab dem Teilnehmerkreis im März als sogenannte „interne“ Veranstaltung die Möglichkeit, drängende Fragen zu diskutieren und eigene Projekte und Planungen von grenzüberschreitendem Interesse vorzustellen.

Auffällig viele der präsentierten Forschungsvorhaben und deutsch-polnischen Kooperationsprojekte hatten einen engen Bezug zu den derzeitigen Pandemie-Bedingungen. Das hängt auch damit zusammen, dass sich in der aktuellen Situation einige Problematiken verschärfen bzw. noch dringender einer Lösung bedürfen.

Ein schon erfolgreich gestartetes Projekt der Witeno GmbH in Greifswald und des Cluster IT in Szczecin befasst sich mit der grenzüberschreitenden Vernetzung von Akteuren zur schnellen Entwicklung der Digitalisierung in der gesamten Metropolregion Stettin. Auch zum Thema der Abschätzung der Corona-Folgen für die Wirtschaft in der Euroregion Pomerania soll federführend von der Universität Szczecin ein deutsch-polnisches Projekt aufgelegt werden, um gemeinsam Maßnahmen für die Bekämpfung drohender Arbeitslosigkeit zu definieren. Das länderübergreifende Projekt der Medigreif GmbH in Zusammenarbeit mit den Universitäten Greifswald, Szczecin und der Hochschule Wismar soll wiederum das schon bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitete Problem der Adipositas, das sich in Corona-Zeiten noch verstärkt, in den Blick nehmen und bei der Politik verorten. Denn es hat nicht nur gesundheitliche sondern auch soziale und wirtschaftliche Auswirkungen.

Projekte wie das der Universität Szczecin zu interkulturellen Missverständnissen zwischen Polen und Deutschen und deren Überwindung oder das vom Raumplanungsbüro der Woiwodschaft Westpommern geleitete Vorhaben zur Entwicklung einer Modellregion für erneuerbare Energien auf den Inseln Usedom und Wolin können nur gemeinsam grenzüberschreitend in Angriff genommen werden.

„Deutschland und Polen sind einander nähergekommen in der Pandemie“, konstatiert Dr. Lars Gutheil, Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer in Warschau, in seiner abschließenden Einschätzung zur aktuellen Lage in Polen. Und „wir werden alle Hände voll zu tun haben.“ Genügend Ideen und gute Ansätze für das Zusammenwachsen in der Metropolregion gibt es allemal.

Die Präsentationen finden Sie hier.