Ausbildung von A bis Z

Persönliche und fachliche Eignung des Ausbilders/ der Ausbilderin

Wann ein Ausbilder/ eine Ausbilderin persönlich und fachlich geeignet ist, regelt das Berufsbildungsgesetz (BBiG) im Paragraph 28 - Eignung von Ausbildenden und Ausbildern oder Ausbilderinnen:

(1) Auszubildende darf nur einstellen, wer persönlich geeignet ist. Auszubildende darf nur ausbilden, wer persönlich und fachlich geeignet ist.

(2) Wer fachlich nicht geeignet ist oder wer nicht selbst ausbildet, darf Auszubildende nur dann einstellen, wenn er persönlich und fachlich geeignete Ausbilder oder Ausbilderinnen bestellt, die die Ausbildungsinhalte in der Ausbildungsstätte unmittelbar, verantwortlich und in wesentlichem Umfang vermitteln.

(3) Unter der Verantwortung des Ausbilders oder der Ausbilderin kann bei der Berufsausbildung mitwirken, wer selbst nicht Ausbilder oder Ausbilderin ist, aber abweichend von den besonderen Voraussetzungen des § 30 die für die Vermittlung von Ausbildungsinhalten erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und persönlich geeignet ist.

Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Broschüre Ausbildung und Beruf

Wenn Sie einen Ausbilder oder eine Ausbilderin für Ihr Unternehmen benennen wollen, so nutzen Sie bitte unsere Ausbilderkarte. Bitte fügen Sie diesem Formular die entsprechenden Nachweise bei. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihren zuständigen Ausbildungsberatern.

Sie möchten in Ihrem Unternehmen Fachkräftenachwuchs ausbilden? Sie haben Fragen zum Ablauf und zur Durchführung der Berufsausbildung oder benötigen Informationen über neue Ausbildungsberufe? Die zuständigen Ausbildungsberater der IHK helfen Ihnen gern bei allen Fragen zur Berufsausbildung.

Sie suchen nach passenden Berufsbildern und Ausbildungsinhalten?

Auf unserer Seite Ausbildungsberufe erhalten Sie detaillierte Informationen.

Ihre zuständigen Ausbildungsberater informieren Sie über bestehende und anerkannte Ausbildungsberufe sowie aktuelle News über neue und neugeordnete Berufsbilder.

Wann ist ein Betrieb zur Ausbildung geeignet? 

Auszubildende dürfen nur eingestellt werden, wenn

  • die Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung geeignet ist und
  • die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte steht, es sei denn, dass anderenfalls die Berufsausbildung nicht gefährdet ist.

Eine Ausbildungsstätte ist der Einrichtung nach zur Berufsausbildung in einem bestimmten Beruf geeignet, wenn aufgrund der Räume und Ausstattung die Berufsausbildung durchgeführt werden kann. 

Kann eine Ausbildungsstätte die Anforderungen der jeweiligen Ausbildungsordnung nicht in vollem Umfang erfüllen, kann dieser Mangel durch Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte behoben werden (siehe "Ausbildungsverbund"). Eine entsprechende Festlegung muss ergänzend im Ausbildungsvertrag festgehalten werden. Eventuell anfallende Kosten für diese Maßnahmen trägt der Ausbildungsbetrieb.

Die zuständigen Ausbildungsberater der IHK vereinbaren mit Ihnen gern einen Besuch vor Ort, um die Eignung der Ausbildungsstätte festzustellen.

Suchen und finden - die gemeinsame Lehrstellenbörse der IHKs

Die neue, gemeinsame Lehrstellenbörse der IHKs soll Jugendliche und Unternehmen noch besser zusammenbringen. Betriebe, die ihre freien Plätze dort einstellen, dehnen ihren Suchradius damit auf ganz Deutschland aus. Zudem bietet die Plattform zusätzliche Möglichkeiten: So können Unternehmen mit vielen Filialen ihre Angebote dort zentral einpflegen und für ihre Standorte nach Auszubildenden suchen.

Das Portal ist ein gemeinsames Projekt der Industrie- und Handelskammern.

Ganz neu bietet die Seite Unternehmen die Möglichkeit, die angebotenen Praktikumsplätze in Szene zu setzen. Auch für den Suchenden ergeben sich hiermit neue Möglichkeiten.

