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Das größte Projekt der polnischen Chemiebranche – Polymer-Fabrik in Police bei Szczecin – auf dem halben Weg der Projektvollendung

Foto: tasukaran by Pixabay

 

Ende März informierte die Grupa Azoty S.A. - das größte Chemieunternehmen in Polen und der zweitgrößte Hersteller von Stickstoff- und Mehrnährstoffdüngemitteln in der EU – darüber, dass ihre neue Investition in Police bei Szczecin bereits zu 55 Prozent abgeschlossen wäre.

 

Das unter dem Namen „Polimery Police“ (Polymere Pölitz) bekannte Projekt gehört zu den größten Vorhaben der chemischen Industrie in ganz Mitteleuropa. Das Projektbudget beträgt 1,52 Mrd. EUR (ca. 7 Mrd. PLN). Das Endergebnis dieser Investition wird der Bau eines modernen Infrastrukturkomplexes in der Chemiefabrik in Police sein, der die Produktion von fast einer halben Million Tonnen Polypropylen pro Jahr ermöglicht.

 

Die Fabrik soll 2023 ihren Betrieb aufnehmen. Damit schließt sich Polen den führenden Herstellern von Polypropylen in Europa an, das unter anderem zur Herstellung von Autoteilen, Verpackungen und medizinischen Geräten verwendet wird.

 

Im Januar 2020 wurde der Auftrag für die Errichtung der geplanten Propylen- und Polypropylenanlage an den südkoreanischen Anlagenbauer Hyundai Engineering übergeben. Als Generalunternehmen realisiert Hyundai Engineering den "schlüsselfertigen" Bau für einen Pauschalpreis und wurde dafür im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens ausgewählt. Ende Februar 2021 meldete das Unternehmen eine Beschäftigung von 3.025 Mitarbeitern auf der riesigen Baustelle .

 

Beim Besuch des Investitionsstandorts in Police im Juni 2020 betonte der Staatspräsident Polens, Andrzej Duda, dass dieses Vorhaben das Gesicht der Industriekarte von Polen sowie den Rang der Wojewodschaft Westpommerns auf dieser Karte verändern würde. Er fügte hinzu, dass dank dieser Investition 400 Arbeitsplätze in der neuen Fabrik geschaffen würden und indirekt rund um die Fabrik noch dreimal so viel.

 

Das Unternehmen wird junge Ingenieure sowie viele Fachkräfte anziehen. Bereits 2016 unterzeichneten die Grupa Azoty AG und ihre Tochter Grupa Azoty Polyolefines ein Abkommen mit der Technischen Universität Westpommern in Stettin, im Rahmen dessen an der Fakultät für Chemische Technologie und Ingenieurwesen eine neue Spezialisierung geschaffen wurde - Olefin Manufacturing Process Engineering. Die ersten Absolventen sind bereits bei Grupa Azoty Polyolefins beschäftigt, die Studenten absolvieren dort ihre Praktika.

 

Im Mai 2019 waren die IHK Neubrandenburg und das Haus der Wirtschaft Szczecin mit ihrem Deutsch-Polnischen Wirtschaftskreis in der Gemeinde Police und ließen sich von Bürgermeister Władysław Diakun zur aktuellen Entwicklung der Gemeinde und vom Produktionsdirektor der Chemiewerke Police, Herrn Dr. Marcin Palczyński, zum aktuellen  Stand des Vorhabens Polymer-Fabrik informieren.

 

Das Haus der Wirtschaft steht für weitere Informationen sowie Kontaktvermittlungen gern zur Verfügung.

 

Quelle: Pressemitteilungen der Grupa Azoty und der polnischen Regierung, Telefongespräch mit dem Pressesprecher Grupa Azoty Polyolefins, Herrn Lachowicz am 06.05.21