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IHK-Präsident: „Wir brauchen eine Initiative Berufsschulen 2030“

© Norbert Fellechner

Mit einem Appell hat sich gestern (20. Juni) IHK-Präsident Dr. Wolfgang Blank an die Landesregierung gewandt, „alles dafür zu tun, den wichtigen dualen Ausbildungspartner Berufsschule für die Anforderungen der Wirtschaft durch eine Initiative ‚Berufsschulen 2030‘ auszurüsten und zu stärken“. Diese Forderung war Kern seiner Rede während des traditionellen IHK-Wirtschaftsempfangs. Im Unternehmen Conow Anhängerbau GmbH & Co. KG kamen in Fürstenhagen (Feldberger Seenlandschaft) rund 250 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter des gesellschaftlichen und politischen Lebens unter dem Motto „Aufbruch in eine neue Mobilität“ zusammen.

Dr. Wolfgang Blank forderte in seiner Rede:

1. Ein Ende der Konzentration der Berufsschulstandorte im östlichen Mecklenburg-Vorpommern sowie eine Rückführung der IT-Ausbildung in die Kammerregion.

2. Es gelte, die Digitalisierung an den Berufsschulstandorten voranzutreiben und die Infrastruktur, die Lehrer sowie die Lehr- und Lernkonzepte „rasch und umfassend darauf vorzubereiten“.

3. Die Berufsschulen seien mit einem angemessenen Verwaltungs-Budget bzw. Ressourcen auszustatten.

4. Die Ausbildung von Berufsschullehrern in Mecklenburg-Vorpommern sei akut gefährdet. „Sie ist langfristig quantitativ und qualitativ zu sichern. Dies vor dem Hintergrund, dass in den kommenden zehn Jahren knapp die Hälfte der derzeit tätigen Lehrerinnen und Lehrer in den Ruhestand gehen, die Auszubildendenzahlen jedoch mindestens auf dem jetzigen Niveau bleiben werden.

5. Die Erreichbarkeit beruflicher Schulen in der Fläche ist zu sichern, die Attraktivität der beruflichen Ausbildung im Allgemeinen sowie die Akzeptanz bei Schülern und Eltern ist zu fördern. 

Diese Initiative ist nach Aussagen von Dr. Blank mit „Mut und ohne Wankelmut“ von der Politik anzugehen.

Des Weiteren ging Dr. Blank auf die Verkehrsinfrastruktur im östlichen Mecklenburg-Vorpommern sowie die Beziehungen zur polnischen Nachbarregion ein. Mit Mut und ohne Wankelmut gelte es, die Straßenverkehrsinfrastruktur auf Usedom zu verbessern sowie den längst überfälligen Ausbau der B96 von der A20 bis zur Landesgrenze Brandenburg durch die Landesregierung voranzutreiben. Die IHK fordert zudem ein eigenständiges Büro in der Region, das die Entwicklung der Metropolregion Stettin aktiv begleitet und auf deutscher Seite vorantreibt. 

Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, hielt während des IHK-Wirtschaftsempfangs ein Grußwort.  

Der Zukunfts- und Mobilitätsforscher Prof. Dr. Stephan Rammler stellte in einem Vortrag „Volk ohne Wagen“ Konzepte für die Sicherung der Mobilität in den Städten und im ländlichen Raum vor.

Bilder von der Veranstaltung finden Sie unter Weiterführende Beiträge*


Im Foto: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nimmt gemeinsam mit IHK-Präsident Dr. Wolfgang Blank (l.) und Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK, am Firmenrundgang im Unternehmen Conow Anhängerbau GmbH & Co. KG teil.

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