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Entwurf der Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern: LAG-Stellungnahme zur Verbandsanhörung

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Die Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern hat im Zuge der Verbandsanhörung zur neuen Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben.

Die Industrie- und Handelskammern teilen die Einschätzung, dass der Tourismus in MV seine Reifephase erreicht hat und maßgebliche Wettbewerber wie Schleswig-Holstein oder Polen deutlich aufgeholt bzw. überholt haben. Insofern braucht der Tourismus in MV neue Impulse mit Blick auf die künftige Wettbewerbsfähigkeit bzw. Marktpositionierung. Wir begrüßen daher, dass die Tourismuswirtschaft in MV als Querschnittsbranche definiert wird und eine Akzeptanz von regionalen Unterschieden in der Tourismusentwicklung zwischen Küstenregion und Binnenland sowie der Schaffung von touristischen Entwicklungszentren und -kernen erfolgt.

Die IHKs warnen allerdings davor, die Tourismusakzeptanz bei der Wirtschaft durch die Debatte zur Tourismusfinanzierung zu senken. Der Ansatz, zusätzliche Finanzmittel zu Lasten der gewerblichen Anbieter zu generieren, egal ob als Tourismusabgabe, Fremdenverkehrsabgabe oder Bettensteuer, wird von den Industrie- und Handelskammern generell abgelehnt. Das würde eine weitere finanzielle und bürokratische Belastung der Unternehmen bedeuten, was sich der Tourismusstandort Mecklenburg-Vorpommern nicht erlauben kann.

Aufgrund des verwendeten Zahlenmaterials aus dem Jahr 2014 erachten wir es als dringend notwendig, dass eine Aktualisierung der Kennziffern erfolgt. In dem dafür notwendigen Zeitrahmen ist der vorliegende Entwurf mit den Umsetzungspartnern erneut zu diskutieren, um zu konkreteren Aussagen mit nachvollziehbarem Zeithorizont zu gelangen. Auf dieser Basis kann eine umfassende Akzeptanz der Landestourismuskonzeption bei allen Beteiligten am Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern erzielt werden.