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Bewegung bei den Planungen zum Ausbau der Bundestraße 96

© IHK

Seit Jahrzehnten fordert die regionale Wirtschaft den zügigen Ausbau der Bundesstraße B 96 zwischen Brandenburg und Ostsee. „Jetzt kommt allmählich Bewegung in das Vorhaben“, freute sich Bundestagsabgeordneter Eckhardt Rehberg. Unter seinem Vorsitz hatten in der jüngsten Sitzung des Entwicklungsbeirates B 96 – Mecklenburgische Seenplatte die Vertreter aus den zuständigen Straßenbauämtern über die entsprechenden Planungszwischenstände in der Region informiert. Wegen der aktuellen Pandemiesituation war es diesmal eine virtuelle Runde.

Für die zurzeit noch im Verantwortungsbereich des Neustrelitzer Straßenbauamtes liegenden drei Teilabschnitte zwischen Neubrandenburg und der Autobahn A 20 sagte Leiter Jens Krage: Es gebe noch „letzte Lücken“, die geplant werden müssen, aber grundsätzlich sei mittlerweile „ein guter Fortschritt erreicht“. So könnten bei der Ortsdurchfahrt Küssow ab Mitte nächsten Jahres die Planungsleistungen europaweit ausgeschrieben werden, bei der Ortsumgehung Warlin laufen bereits die Vorbereitungen dazu und beim Bahnübergang Sponholz hoffte Jens Krage auf einen Baustart in fünf bis sieben Jahren, nachdem im April 2021 die dazugehörigen Planungsleistungen ausgeschrieben wurden.

Sein Schweriner Kollege Heiko Berger ging unterdessen auf die Teilvorhaben zwischen der Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg bis zur Ortsumgehung Neustrelitz und zwischen Neustrelitz bis nach Neubrandenburg ein. Wie zu hören war, befinden sich in beiden zehn und zwanzig Kilometer langen Abschnitten ebenfalls mehrere europaweite Ausschreibungen in Vorbereitung oder laufen bereits, und das zum Beispiel für umweltfachliche Kartierungen, Verkehrsanlagen, Geotechnik oder Umweltplanungen. Mit ersten Zuschlägen dafür rechnete der Fachbereichsleiter Umwelt und Planung bei der unlängst vom Land eingerichteten Projektgruppe Großbauprojekte frühestens in zwei Monaten.

Für die dargestellten Planungszwischenstände und die dahinterstehende Arbeit zollte Beirats-Vorsitzender Eckhardt Rehberg den zuständigen Amtsvertretern seinen höchsten Respekt. In der virtuellen Diskussionsrunde mit weiteren anwesenden Beiratsmitgliedern und Gästen musste er dann noch einmal Klartext reden: „Der Ausbau der B 96 wurde im Bundestag beschlossen und hat damit Gesetzescharakter. Wir erwarten jetzt, dass das umgesetzt wird“, so der Unionspolitiker.

Den aktuellen Sachstand nahm der Neubrandenburger IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch wohlwollend zur Kenntnis. Der stimmte ihn auch vorsichtig optimistisch. Insoweit betonte Torsten Haasch: „Trotz der aktuellen Pandemiesituation werden wir versuchen, das Thema Ausbau der B 96 weiterhin in der Öffentlichkeit zu platzieren.“