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Wirtschaftskammern in Mecklenburg-Vorpommern: Das Haus Europa mitgestalten

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Die drei Industrie- und Handelskammern sowie die beiden Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern rufen die Unternehmerinnen und Unternehmer im Land auf, bei der Europawahl am 26. Mai ihre Stimme abzugeben. „Nehmen Sie Ihr demokratisches Recht wahr und beteiligen Sie sich an der Europawahl. Das Haus Europa, in dem wir leben, wirtschaften und arbeiten, braucht unsere Mitgestaltung“ appellieren der Präsident der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern als geschäftsführende Kammer der IHKs in MV, Dr. Wolfgang Blank, und der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in MV, Peter Günther, auch Präsident der Handwerkskammer Schwerin.

Mit der Europawahl am 26. Mai werden die Weichen für den gesamten weiteren Europäischen Integrationsprozess gestellt. In einer sich immer stärker polarisierenden Welt mit aufstrebenden Schwellenländern kann ein einzelner Mitgliedsstaat allein keine prägende Rolle spielen. Eine starke und geschlossene EU könne dies hingegen durchaus. Aus Wirtschaftssicht ist dies besonders bei internationalen Verhandlungen von großer Bedeutung, zum Beispiel beim Ringen um Handelsregeln, Klimaauflagen sowie den Schutz von Daten und geistigem und materiellem Eigentum.

Viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern verdankten ihre Stärke in hohem Maße auch dem Europäischen Binnenmarkt. Nur in einem starken und geeinten Europa könnten die Firmen auch in Zukunft für Wohlstand, Stabilität und sichere Arbeitsplätze für die Bevölkerung sorgen, stellen die Wirtschaftskammern in Mecklenburg-Vorpommern weiter fest. Allein aus Mecklenburg-Vorpommern wurden 2018 mehr als 4,4 Mrd. Euro in andere EU-Staaten exportiert.

Die EU sei wesentlich besser als ihr Ruf. Auch wenn europäische Gesetze mitunter zu Belastungen und Frustration bei den Unternehmen führen würden. Unter dem Strich bleibe die EU das weltweit größte Projekt zur Sicherung des Friedens, zum Abbau von Bürokratie und Handelshemmnissen und zur wirtschaftlichen Stärkung Deutschlands. Daran müsse in der EU weiter gearbeitet werden und dafür sei ein starkes Europaparlament, in dem Gemeinschaftsinteressen Priorität hätten, außerordentlich wichtig.