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Wirtschaftstag USA: Welche Änderungen stehen ins Haus?

© IHK

Werden sich faire Handelsbeziehungen mit den USA fortsetzen? Welche Veränderungen könnte die „America first“-Politik der Trump-Präsidentschaft für die außenwirtschaftliche Tätigkeit der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern mit sich bringen?

Das waren die zentralen Fragen beim Wirtschaftstag USA in der IHK Neubrandenburg.
Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch wies eingangs auf die Beunruhigung bei den hiesigen Unternehmern hin, die durch die angekündigten Veränderungen bei Zöllen, Steuern, Freihandelsabkommen seitens des US-Präsidenten ausgelöst wurde. „Die Unternehmen fragen sich nun, wie ernst die Meldungen aus dem Weißen Haus zu nehmen sind“, so Haasch.

Schon Dr. Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent des Berliner Tagesspiegels, konnte die Anspannung lösen. „Wir überschätzen manchmal den Einfluss von Politikern. Zwischen dem äußeren Anschein und dem tatsächlichen Verlauf der Trump-Präsidentschaft klafft eine eklatante Lücke. Ich habe großes Vertrauen in die Rolle der US-amerikanischen Institutionen“, führte er aus.

Auch Dr. Thomas Zielke vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützte diese Sichtweise: „Die USA sind nach wie vor ein großartiger Business-Standort.“ Seine Erläuterungen zum System der Steuern wurden von Arnold Servo, Rödl & Partner USA, vertieft, der eindrücklich darauf hinwies, dass diese „der größte Fallstrick“ für deutsche Unternehmen in den USA wären.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Berichte der Unternehmen Enzymicals AG und Physiolution GmbH aus Greifswald und der Walower Stahl- und Maschinenbau GmbH, die anschaulich ihre Erfahrungen mit dem USA-Geschäft schilderten.

„Beziehungen bedürfen viel Zeit, Energie und Engagement, man kann sie nicht einfach voraussetzen“, so das Resümee des US-Generalkonsuls in Hamburg Richard T. Yoneoka. Die langjährige Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen mit den USA und die feste Etablierung deutscher Unternehmen vor Ort bieten eine solide Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit.


Im Foto: Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg (r.), konnte zum Wirtschaftstag USA auch Staatssekretärin Bettina Martin, Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund, und US-General Richard T. Yoneoka aus Hamburg als Gäste begrüßen.