Fachkräftegewinnung: HeimkehrerTag am 27. Dezember 2018 im HKB Neubrandenburg

Immer häufiger ist zu lesen und zu hören: Wer hier geboren ist, kehrt gern wieder in die Heimat zurück, wenn ihm eine gute Arbeitsmöglichkeit geboten wird. Andererseits sucht die regionale Wirtschaft nach versierten Fachkräften. Um beide Seiten nun zusammenzubringen, hat die IHK Neubrandenburg gemeinsam mit weiteren Partnern am 27. Dezember 2018 erstmals einen „HeimkehrerTag“ – nach dem Motto „Nächste Station: Heimat!“ veranstaltet.   

Informationen zur Fachkräftesicherung

Angesichts der demografischen Entwicklung wird es für die Unternehmen immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden. Abwanderung und Alterung führen zu einem Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.

Die Unternehmen müssen sich dem Wettbewerb um Arbeitskräfte, insbesondere um hochqualifizierte Fachkräfte, stellen.

Interessante Informationen zum Thema Fachkräfte finden Sie nachfolgend:

Die IHK Neubrandenburg bringt sich zudem bei Positionierungen der IHKs ein.

Unterstützung durch Arbeitsagentur und Jobcenter

Für Arbeitgeber werden von den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern eine Reihe von Fördermöglichkeiten für beschäftigungsrelevante Fragestellungen geboten:

  • Lohnkostenzuschüsse bei Beschäftigung arbeitsmarktferner Personen (s. unten Eingliederungszuschuss und Teilhabechancengesetz)
  • Einstellungszuschuss bei Neugründungen
  • Einstellungszuschuss bei Vertretung („Job-Rotation“)
  • Probebeschäftigung behinderter / schwerbehinderter Menschen
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung schwerbehinderter Menschen
  • Eingliederungszuschüsse für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen
  • Winterbauförderung

Unternehmen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte finden ihre Ansprechpartner des gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und Jobcenter direkt unter https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/dienststellen/rdn/neubrandenburg/Agentur/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI498991

Unternehmen im Landkreis Vorpommern-Greifswald erhalten den Ansprechpartner für Ihre Region und Branche unter der kostenlosen und einheitlichen Service Rufnummer: 0800 - 4 5555 20.

 

 

Zwei neue Fördermöglichkeiten zur Beschäftigung von arbeitsmarktfernen Personen ab 01.01.2019

 

1. Eingliederungszuschuss (§ 16e SGBII) https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__16e.html

  • Wer wird gefördert?

    • privatwirtschaftliche, gemeinnützige oder öffentliche Arbeitgeber

  • Was wird gefördert?

    • Mindestens zwei Jahre dauernde sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse

  • Voraussetzungen, die der potentielle Arbeitnehmer erfüllen muss?

    • muss mindestens zwei Jahre arbeitslos gewesen sein, d.h. weniger als 15 Stunden/Woche gearbeitet haben

  • Wie wird gefördert?

    • Zweijähriger Lohnkostenzuschuss (ohne Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung), im 1. Jahr 75%, im 2. Jahr 50 % Lohnkostenzuschuss

    • Grundlage für den Lohnkostenzuschuss ist das vom Arbeitgeber regelmäßig gezahlte Arbeitsentgelt (maximal in Höhe des Tariflohns oder des für vergleichbare Tätigkeiten ortsüblichen Arbeitsentgelts) und der pauschalierte Anteil des Arbeitsgebers am Gesamtsozialversicherungsbeitrag abzgl. des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung

    • Der Arbeitnehmer erhält ein ganzheitliches beschäftigungsbegleitendes Coaching während der 2 Jahre. Während der ersten sechs Monate muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer in angemessenem Umfang dafür unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freistellen.

2. Teilhabechancengesetz (§16i SGB II) https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__16i.html

  • Wer wird gefördert?

    • privatwirtschaftliche, gemeinnützige oder öffentliche Arbeitgeber

  • Was wird gefördert?

    • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die auf eine Dauer von 5 Jahren angelegt sind

  • Voraussetzungen, die der potentielle Arbeitnehmer erfüllen muss?

    • Er/Sie muss das 25. Lebensjahr vollendet haben

    • Er/Sie muss in den letzten sieben Jahren mindestens sechs Jahre im SGB-II-Leistungsbezug gewesen sein

    • Er/Sie darf keine oder nur kurzzeitige/geringfügige Beschäftigungen/Selbstständigkeiten aufweisen (Arbeitslosigkeit im Sinne des SGB III ist keine Voraussetzung)

    • Arbeitgeber darf für ihn/sie noch nicht Zuschüsse für eine Dauer von fünf Jahren nach § 16i SGB II erhalten haben.

  • Wie wird gefördert?

    • Bis zu fünfjähriger Lohnkostenzuschuss zur Förderung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung (ohne Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung) für sehr arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose. In den ersten beiden Jahren beträgt der Lohnkostenzuschuss 100%, im 3. Jahr 90%, im 4. Jahr 80% und im 5. Jahr 70%.

    • Grundlage für den Zuschuss ist zum einen der gesetzliche Mindestlohn, es sei denn der Arbeitgeber ist auf Grundlage eines Tarifvertrags o.ä. zur Zahlung eines höheren Arbeitsentgelts verpflichtet.

    • Bei der Berechnung des Zuschusses wird der pauschalierte Anteil des Arbeitgebers am Gesamtsozialversicherungsbeitrag abzgl. des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung einbezogen.

    • Der Arbeitnehmer erhält ein ganzheitliches beschäftigungsbegleitendes Coaching während der Förderung. Während der ersten zwölf Monate muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer in angemessenem Umfang dafür unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freistellen.

    • Eine innerhalb der fünf Jahre erforderliche Weiterbildung des Arbeitnehmers wird mit bis zu 3.000 € gefördert. Sie kann intern oder extern erfolgen.