Hinweis für Unternehmen: Die Zugangsdaten erhalten Sie von der Ihrer IHK.

Machen Sie mit! Stellen Sie Ihre Lehrstellenangebote ab sofort online.

IHK Lehrstellenbörse online

Fachkräfteinitiative "Durchstarten in M-V" geht in die nächste Runde!

Im Oktober 2009 erfolgte der Start der Fachkräfteinitiative des Wirtschaftsministeriums MV mit den IHKs des Landes. Die Initiative soll Informationsdefizite bei vielen jungen Menschen, Eltern, Großeltern und Lehrkräften ausgleichen, Fachkräfte im Land halten und viele Menschen für eine Berufsausbildung, ein Studium und eine anschließende Berufstätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern interessieren, Unternehmen motivieren, offensiv mit geeigneten Maßnahmen ihren Fachkräftebedarf anzugehen. Die Initiative soll den jungen Menschen klare Perspektiven aufzeigen und Gründe zum Bleiben liefern und wird nun bis Ende 2016 fortgeführt.

Die Kampagne lebt und entwickelt sich mit allen Ausbildungsverantwortlichen. Steigen Sie noch heute mit ein und zeigen Sie den jungen Leuten, welche Chancen unsere Region bietet!

Durchstarten in M-V

Für jedes eingetragene Ausbildungsverhältnis wird eine Gebühr laut Gebührenordnung erhoben, die nach Ablauf der Probezeit fällig wird. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Ausbildungsberuf und kann dem Gebührentarif entnommen werden.

Ausbildungsnachweis (Berichtsheft)

Alle Ausbildungsmittel sind dem Auszubildenden durch den Ausbildenden kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört auch das Ausbildungsnachweisheft (Berichtsheft).

Diese schriftlichen Ausbildungsnachweise geben dem Ausbildenden und Auszubildenden einen Überblick über die vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten. Es ist unzulässig, hier den betrieblichen Ausbildungsplan als Form des schriftlichen Ausbildungsnachweises vorzulegen. Vielmehr ist hier einzutragen, was tatsächlich gelernt und gelehrt wurde. 

Ein schriftlicher Ausbildungsnachweis ist geführt, wenn ein gewisses Maß an inhaltlicher Gestaltung und Regelmäßigkeit sowie Sauberkeit der Eintragung gegeben ist. Den Auszubildenden ist Gelegenheit zu geben, die schriftlichen Ausbildungsnachweise während der Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildungsnachweise sind regelmäßig vom Ausbilder zu kontrollieren und zu unterschreiben.

Das Führen von schriftlichen Ausbildungsnachweisen hat nicht nur eine informative und pädagogische Funktion, sondern ist unter anderem eine Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Ausbildungsnachweis (Deckblatt)

Ausbildungsnachweis

Der Betrieb muss für die Ausbildung im vorgesehenen Ausbildungsberuf geeignet sein. Die in den Ausbildungsverordnungen vorgegebenen Fähigkeiten und Fertigkeiten müssen im Betrieb vermittelbar sein. Dazu zählen insbesondere die Grundausstattung an Werkzeugen, Maschinen, Apparaten und Geräten, bürotechnische Einrichtungen.

Können nicht alle in der Ausbildungsordnung angegebenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten im Leitbetrieb vermittelt werden, können Maßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte im Rahmen der Verbundausbildung helfen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihren zuständigen Ausbildungsberatern und im Rechtsratgeber Verbundausbildung des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BiBB).

Das Berufsbildungsgesetz verlangt, dass Ausbildende den Auszubildenden eine angemessene Vergütung zahlen. Sie soll eine fühlbare finanzielle Unterstützung und zugleich eine Vergütung für die Leistung der Auszubildenden sein.

Eine „angemessene“ Ausbildungsvergütung:

• steigt mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens aber jährlich, an,

• richtet sich in der Regel nach den Tarifverträgen der Branche, in der die Ausbildung stattfindet,

• darf in nicht tarifvertraglich gebundenen Unternehmen die tariflich vereinbarten Ausbildungsvergütungen oder für die Branche ausgesprochenen Empfehlungen um maximal 20% unterschreiten,

• ist die Voraussetzung für die Eintragung des Berufsausbildungsvertrages.

