Asien und Ozeanien

Der wirtschaftliche Aufschwung in vielen Ländern Asiens hat auch zu einer Belebung der Handelsbeziehungen mit Mecklenburg-Vorpommern geführt. Ein intensiver wirtschaftlicher Austausch besteht insbesondere mit China und Saudi-Arabien, aber auch mit Japan, Südkorea und zunehmend der Islamischen Republik Iran.

Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern informiert Sie auf diesen Seiten über wirtschaftsrelevante Entwicklungen und Neuerungen von handelspolitischer Bedeutung in den Ländern Asiens und Ozeaniens. Gerne stehen wir Ihnen auch für Rückfragen zur Verfügung!

In Asien entsteht die größte Freihandelszone der Welt

Am 15. November 2020 haben 15 Staaten aus Asien-Pazifik die Regional Comprehensive Economic Partnership unterzeichnet. Gemeinsam stehen sie für knapp 30 Prozent des Welthandels.

Nach acht Jahren Verhandlungen wurde das Abkommen über eine umfassende regionale Wirtschaftspartnerschaft (Regional Comprehensive Economic Partnership – RCEP) anlässlich des 37. Gipfeltreffens der ASEAN-Staaten (Brunei Darussalam, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam) am 15. November 2020 unterschrieben. Neben den 10 Staaten der südostasiatischen Staatengemeinschaft gehören deren Dialogpartner China, Japan, Südkorea sowie Australien und Neuseeland zu den Unterzeichnerstaaten.

Indien als weiterer Dialogpartner hatte von Anfang an mit verhandelt, war aber Ende 2019 aus den Verhandlungen ausgestiegen, vor allem, weil es mit dem geforderten Zollabbau eine Überflutung des Marktes mit chinesischen Waren befürchtete. Indien ist aber weiterhin im Rahmen eines seit 2010 geltenden Freihandelsabkommens mit den ASEAN-Staaten verbunden.

Das umfassende RCEP-Abkommen enthält auf 510 Seiten und einer Vielzahl von Anhängen Regelungen zum grenzüberschreitenden Warenverkehr innerhalb der Freihandelszone, zu Handelserleichterungen, sanitären und pflanzenschutzrechtlichen Bestimmungen, technischen Vorschriften, handelspolitischen Schutzmaßnahmen, Dienstleistungen und Investitionen, elektronischem Handel, geistigem Eigentum und Wettbewerb.

Mehr dazu finden Sie bei Germany Trade & Invest (GTAI) unter diesem Link.

 

EU-Kommission startet Sanktionsberatung für Handel mit Iran

Der Service richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Ziel der EU-Kommission ist es, KMU bei der Durchführung ihres Irangeschäfts zu unterstützen und für Rechtssicherheit im Handel mit dem Iran zu sorgen. Dazu wurden zwei Online-Plattformen eingerichtet:

  • Die Sanktionsberatung bietet allgemeine, unverbindliche Orientierungshilfe, ob die EU-Sanktionen gegenüber Iran bei geplanten Geschäftsprojekten greifen. Sie basiert auf einem online Fragebogen.
  • Der Helpdesk zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht hilft bei der Überprüfung, ob bestimmte Vorhaben mit den EU-Sanktionen vereinbar sind.

Leitfäden und Webinare ergänzen das Angebot.

Quelle:
Pressemitteilung der EU Kommission vom 7. Oktober 2020.

Oman führt Umsatzsteuer im April 2021 ein

Auch Importe werden mit der neuen Steuer belastet.

Als vierter Staat des Golfkooperationsrates führt Oman eine Umsatzsteuer in Höhe von fünf Prozent ein. Startschuss soll am 16. April 2021, 180 Tage nach der Veröffentlichung im Amtsblatt, sein. Der Regelsatz in Höhe von fünf Prozent wird auch auf Einfuhren in das Sultanat erhoben. Einige Lieferungen und Leistungen sind hiervon ausgenommen.

Zum Golfkooperationsrat (GCC) gehören neben dem Oman auch Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Katar und Bahrain. 

Weitere Informationen:

Oman Royal Decree No. 121/2020 promulgating the Value Added Tax Law

Mehrwertsteuer im Golfkooperationsrat: aktueller Stand

(Quelle: GTaI vom 28.10.2020)