Coronabedingte Unterbrechung des Weiterbildungsstipendiums

Eine Berufsausbildung ist eine gute Grundlage für den Start ins Berufsleben. Zugleich ist eine Ausbildung der Ausgangspunkt für eine berufliche Karriere durch weitere Qualifizierung. Lebenslanges Lernen ist ein Baustein für den beruflichen Erfolg. Die deutsche Wirtschaft hat einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Das Weiterbildungsstipendium ist ein Beitrag dazu, mit besonders engagierten und wissensdurstigen jungen Fachkräften die Innovationskraft der Wirtschaft zu stärken. Den Stipendiatinnen und Stipendiaten sollen bei der Unterbrechung von Maßnahmen durch pandemiebedingte Schließungen von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen keine Nachteile entstehen. Somit kann das Weiterbildungsstipendium wegen der pandemiebedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Frühjahr 2020 für drei Monate unterbrochen werden und verlängert sich entsprechend.

1. Begonnene Weiterbildungen:

Bei pandemiebedingten Schließungen von Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen bleiben entsprechende Fehlzeiten bei der Prüfung der regelmäßigen Teilnahme nach Ziffer 4.3 i) der Förderrichtlinien außer Betracht. Diese Regelung gilt auch, wenn übergangsweise Unterricht über andere technische/digitale Maßnahmen angeboten wird, der den Anforderungen von nach den Förderrichtlinien förderfähigem virtuellem oder mediengestütztem Unterricht nicht entspricht.

2. Geplante Weiterbildungen:

Können Stipendiatinnen und Stipendiaten das Stipendium wegen des pandemiebedingten Ausfalls von geplanten Bildungsmaßnahmen nicht nutzen, kann diese Zeit als Anrechnungszeit nach Ziffer 3.7 Satz 3 der Förderrichtlinien anerkannt werden. Die Dauer legt die SBB nach Ende der Pandemie in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fest.

Bei weiterführenden Fragen zur Förderung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung!

Hinweise zur Begabtenförderung

Seit 1991 unterstützt das Förderprogramm der Bundesregierung "Begabtenförderung berufliche Bildung" gezielt begabte junge Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung bei ihrer "Karriere mit Lehre" mit einem Weiterbildungsstipendium. Finanziert wird das Programm vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Wer kann gefördert werden?

Bewerben um ein Weiterbildungsstipendium der Begabtenförderung berufliche Bildung kann sich, wer:

  • einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf hat,
  • die Berufsabschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten bzw. der Durchschnittsnote 1,9 oder besser bestanden
    oder
    Platz 1 - 3 bei einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb erzielt hat
    oder
    ihre/seine Qualifikation durch einen begründeten Vorschlag des Arbeitgebers oder der Berufsschule nachweisen kann,
  • weder Student/-in noch Hochschulabsolvent/-in ist,
  • zum Aufnahmezeitpunkt jünger als 25 Jahre ist.
    Es besteht die Möglichkeit einer Aufnahme auch nach Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn Anrechnungszeiten wie von z. B. Grundwehr- oder Freiwilligendienst, Mutterschutz oder Elternzeit nachgewiesen werden können. Die Anrechnungsfähigkeit dieser Zeiten ist auf drei Jahre begrenzt.
Was wird gefördert?

Förderfähig sind anspruchsvolle - in der Regel - berufsbegleitende Maßnahmen:

  • der Erwerb fachbezogener beruflicher Qualifikationen,
  • die Vorbereitung auf Prüfungen der beruflichen Aufstiegsfortbildung (z. B. Meister/-in, Techniker/-in, Betriebswirt/-in, Fachwirt/-in, Fachkaufmann/Fachkauffrau),
  • der Erwerb fachübergreifender und allgemeiner beruflicher oder sozialer Kompetenzen (z. B. Fremdsprachen, EDV, kommunikative Fertigkeiten, Konflikt- und Projektmanagement),
  • berufsbegleitende Studiengänge, die auf Ausbildung und Berufstätigkeit der Stipendiatin/des Stipendiaten fachlich/inhaltlich aufbauen
Wie hoch und wie lange wird gefördert?

Über einen Zeitraum von maximal drei Jahren können die Stipendiatinnen und Stipendiaten Zuschüsse von jährlich bis zu 2.700 € für anspruchsvolle Weiterbildungen beantragen; in drei Jahren also insgesamt bis zu 8.100 €. Der Eigenanteil beträgt 10 % der Kosten.

Wo kann man sich bewerben?

Ansprechpartnerin in allen Fragen der Begabtenförderung berufliche Bildung ist die Stelle, bei der das Ausbildungsverhältnis einer Bewerberin/eines Bewerbers eingetragen war. Die IHK Neubrandenburg ist eine dieser Stellen. Sie führt das Förderprogramm im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nach dessen Richtlinien durch, wählt ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten aus, berät diese, entscheidet über die Förderfähigkeit beantragter Weiterbildungen und zahlt die Fördermittel aus.

Ein Anspruch auf Aufnahme in die Begabtenförderung berufliche Bildung besteht nicht.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung unter www.weiterbildungsstipendium.de.