Sachleistungen (z.B. Kost und Wohnung) können bis zu 75 v. H. der festgelegten Gesamtvergütung angerechnet werden. Für Kost und Logis sind die Sachbezugswerte festgelegt.

Die Vergütung für den laufenden Kalendermonat wird spätestens am letzten Arbeitstag des Monats fällig. Bei Krankheit wird die Ausbildungsvergütung bis zu sechs Wochen weiter gezahlt.

Eine über die vereinbarte regelmäßige Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung ist gesondert zu vergüten. Auch diese Vergütung soll angemessen sein. Statt der Überstundenvergütung kann auch Freizeitausgleich gewährt werden.

Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern bietet Ausbildungsbetrieben Ausbildungsverträge zum Herunterladen an. Für einige Ausbildungsberufe gibt es Vertragsanlagen. Diese finden Sie auf der Informationsseite zum jeweiligen Ausbildungsberuf. Die ausgefertigten und vollständig ausgefüllten Vertragsformulare können Sie dann versandfertig ausdrucken. Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie bitte Ihre zuständigen Ausbildungsberater.

Erstellen und Bearbeiten von Ausbildungsverträgen am PC

Hinterlegen Sie die relevanten Daten lediglich auf den ersten beiden Seiten (Antrag auf Eintragung des Berufsausbildungsverhältnisses). Alle weiteren Seiten werden automatisch generiert. Drucken Sie das Formular vollständig aus. Sie erhalten sechs Blätter, bestehend aus zwei Blättern mit dem Antrag auf Eintragung und vier Blättern mit zwei Verträgen. Sofern Ihr Drucker zweiseitigen Druck ermöglicht, können Sie das einstellen. Sie erhalten somit drei Blätter mit Vorder- und Rückseite. Falls Sie bei minderjährigen Auszubildenden eine dritte Vertragsausfertigung benötigen, drucken Sie Seite fünf und sechs noch einmal.

Versehen Sie alle Seiten mit den entsprechenden Unterschriften und Stempeln und senden Sie uns den Antrag auf Eintragung des Berufsausbildungsverhältnisses zusammen mit allen Vertragsausfertigungen auf dem Postwege zu. Nach Prüfung und Eintragung erhalten Sie die Berufsausbildungsverträge gesiegelt zurück.

Sie können nun das Formular auf dem eigenen PC speichern oder weitere Verträge durch Überschreiben der zu ändernden Daten bearbeiten. Eine Speicherung inklusive aller eingearbeiteten Daten ist mit dem Programm Adobe Reader ab Version 7.0 möglich.

Ausbildungsvertrag

Berufsschule

Im dualen System der Berufsausbildung gibt es zwei verantwortliche Partner für die Ausbildung. Den Teil der praktischen Vermittlung von Fachwissen, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnissen übernimmt das ausbildende Unternehmen. Begleitend dazu wird in der Berufsschule theoretisches Fachwissen sowie Allgemeinwissen vermittelt. Daraus ergibt sich für den Ausbildungsbetrieb die Pflicht, Ihre Auszubildenden für die Zeit des Berufsschulunterrichtes freizustellen (BBiG § 15). Natürlich sind die Auszubildenden verpflichtet am Berufsschulunterricht teilzunehmen, da sie für diese Zeit die Ausbildungsvergütung fortgezahlt bekommen. Informationen zur Anrechnung von Unterrichts- und Wegezeiten auf die Ausbildungszeit finden Sie in unserem Merkblatt.

 

In welcher Berufsschule müssen Auszubildende angemeldet werden?

Für Mecklenburg-Vorpommern wurde vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur die "Berufliche Schulen Organisationsverordnung" erlassen. Für viele Ausbildungsberufe findet der Unterricht in den zum jeweiligen Landkreis gehörenden Berufsschulen statt, so dass die Auszubildenden relativ nah zum Unternehmen beschult werden. Teilweise findet die Beschulung in Landesfachklassen statt. Sie finden dieses Dokument auf den Internetseiten der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern über diesen Link.

