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Sprechstunde: Depression - Auswirkungen auf das Arbeitsleben

© IHK

Rund 5 % der Bevölkerung in Deutschland leiden gegenwärtig unter einer depressiven Erkrankung. Dabei erkranken etwa jede vierte Frau und jeder achte Mann im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Alle Altersgruppen sind betroffen. Dies erfuhren Unternehmerinnen, Unternehmer und Personalverantwortliche in der „Sprechstunde: Depression – Auswirkungen auf das Arbeitsleben“ in der IHK Neubrandenburg von Dr. R. Kirchhefer, Chefarzt des Zentrums Seelische Gesundheit Neubrandenburg.

Daher überrascht es nicht, dass viele Unternehmen und Personalverantwortliche sich im Rahmen der „Sprechstunde“ Rat suchten, wie mit Azubis oder Mitarbeitenden umzugehen ist, bei denen eine psychische Erkrankung vermutet wird. In vielen angesprochenen Fällen wurde als erster wichtiger Schritt aufgezeigt, mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Es kann dadurch eine Behandlung angestoßen werden, es können die zahlreichen vorhandenen Hilfsangebote u.a. Genesungsbegleiter (z. B durch gesundete ehemalige Betroffene), Integrationsfachdienst, Psychiatriekoordinatoren der Landkreise, Einheitliche Ansprechpartner für Arbeitgeber (EAA), Arbeitgeberservice und Deutsche Rentenversicherung unterstützend genutzt werden. Mit den Betroffenen kann gemeinsam überlegt werden, welche Formen des Arbeitens ihnen möglich und gleichzeitig betrieblich umsetzbar sind.

Nach diesem intensiven und sehr vertrauensvollen Austausch beschloss die Runde, die „Sprechstunde“ halbjährlich zu verstetigen. Für die kommende „Sprechstunde“ wurde „Sucht“ als psychisches Krankheitsbild ins Auge gefasst.

Veranstalter der „Sprechstunde“ sind der Landesverband Sozialpsychiatrie MV e.V. und die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern.