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IHK-Konjunkturumfrage: Regionale Wirtschaft mit guter Stimmung und starken Investitionsabsichten

© industrieblick / Adobe Stock

Die Stimmung in der Wirtschaft in der IHK-Region ist besser als in Deutschland insgesamt. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage für den Frühsommer 2019 hervor. Die Kammer hat rund 800 Unternehmen aus den Branchen Industrie, Bau, Handel, Verkehr, Gastgewerbe und Dienstleistungen befragt.

Die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden zwölf Monate sind gegenüber dem Jahresbeginn 2019 gestiegen. Mehr Unternehmen erwarten eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage, so dass der sogenannte Erwartungsaldo (das ist die Differenz der prozentualen Anteile von „besser“ und „schlechter“) um fünf auf nunmehr zehn Prozentpunkte angestiegen ist.

Die positive Stimmung liegt zum einen daran, dass sich die weltwirtschaftliche Abkühlung nicht so stark auf die regionale Wirtschaft auswirkt. Andererseits werden in der IHK-Region die konsumnahen Branchen wie der Handel und die haushaltsnahen Dienstleistungen von der im Vergleich zum Bundesdurchschnitt starken Steigerung der Kaufkraft pro Kopf profitieren.

Insbesondere die Branchen Bau, Handel und Dienstleistungen werden die Investitionstätigkeit in der IHK-Region anregen, so dass sich auch insgesamt eine Steigerung der Investitionsausgaben ergeben sollte.

Die Beschäftigung wird nachfragebedingt noch ansteigen. Der Anstieg wird allerdings in allen Branchen, besonders stark aber in der Baubranche, durch den Arbeitskräftemangel begrenzt und hemmt somit die Entwicklungsmöglichkeiten der Region. Die IHK-Neubrandenburg setzt sich deshalb dafür ein, das in der Region vorhandene Arbeitskräftepotential noch besser auszuschöpfen (z.B. durch berufsanschlussfähige Teilqualifikationen). Durch den „HeimkehrerTag“, einer Jobmesse direkt nach den diesjährigen Weihnachtsfeiertagen, sollen in den übrigen Bundesländern oder im EU-Ausland Arbeitende zu einer Rückkehr in die Region angeregt werden. Außerdem befürwortet die IHK-Neubrandenburg ein Zuwanderungsgesetz, das die Gewinnung von Fachkräften aus Drittstaaten erleichtert.