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IHKs in MV: Kein neuer Lockdown für Gastronomie und Hotellerie

© Jade / Adobe Stock

Für die Gastronomie und den Tourismus darf es in Mecklenburg-Vorpommern keinen erneuten Lockdown geben! – Diese klare Forderung richten die Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern an die Politik. Dr. Wolfgang Blank, Präsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, sie ist die geschäftsführende Kammer der drei IHKs, unterstreicht die Forderung mit diesen Worten: „Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel haben sich in den zurückliegenden Monaten nicht als Treiber für steigende Infektionszahlen erwiesen. Das ist ihnen wegen ihrer ausgefeilten und auch international anerkannten Hygienekonzepte gelungen. Deshalb ist der im Vorfeld der heutigen Online-Konferenz zwischen Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder ins Gespräch gebrachte erneute Lockdown für Gastronomie und Tourismus falsch und würde die Branchen in weitere wirtschaftlich Schwierigkeiten treiben und unweigerlich zur Insolvenz von Unternehmen sowie Entlassungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen. Wer Perspektiven für diese Branche und die mit ihr vernetzten Unternehmen erhalten will, darf jetzt nicht zum Mittel eines erneuten Lockdown greifen.“

Wenn es zu einem Lockdown komme, dann sollten davon betroffene Firmen - und zwar nicht nur die des Gastgewerbes - nach den im Infektionsschutzgesetz vorgesehenen Entschädigungsregeln entschädigt werden.

Die IHKs in MV erkennen an, dass wegen des sich dynamisch entwickelnden Infektionsgeschehens Bund und Länder über eine Reihe von neuen Maßnahmen diskutieren und Entscheidungen treffen müssen. Der Fokus müsse jedoch darauf gerichtet werden, wo sich in den zurückliegenden Wochen Schwerpunkte im Infektionsgeschehen herauskristallisiert haben. Dies sei vorrangig der private Bereich gewesen, so die IHKs in MV. Hier gelte es, nicht nur Verbote auszusprechen, sondern diese auch effektiv zu kontrollieren und durchzusetzen.


Abschließend erwarten die IHKs in MV, dass die Kinderbetreuung in Schule, Hort und Kita auch weiterhin Corona-konform gewährleistet bleibt, da andernfalls massive Ausfälle bei den Mitarbeitern zu erwarten sind. Hierdurch würde die heimische Wirtschaft massiv getroffen.