Amerika

Mecklenburg-Vorpommern verbindet eine lange Geschichte mit Nord-, aber auch mit Südamerika. Dieser Tatsache geschuldet bestehen schon seit vielen Jahren sehr enge wirtschaftliche Beziehungen mit den Vereinigten Staaten von Amerika oder auch mit Brasilien.

Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern informiert Sie auf diesen Seiten über wirtschaftsrelevante Entwicklungen und Neuerungen von handelspolitischer Bedeutung in den Staaten Nord-, Mittel- und Südamerikas. Gerne stehen wir Ihnen auch für Rückfragen zur Verfügung!

Kubanische Delegation zu Gast in der IHK Neubrandenburg

Vorstellung des Portfolios für ausländische Investitionen

Seinen Deutschlandaufenthalt anlässlich der „Grünen Woche“ 2020 nutzte der kubanische Vizeminister für Landwirtschaft, Ydael Jesús Pérez Brito, um der IHK Neubrandenburg einen Besuch abzustatten. Diese hatte gemeinsam mit der IHK Magdeburg zu einem Informationsaustausch eingeladen.

Vor mehr als 20 Gästen stellte der Vizeminister die Vorhaben zur Neuausrichtung der kubanischen Landwirtschaft und die entsprechenden Investitionsmöglichkeiten in geplante Großprojekte vor. Investitionen werden dringend benötigt, da die vergleichsweise mäßige Qualität der Ackerböden nur geringe Ernteerträge zulässt. Landwirtschaftliche Maschinen werden in großem Umfang gebraucht, Düngemittel fehlen ebenfalls. Auch in der Forschung ist Unterstützung erwünscht.

Die Unternehmen wiederum berichteten von ihren Erfahrungen vor Ort. Für erfolgreiche Projektinitiierung und -umsetzung bedarf es eines langen Atems und einer soliden finanziellen Ausstattung. Kuba ist bemüht, die Diskrepanzen zwischen der Zentralregierung und der Provinzebene zu reduzieren. Das A und O ist es, für die Projekte und Investitionen den richtigen kompetenten Ansprechpartner zu finden, der Verantwortung übernimmt und fähige Mitarbeiter mitbringt. Denn der Handlungsbedarf ist komplex: Überlegungen zur Abdeckung des Energiebedarfs, der Abfallentsorgung und Akquise von qualifizierten Arbeitskräften müssen beispielsweise in die Projektplanung mit aufgenommen werden.

Die kubanische Seite will die Investitionsvorhaben flexibel handhaben. Zielvorstellungen, Volumen und Laufzeiten sollen nach Standortbesichtigung gemeinsam abgestimmt werden. Der vorhandenen Probleme ist sich Pérez Brito bewusst. Die Devisenknappheit, auch aufgrund der US-amerikanischen Blockade- und Embargopolitik, führt zu steigenden Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Geschäftspartnern. Anwesende Unternehmer empfahlen, politische Kanäle zu nutzen, um für Investitionen zu werben und auf Regierungsebene Lösungen für Zahlungsverpflichtungen zu suchen. Dann wird das Unternehmensinteresse, sich auf Kuba zu engagieren, ungebrochen bleiben.

Präsentationen zu den Geschäftsmöglichkeiten ausländischer Unternehmen finden Sie hier.