Konjunktur

Wie ist die aktuelle Geschäftssituation der Unternehmen? Welche Erwartungen haben die Unternehmer hinsichtlich zukünftiger wirtschaftlicher Entwicklungen? Und wie sieht das innerhalb einzelner Branchen aus? Welche wirtschaftliche Risiken beeinflussen das Handeln der Unternehmen am stärksten? Kurz: Wie ist eigentlich das Konjunkturklima?

Antworten auf diese Fragen finden Sie auf den folgenden Seiten. Wir bieten Ihnen aktuelle und zukunftsgerichtete Informationen zur konjunkturellen Entwicklung in der Region Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern, in Mecklenburg-Vorpommern und in Deutschland.

Konjunktur IHK Neubrandenburg

Starke Ergebnisse der Industrie – Beschäftigungsplus der Wirtschaft

Im Herbst 2016 zeigt sich aufgrund der Einschätzungen der Unternehmer im östlichen Mecklenburg-Vorpommern eine weiterhin gute konjunkturelle Lage. Die Zukunftsaussichten sind, trotz vieler positiver Erwartungen der Wirtschaft, insgesamt stärker zurückhaltend als bei der Vorumfrage im Frühsommer 2016. Dennoch kann im Nordosten der Bundesrepublik von einem fortgesetzten Wachstumskurs und von einer Wirtschaft in guter Verfassung gesprochen werden.

Der Klimaindex, als Stimmungsbarometer aus den gleichermaßen berücksichtigten Lage- und Zukunftsurteilen der 200 von ca. 500 befragten Unternehmen, liegt im Vergleich zum Vorjahreswert stabil auf 120 Punkten. Zum Frühsommer 2016 weist dieser Wert allerdings eine 9-Punkte Differenz auf.

Die Skepsis bezogen auf die zukünftigen Erwartungen zeigt sich nicht in den, der Konjunktur nachlaufenden, Beschäftigungsabsichten der Unternehmen. Im Gegenteil. Erstmalig in einer Herbstumfrage erwarten die Unternehmen einen Beschäftigungsaufbau für die Zukunft.

Die Fachkräftesituation wird von vielen Unternehmen als erheblichstes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung wahrgenommen. Die Arbeitskosten und die Inlandsnachfrage liegen nachfolgend in etwa gleich auf im Ranking der von der Wirtschaft genannten Belastungsfaktoren. Die Arbeitsagenturen bieten nach einem Paradigmenwechsel bei der Beschäftigungsförderung verschiedene Zuschüsse und Unterstützungsmöglichkeiten direkt für Unternehmen an. Die Preise für Energie und Rohstoffe werden wieder zunehmend als Risiko der wirtschaftlichen Entwicklung gesehen.

Konjunktur in Mecklenburg-Vorpommern

Gemeinsame Konjunkturberichterstattung in Mecklenburg-Vorpommern

Am Jahresbeginn startet die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern gestärkt. Zu diesem Ergebnis kommt die Konjunkturbefragung der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern zum Jahresbeginn 2016, an der sich ca. 550 Unternehmen aus den Branchen Industrie, Bauwesen, Verkehr, Handel und Dienstleistungen beteiligten.

Das Stimmungsbild verbessert sich im Vergleich zu den Vorumfragen am Jahresbeginn nochmal deutlich. Der IHK Konjunkturklimaindikator klettert von 114 auf 124 Punkte und liegt nun gleichauf mit dem bundesdeutschen Durchschnitt. 

Der Fachkräftemangel ist brachenübergreifend zum Jahresbeginn 2016 das meist genannte Risiko der wirtschaftlichen Entwicklung im Land.

Der vollständige Konjunkturbericht der IHKs in MV zum Jahresbeginn 2016 steht hier zum Abruf (pdf) bereit.

Konjunktur in Deutschland

Konjunkturberichterstattung des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK)

Die konjunkturelle Dynamik lässt nach. Bislang haben uns Konsum und Bau bemerkenswert gut durch das Jahr getragen. Die Zuversicht für die weitere Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten geht jedoch leicht zurück. Weltweit fehlen noch immer Wachstumstreiber. Die Unternehmen drosseln ihre Exporterwartungen. Die Investitionen geben keinen wirklichen Impuls. Außerdem läuft das Konjunktur-Doping durch Ölpreis und Wechselkurs aus. Interessanterweise spitzt sich der Fachkräftemangel weiter zu und ist aus Sicht der Betriebe mittlerweile das Top-Risiko.

Für 2017 rechnet der DIHK mit einem Wachstum von 1,2 Prozent – deutlich weniger als 2016. Im laufenden Jahr wächst die Wirtschaft um 1,9 Prozent (Prognose Früh-sommer: 1,5%). Das hatte zu Beginn des Jahres keiner gedacht. Positiv hat sich vor allem die Beschäftigung entwickelt – mit knapp 500.000 zusätzlichen Stellen (Prognose Frühsommer: 450.000). Im nächsten Jahr gehen wir von einem Plus von 450.000 aus. Damit geht der Beschäftigungsaufbau bereits ins zwölfte Jahr.

Das sind die wesentlichen Ergebnisse der DIHK-Konjunkturumfrage vom Herbst 2016. Grundlage sind mehr als 27.000 Unternehmensantworten, die von den Industrie- und Handelskammern (IHKs) ausgewertet worden sind.

Die DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2016 (pdf-Dokument) gibt einen detaillierten Überblick zu den aktuellen Ergebnissen.

Zur schnellen Information über die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland rufen Sie bitte den Konjunkturflyer des DIHK Herbst 2016 ab. 

Das Pressegespräch zur Veröffentlichung des Berichtes wurde per livestream übertragen. Zudem veröffentlichte der Deutsche Industrie und Handelskammertag einen Filmbeitrag zur Konjunkturlage im Frühsommer 2016 mit Pressestatements.