Konjunktur

Wie ist die aktuelle Geschäftssituation der Unternehmen? Welche Erwartungen haben die Unternehmer hinsichtlich zukünftiger wirtschaftlicher Entwicklungen? Und wie sieht das innerhalb einzelner Branchen aus? Welche wirtschaftliche Risiken beeinflussen das Handeln der Unternehmen am stärksten? Kurz: Wie ist eigentlich das Konjunkturklima?

Antworten auf diese Fragen finden Sie auf den folgenden Seiten. Wir bieten Ihnen aktuelle und zukunftsgerichtete Informationen zur konjunkturellen Entwicklung in der Region Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald und in Deutschland.

Konjunktur in der IHK-Region Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern zum Jahresbeginn 2020

Die Stimmung in der Wirtschaft der IHK-Region hat sich zwar eingetrübt, allerdings von einem hohen Niveau aus und insgesamt in überschaubarem Ausmaß. Das konjunkturelle Bild in den Branchen ist sehr verschieden. Das Baugewerbe, die Dienstleistungsbranchen, das Verkehrs- und das Gastgewerbe werden auch im Jahr 2020 von einer kräftigen Nachfrage profitieren, während die Industrie einer schwächeren Nachfrage gegenübersteht. Gerade die Branchen, die nachfrageseitig keine Probleme haben, leiden besonders unter dem Fachkräftemangel und er hemmt ihre Wachstumsmöglichkeiten. Als kostentreibendes Risiko haben die Energie- und Rohstoffpreise erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Unternehmen befürchten Wettbewerbsnachteile auf den Inlands- und Auslandsmärkten und sehen sich auch dadurch in ihren Wachstumsmöglichkeiten behindert.

Konjunktur in Mecklenburg-Vorpommern

Gemeinsame Konjunkturberichterstattung der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern

Im Vergleich zum Jahresbeginn 2019 hat sich die konjunkturelle Stimmung im Land leicht abgekühlt. Häufiger als im Vorjahr bewerten die Unternehmen ihre Geschäftslage nur noch als „befriedigend“ und nicht mehr als „gut“. Allerdings beurteilen immer noch nur wenige Unternehmen ihre Lage als „schlecht“. Auch die Geschäftserwartungen haben sich eingetrübt. Mehr Unternehmen erwarten eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation als eine Verbesserung. Dies bremst die Investitionsbereitschaft und die im Saldo noch positive Arbeitskräftenachfrage lässt nach. 

Gleichwohl bleibt für knapp zwei Drittel der Unternehmen der Fachkräftemangel eine der zentralen Herausforderungen für die Wirtschaft im Land.  Er übt auch Druck auf die Arbeitskosten aus, die von 47 Prozent als Geschäftsrisiko angesehen werden.  An die zweite Stelle unter den Geschäftsrisiken sind die Energie- und Rohstoffpreise gerückt. Ihre erwartete Entwicklung belastet 48 Prozent der Unternehmen.  

Der vollständige Konjunkturbericht der IHKs in MV zum Jahresbeginn 2020 steht hier zum Abruf (pdf)bereit.