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IHK informiert zu Kassensystemen

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„Wie führe ich die Kasse richtig?“ – zu diesem Thema hat die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern kürzlich Vertreter der Handelsbranche informiert. So einfach die Frage klingt: schnell wurde klar, dass die Anforderungen, die sich aus den gesetzlichen Grundlagen ergeben, vielfältig und für die Unternehmen oft nur schwer umzusetzen sind. Diana Seyer, Kassenprüferin beim Finanzamt Schwerin, erläuterte in ihrem Vortrag zunächst die unterschiedlichen Kassensysteme, die in der Praxis Verwendung finden.

„Die offene Ladenkasse ist nach wie vor zulässig“, betonte sie angesichts der Neuregelungen des Kassengesetzes, wo es um die Aufbewahrung digitaler Daten für die Finanzverwaltung geht. Dort ist auch das neue Kontrollinstrument der sogenannten Kassennachschau geregelt, welches den Finanzämtern ab 2018 zur Verfügung steht, um elektronische Kassensysteme jederzeit unangemeldet prüfen zu können.

Diana Seyer gab zahlreiche Praxistipps, wie zum Beispiel ein ordnungsgemäßer Kassenbericht aussehen muss, unter welchen Voraussetzungen die Einzelaufzeichnungspflicht entfällt und wie die Finanzverwaltung bei ihren Prüfungen vorgeht.

Steuerberater Günter J. Stolz, Vorsitzender des Steuergesprächskreises bei der IHK Neubrandenburg, mahnte an, dass seitens der Finanzprüfer keine unrealistischen Anforderungen an die Steuerpflichtigen gestellt werden dürften. Neben den steuerrechtlichen Vorgaben müsse der Unternehmer immer auch die arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Belange im Blick haben sowie gegebenenfalls weitere, branchenspezifische Anforderungen erfüllen und letztendlich müsse auch Zeit für das eigentliche Kerngeschäft bleiben.

Der Vortrag von Diana Seyer finden Sie unter Downloads.