Konjunktur

Wie ist die aktuelle Geschäftssituation der Unternehmen? Welche Erwartungen haben die Unternehmer hinsichtlich zukünftiger wirtschaftlicher Entwicklungen? Und wie sieht das innerhalb einzelner Branchen aus? Welche wirtschaftliche Risiken beeinflussen das Handeln der Unternehmen am stärksten? Kurz: Wie ist eigentlich das Konjunkturklima?

Antworten auf diese Fragen finden Sie auf den folgenden Seiten. Wir bieten Ihnen aktuelle und zukunftsgerichtete Informationen zur konjunkturellen Entwicklung in der Region Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern, in Mecklenburg-Vorpommern und in Deutschland.

Konjunktur IHK Neubrandenburg

Regionale Wirtschaft bleibt weiter auf Kurs

Wie in den vergangenen Jahren hält das Wirtschaftswachstum in der Region an. Insbesondere die Branchen Verkehr, Handel und Industrie verweisen auf eine verbesserte Lage. Auch zukünftig erwarten Unternehmen dieser Bereiche die größten Steigerungen bei der Geschäftsentwicklung. Mit 122 Punkten ist das Konjunkturklima etwa auf der Höhe des Vorjahreswertes. 

In den überwiegend unveränderten Investitionsplänen zeigen sich strukturelle und handelspolitische Sorgen der Wirtschaft. Ersatzbeschaffungen prägen das Investitionsaufkommen bei tendenziell steigenden Unternehmensgewinnen. Auslandsinvestitionen erfolgen zuallermeist innerhalb der europäischen Zollunion.  

Das Beschäftigungsplus der Herbstumfrage wurde aktuell übertroffen. Etwa 20 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten zwölf Monaten einen Stellenaufbau. Weitere 70 Prozent benötigen gleich bleibend viele Arbeitskräfte. 

Zur Bewältigung des Fachkräftemangels, der weiter als TOP Risiko genannt wird, bleibt die Umsetzung guter Ideen notwendig. Nach der Inlandsnachfrage landen die Energie- und Rohstoffpreise erstmals seit 2013 auf Platz drei der Wirtschaftsrisiken. Hohe Gewerbesteuern und ein geringer Ausbau zeitgemäßer Infrastruktur behindern ebenso die Wirtschaftsentwicklung.

Konjunktur in Mecklenburg-Vorpommern

Gemeinsame Konjunkturberichterstattung in Mecklenburg-Vorpommern

Mit 55 Prozent beurteilt mehr als die Hälfte der Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als „gut“. 37 Prozent sind mit ihrer geschäftlichen Situation zufrieden. Damit schätzen die Unternehmen ihren wirtschaftlichen Status quo erneut besser ein als in den vergangenen Konjunkturbefragungen zum Jahresbeginn.

Der IHK-Konjunkturklima­indikator verbessert sich erneut gegenüber dem Vorjahr. Er steigt von 123,8 Punkten auf 127,3 Punkte und erreicht damit den höchsten Wert zu einem Jahresbeginn in den letzten zehn Jahren.

Zu diesem Ergebnis führte die Auswertung der Antworten von fast 600 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Rahmen der Konjunkturumfrage der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern im Januar 2017.

Der vollständige Konjunkturbericht der IHKs in MV zum Jahresbeginn 2017 steht hier zum Abruf (pdf) bereit.

Konjunktur in Deutschland

Konjunkturberichterstattung des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK)

Die Geschäftslage der Unternehmen ist besser als gedacht. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate hellen sich wieder etwas auf. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Wachsende wirtschaftspolitische Befürchtungen schlagen bisher kaum auf die Geschäfte durch. Der Export belebt sich unter dem Strich wieder.

Die Investitionen hierzulande ziehen allmählich an. Davon profitiert vor allem die Industrie. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft bekommt somit einen neuen Impuls. Konsum und Bau laufen weiterhin gut.

Der DIHK erhöht daher seine Prognose für das laufende Jahr – trotz der vorhandenen Risiken – auf 1,6 Prozent (Prognose Herbst: 1,2%). Berücksichtigt man die geringere Zahl an Arbeitstagen in diesem Jahr, bleibt die Dynamik gegenüber 2016 unverändert (BIP-Wachstum 2016: 1,9%). Auch die Beschäftigung wächst. 2017 erwarten wir nochmals 350.000 neue Stellen.

Gleichwohl befürchten mehr Betriebe eine Verschlechterung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen – gerade in international orientierten Branchen. Die Betriebe nennen beispielsweise den künftigen Kurs der US-Regierung, den Brexit oder die Stabilität der Eurozone. Zudem sorgen höhere Preise für Öl und andere Rohstoffe für Kostensteigerungen bei Unternehmen. Das Top-Risiko bleibt aus Sicht der Betriebe der Fachkräftemangel. Vorerst überwiegt für viele Unternehmen jedoch die positive Entwicklung der Nachfrage.

Das sind die wesentlichen Ergebnisse der DIHK-Konjunkturumfrage vom Jahresbeginn 2017. Grundlage sind rund 27.000 Unternehmensantworten, die von den Industrie- und Handelskammern ausgewertet worden sind.

Die DIHK-Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2017 (pdf-Dokument) gibt einen detaillierten Überblick zu den aktuellen Ergebnissen.

Zur schnellen Information über die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland rufen Sie bitte den Konjunkturflyer des DIHK Jahresbeginn 2017 ab. 

Das Pressegespräch zur Veröffentlichung des Berichtes wurde per livestream übertragen. Zudem veröffentlichte der Deutsche Industrie und Handelskammertag einen Filmbeitrag zur Konjunkturlage zu Jahresbeginn 2017 mit Pressestatements.