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Endlich wieder freie Sicht – der erste HeimkehrerTag

© IHK

Rund 500 Besucher schauten sich beim 1. HeimkehrerTag am 27. Dezember in Neubrandenburg nach Jobs, Wohnraum, Baugrundstücken und Kita- oder Schulplätzen in der der alten Heimat um. „Der 1.HeimkehrerTag war ein Testballon für uns und die Firmen in der Region, die händeringend Fachkräfte suchen.“, sagt Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK. „Mit diesem Andrang, mit diesem Heimweh, haben wir nicht unbedingt gerechnet“, gibt er unumwunden zu.

Die Besucher waren begeistert von der Idee: „Ich lebe seit vier Jahren in Österreich“, erzählte Bürokauffrau Martina Frey. Sie sei dort nie so richtig angekommen, bedauerte die 35-Jährige und fügte hinzu: „Außerdem hat mir die freie Sicht gefehlt. Überall nur Berge.“ Dann verschwand sie ins Getümmel auf der Suche nach ihrem nächsten Gesprächspartner. „Ich bin hier auch auf Jobsuche für meinen Mann, der heute nicht dabei sein kann, weil er in Österreich arbeiten muss.“

Urlaubssperre – Das ging auch anderen Heimkehrwilligen so. Sie schickten ihre Freunde oder die Eltern zum 1. HeimkehrerTag, die sich nach passenden Stellenangeboten umschauen sollten. Teilweise bildeten sich Schlangen vor den Ständen der Unternehmen. „Ein Glück waren wir zu zweit hier“, resümierte Unternehmer Thomas Hoppe von Sensor24 am Abend. „Wir haben mehr als 20 Gespräche geführt und gleich zwei Bewerbungen entgegengenommen. Die Gesprächspartner kamen aus Berlin, Hamburg, Lübeck – im Grunde aus dem gesamten Bundesgebiet.“ Auch Katharina Clausohm, die mit ihrem Mann in Neverin ein Softwareunternehmen erfolgreich leitet, war am Ende des 1.HeimkehrerTages sehr zufrieden. „Eine tolle Veranstaltung“, lobt sie beim Einräumen die Organisatoren.

Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern hatte den 1.HeimkehrerTag zusammen mit der Stadt Neubrandenburg, dem Industrienetzwerk Neubrandenburg, dem Nordkurier, der Agentur für Arbeit, dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der EU (EFRE) organisiert.