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Arbeitskreis Verkehr besucht Greifswalder Unternehmen HanseYachts

© Thomas Kunsch

Nachdem Personal-Chef Manfred Floto das Greifswalder Unternehmen HanseYachts mit anschließendem Firmenrundgang vorgestellt hatte, setzten sich die Mitglieder des Arbeitskreises Verkehr in ihrer jüngsten Sitzung mit dem Thema Ladungsdiebstähle auseinander. Referent Klaus Kapinos hatte für sie eine gute Nachricht mit im Gepäck: Wie der für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Vertreter von dem in Hamburg ansässigen Sicherheitsverband ASW (Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft) in Norddeutschland ankündigte, wird es Frachtdieben und „Planenschlitzern“ künftig stärker an den Kragen gehen.

Dazu gründete die Polizei beim Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt unlängst die Projektgruppe „Cargo“. Sie soll am 1. Juli offiziell ihre Arbeit aufnehmen. „Das ist ein großes Zugeständnis von Polizei und Politik, dass sie das Thema Frachtdiebstahl verschlafen haben“, kommentierte der frühere Kriminalhauptkommissar Kapinos die Bildung dieser Einheit vor dem Arbeitskreis. Und er betonte, dass dieses Delikt ein Problem sei, das uns zahlenmäßig am meisten zu schaffen mache.

Nach Auswertung öffentlich zugänglicher Quellen gab es seinen Worten nach allein im vergangenen Jahre 1600 Fälle von „Plane schlitzen“, 26.000 Lade- und 66 Fälle von Dieseldiebstählen. Besonders betroffen seien davon die Bundesautobahnen 2, 4, 6, 7 und 9. Auf der A 20 hingegen seien nur vier Fälle bekannt. Der Verlust schlage mit 2,2 Milliarden in Deutschland und 9,5 Milliarden in Europa immens zu Buche. Gefragte Güter seien insbesondere Computer und Laptops, Baumaterialien und Werkzeuge, Haushaltsgeräte und Möbel, aber auch Sportbekleidung und Parfüm – Waren, die sich oftmals wieder gut verwerten ließen.


Im Foto: HanseYachtsAG: Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben zurzeit rund 1400 Mitarbeiter an zwei Standorten in Greifswald und einem im polnischen Gryfino. Es baut etwa 550 Yachten pro Jahr, die über ein weltweites Händlernetzwerk vertrieben werden.