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Onlinehandel: Zahlartgebühren ab 13. Januar verboten

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Händler dürfen ab dem 13. Januar keine gesonderten Gebühren mehr für eine bestimmte Zahlungsart erheben. Grund dafür ist die Umsetzung der zweiten Zahlungsdienstrichtlinie der EU. In dieser wird das sogenannte „Surcharging“ in der gesamten EU verboten. „Surcharging“ bedeutet, dass der Zahlungsempfänger gegenüber dem Zahler ein Entgelt für das bargeldlose Zahlungsmittel verlangt.

Die Änderung gilt für SEPA-Überweisungen, SEPA-Lastschriftverfahren und normale Kreditkarten. Bei Paypal bleibt eine Gebührenerhebung weiterhin möglich, weil die Bundesregierung bei den Gesetzgebungsberatungen von einer Ausdehnung auf Paypal abgesehen hat. Allerdings ändert Paypal zum 9. Januar selbst seine AGB und verbietet das Surcharging. Der Händler muss im Falle der Zuwiderhandlung mit einer Sperrung seines Kontos rechnen.

Das Verbot gilt für die ganze EU, dabei ist es unerheblich, ob der Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers, der Zahlungsdienstleister des Zahlers oder allein der am Zahlungsvorgang beteiligte Zahlungsdienstleister im EU-Gebiet ansässig ist. Unerheblich ist auch, ob die Zahlungen von Verbraucher zu Unternehmer, Unternehmer zu Unternehmer, Unternehmer zu Verbraucher oder Verbraucher zu Verbraucher erfolgen.

Folge für Händler: Die Systeme und AGB müssen bis zum 13. Januar angepasst werden, sonst muss mit wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen gerechnet werden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer IHK.