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Arbeitskreis Tourismus der IHK informiert sich über die Prüftätigkeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit

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Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Tourismus der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern stand die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung im Rahmen der Kontrolltätigkeit durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Stralsund. Insbesondere die Prüfung bei der Zahlung des Mindestlohnes ist im Bereich des Hotel- und Gaststättengewerbes zentraler Schwerpunkt, wobei mittels Personenbefragung sowie durch die Prüfung der Geschäftsunterlagen ermittelt wird. Der zu prüfende Unternehmer hat dabei eine Duldungs- und Mitwirkungspflicht. In der Regel werden die Prüfungen jedoch mit dem Unternehmen abgestimmt, um den Geschäftsablauf nicht zu stören.

Anlässe für die Prüfung sind Erkenntnisse aus vorangegangenen Prüfungen, branchenspezifische Schwerpunktprüfungen sowie häufig auch Hinweise anonymer Art. Bei fehlenden und unrealistischen Arbeitszeitnachweisen können durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit Auslastungsberechnungen gemacht werden, um eine markante Unterdeckung des Beschäftigungsumfangs festzustellen. Obwohl sich die Anzahl der Verstöße im Jahresvergleich von 2016 auf 2017 deutlich erhöht hat, haben die Prüfungen ergeben, dass die Arbeitgeber ihren Verpflichtungen zur Einhaltung der Mindestarbeitsbedingungen sowie bei der Zahlung des Mindestlohnes nachkommen.

Im Rahmen der Fachkräftesicherung liegen die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter im Hotel- und Gaststättengewerbe teilweise weit über dem Mindestlohn. Die IHK Neubrandenburg wird sich als aktiver Partner auch weiterhin in diesem Prozess einbringen.


Im Foto: Gastgeber des jüngsten Treffens: der Gutshof Woldzegarten.