Konjunktur

Wie ist die aktuelle Geschäftssituation der Unternehmen? Welche Erwartungen haben die Unternehmer hinsichtlich zukünftiger wirtschaftlicher Entwicklungen? Und wie sieht das innerhalb einzelner Branchen aus? Welche wirtschaftliche Risiken beeinflussen das Handeln der Unternehmen am stärksten? Kurz: Wie ist eigentlich das Konjunkturklima?

Antworten auf diese Fragen finden Sie auf den folgenden Seiten. Wir bieten Ihnen aktuelle und zukunftsgerichtete Informationen zur konjunkturellen Entwicklung in der Region Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald und in Deutschland.

Konjunktur in der IHK-Region Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern zum Jahresbeginn 2022

Da viele Unternehmen im Zuge der vierten und fünften Coronawelle erneut nur eingeschränkt ihrer Geschäftstätigkeit nachgehen können und außerdem Lieferkettenprobleme ihre Arbeit behindern, wird die wirtschaftliche Lage gegenüber der Vorumfrage vom Herbst 2021 deutlich schlechter beurteilt. Die Erwartungen für die kommenden 12 Monate sind pessimistisch aufgrund der hohen Planungsunsicherheit, mit der die Unternehmen konfrontiert sind. Die ungünstigere Einschätzung der Wirtschaftslage und die negativeren Erwartungen bewirken einen Rückgang des Konjunkturklimaindexes von 125 auf 107 Indexpunkte. Ein schnelles Ende der Pandemie oder eine zügige Auflösung der Lieferkettenprobleme würde die Stimmung der Unternehmen rasch wieder heben.

Konjunktur in Deutschland

Konjunktur auf Bundesebene anhand der IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2022

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) führt die Umfrageergebnisse von allen 79 IHKs zusammen (rund 28.000 Unternehmensantworten). Er leitet daraus sein aktuelles Konjunkturbild sowie eine Prognose für das laufende Jahr für die Bundesrepublik Deutschland her.

Die Wirtschaftslage hat sich in Deutschland gegenüber dem Herbst 2021 eingetrübt. Die aufgrund der vierten und fünften Coronawelle umgesetzten Beschränkungen der Geschäftstätigkeit im Handel und vielen Dienstleistungsbranchen, anhaltende Lieferengpässe, sowie steigende Energie- und Rohstoffpreise und der Fachkräftemangel belasten die aktuelle Situation. Im Vergleich zur IHK-Region Neubrandenburg fällt der Rückgang des Lagesaldos im Bundesdurchschnitt (von 29 auf 18 Prozentpunkte) milder aus, da die von den Corona-Einschränkungen besonders betroffenen Branchen Handel und Gastgewerbe ein geringeres Gewicht haben als in der IHK-Region Neubrandenburg.

Auch die Erwartungen der Unternehmen sind nicht mehr so optimistisch wie im Herbst 2021. Darin spiegelt sich die Unsicherheit, wann die Pandemie und die weltweiten Lieferengpässe überwunden sein werden und wie die strukturellen Herausforderungen wie die Transformation der Wirtschaft oder die demografische Entwicklung gemeistert werden sollen.  Allerdings haben sich auch die Erwartungen im Bundesdurchschnitt im Vergleich zur Vorumfrage weniger verschlechtert als in der IHK-Region und es überwiegen die "Besser-Meldungen" die "Schlechter-Meldungen". Während im Bund nur das Baugewerbe und der Handel negative Erwartungssalden aufweisen, überwiegen in der IHK-Region auch in der Industrie und in den Dienstleistungen die "Schlechter-Meldungen". 

Daher ist sowohl im Durchschnitt Deutschlands als auch in der IHK-Region Neubrandenburg der Konjunkturklimaindikator rückläufig. Er ist allerdings in der IHK-Rregion Neubrandenburg stärker gefallen und liegt nun mit 107 Indexpunkten unter dem bundesdeutschen Wert von 111. 

Der DIHK prognostiziert einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland im Jahr 2022 von 3 %. Damit verbunden ist eine Zunahme der Erwerbstätigen um etwa 400.000.

Den Konjunkturbericht des DIHK zum Jahresbeginn 2022 finden Sie hier