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25 Jahre „Haus der Wirtschaft“ in Stettin

Bei seinem traditionellen Empfang zum „Tag der deutschen Einheit“ hat der Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin auch das 25-jährige Bestehen des „Hauses der Wirtschaft“ in Stettin gewürdigt.

Eine Gruppe von Menschen lächelt in die Kamera. Herr Haasch und Herr Hennige halten jeweils gerahmte Auszeichnungen in die Kamera.

(v. l.) Torsten Haasch, Krzysztof Soska, Dr. Norbert Obrycki, Heiko Miraß, Irena Stróżyńska, Hanna Mojsiuk, Krister Hennige. © IHK

IHK-Präsident Krister Hennige beschrieb das deutsch-polnische Projekt als „unverzichtbaren Baustein der grenzüberschreitenden Kooperation zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Wojewodschaft Westpommern, zwischen Deutschland und Polen“, als „Ort der Beratung für deutsche und polnische Unternehmen für gemeinsame wirtschaftliche Aktivitäten“ und als „lebendigen Teil der Euroregion Pomerania“. 

„Wirklich positiv“ sah er überdies den Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin. So nannte der Präsident die regelmäßigen Treffen zu aktuellen Themen der deutsch-polnischen Grenzregion „eine feste Größe“ im grenzüberschreitenden Austausch zwischen der IHK, ihren Partnern und weiteren Mitstreitern.

Seit der Eröffnung des „Hauses der Wirtschaft“ im Oktober 2000 hat sich viel getan. Polen ist der Europäischen Union beigetreten und hat sich zu einem wirtschaftlich starken Partner für Deutschland, das Land und die Region gemausert. „Besonders Stettin und die Region Vorpommern entwickeln sich immer stärker zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum, wobei uns natürlich bewusst ist, dass Polen der starke Partner an unserer Seite ist“, betonte Krister Hennige vor den rund 80 Gästen im Stettiner Hotel Radisson. Bei all den aktuellen Herausforderungen und Sorgen über die geopolitische und geoökonomische Lage – den anhaltenden Ukrainekrieg, die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit Europas oder die seit nunmehr drei Jahren stagnierende Wirtschaft in Deutschland – fragte er schließlich, wie die Arbeit des „Hauses der Wirtschaft“ künftig aussehen und neu ausgerichtet werden könnte.

Der Bevollmächtigte des Marschalls der Wojewodschaft Westpommern für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit freute sich über die „vielen guten Kontakte auf verschiedenen Ebenen – von der Kultur bis zur Wirtschaft“, die auch dank der Arbeit des „Hauses der Wirtschaft“ im vergangenen Vierteljahrhundert zwischen beiden Nachbarländern entstanden sind. Dr. Norbert Obrycki wünschte allen Akteuren weiterhin eine gute Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.

Auch der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg zollte der IHK und ihren Partnern hohen Respekt, dass sie „mit dem Haus der Wirtschaft“ als Botschafter für die deutsch-polnische Zusammenarbeit und die Entwicklung einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin im Nachbarland präsent sind. „Ihr könnt stolz auf Euch sein, dass Ihr so stark in der Grenzregion verankert seid“, wertschätzte Heiko Miraß. Er sicherte dem deutsch-polnischen Projekt auch weiterhin die Unterstützung von Seiten der Schweriner Landesregierung zu.

Die Präsidentin der Wirtschaftskammer Nord in Stettin zeigte sich dankbar für alle mittlerweile existierenden Kooperationen zwischen beiden Ländern, so zum Beispiel in den Bereichen Bildung, Erneuerbare Energien oder Umwelt. Davon wünschte sich Hanna Mojsiuk noch mehr, denn das zeuge ihrer Ansicht nach von „Innovationskraft, Verantwortung und Vertrauen“. 

Krzysztof Soska überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Stettiner Stadtpräsidenten. Mit Blick auf den Beitritt Polens zur Europäischen Union knapp vier Jahre später fand er, dass mit der Gründung des „Hauses der Wirtschaft“ „visionär gehandelt“ wurde. Und: Es sei auch ein Verdienst des Projektes, dass die deutsch-polnische Zusammenarbeit heute zum Alltag beider Länder gehöre.

Die Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Stettin gehörte zu den ersten Mitarbeitern des „Hauses der Wirtschaft“. Irena Stróżyńska sagte schließlich: „Die gesamte Region hat ihre Chancen genutzt, die sich aus der deutsch-deutschen Wiedervereinigung vor 35 Jahren ergeben haben.“ Sie riet ihren polnischen Landsleuten und deutschen Nachbarn, in bewährter Weise voneinander zu lernen, sich auszutauschen, gut zusammenzuarbeiten und so für einen starken Zusammenhalt in diesen bewegten Zeiten zu sorgen.

Das „Haus der Wirtschaft“ in Stettin ist heute in unmittelbarer Nachbarschaft zum einstigen Gründungsort ansässig. Im Haus Nummer 7 in der Straße ul. Marii Skłodowskiej-Curie, 71-332 Szczecin kümmern sich zwei polnische Mitarbeiter um die Anliegen von deutschen und polnischen Unternehmern, Existenzgründern und Gründungsinteressenten. 

Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern ist von Anfang an Projektträger. Weitere Partner sind: 

  • Ostdeutscher Sparkassenverband,
  • Sparkasse Uecker-Randow,
  • Sparkasse Vorpommern,
  • Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern,
  • Industrie- und Handelskammer zu Rostock,
  • Industrie- und Handelskammer zu Schwerin,
  • Unternehmerverband Vorpommern e.V. und
  • Westpommerscher Verein für Wirtschaftsentwicklung.

Das Projekt wird durch die Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern finanziell unterstützt.