Berufe mit geringer Anzahl an Auszubildenden werden in der Regel in konzentrierter Form an einem ausgewählten Schulstandort unterrichtet (landesübergreifende Fachklassen). Die für Ihre Auszubildenden zuständigen Berufsschulen erfahren Sie im persönlichen Gespräch mit dem zuständigen Ausbildungsberater oder aus den Internetseiten der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern bzw. aus der Liste der Kultusministerkonferenz.

 

Land Mecklenburg-Vorpommern fördert Fahr- und Unterbringungskosten für den Berufsschulbesuch

Am 01.09.2015 ist die neue „Richtlinie zur Gewährung von Zuschüssen des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen zu den Kosten der Unterbringung sowie zu Fahrtkosten bei notwendiger auswärtiger Unterkunft“ in Kraft getreten. 

Die Richtlinie richtet sich an Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen, denen der tägliche Weg zur Schule nicht zuzumuten ist und die daher am Beschulungsort untergebracht werden müssen. Eine auswärtige Unterkunft ist notwendig, wenn die benötigte Zeit für das Zurücklegen der Strecke zwischen Wohnung und beruflicher Schule und zurück mit öffentlichen Verkehrsmitteln einschließlich Wege- und Wartezeiten mehr als drei Stunden beträgt. Der Zuschuss wird Schülerinnen und Schülern gewährt, wenn deren Ausbildungsvergütung regelmäßig nicht über 500 Euro brutto liegt. Im Weiteren wird der regelmäßige Besuch der Schule vorausgesetzt. Das in der Vorgängerrichtlinie enthaltene Erfordernis der Arbeitgeberbeteiligung ist nicht in die Neufassung übernommen worden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Richtlinie

 

Anmeldung zur Beruflichen Schule

Für die Anmeldung in der Berufsschule können Sie hier per Download einen Formularvordruck herunterladen, den Sie ausgefüllt an die zuständige Berufsschule senden.

Anmeldeformular Berufliche Schule

Ein Auszubildender kann drei Zeugnisse erhalten:

  • von der IHK über das Bestehen seiner Abschlussprüfung,
  • vom Ausbildungsbetrieb über seine Leistungen während der Ausbildungszeit,
  • von der Berufsschule über seine schulischen Leistungen.

Der Ausbildende muss dem Auszubildenden mit Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses ein Zeugnis ausstellen. Es enthält folgende Mindestangaben:

  • Art,
  • Dauer,
  • Ziel der Berufsbildung,
  • die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse.

Das einfache Zeugnis gibt an, dass der Auszubildende in einem Betrieb ausgebildet wurde. Beginn und Ende der Ausbildungszeit sind datumsmäßig zu bezeichnen. Angegeben werden auch der gewählte Ausbildungsberuf und eine schwerpunktmäßige Darstellung der erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse unter Berücksichtigung des Ausbildungsganges.

Der Auszubildende kann verlangen, dass ihm ein qualifiziertes Zeugnis ausgestellt wird, dieser Anspruch ist unverzichtbar. Es enthält zusätzlich Angaben zu folgenden Punkten:

  • Führung,
  • Leistung,
  • besondere fachliche Fähigkeiten.

Beim Ausstellen von Zeugnissen sind folgende Rechtsgrundsätze zu beachten:

  • Klarheit - Der Leser muss einen genauen Überblick über den Ausbildungsgang gewinnen können.
  • Wahrheit - Das Zeugnis muss alle wesentlichen Tatsachen und bei einem qualifizierten Zeugnis auch Wertungen enthalten, die für die Gesamtbeurteilung des Auszubildenden von Bedeutung sind. Die Wortwahl darf nicht zu Irrtümern oder Mehrdeutigkeiten führen.
  • Wohlwollen - Um dem Arbeitnehmer sein weiteres Fortkommen nicht unnötig zu erschweren, muss das Zeugnis von verständigem Wohlwollen für den Auszubildenden getragen sein

1. Finden eines geeigneten Bewerbers für den Ausbildungsplatz

Es gibt mehrere Möglichkeiten Bewerber für eine Ausbildungsstelle zu gewinnen:

  • Registrierung der Ausbildungsstelle(n) in der IHK-Lehrstellenbörse und auf den Seiten unserer Fachkräftekampagne Durchstarten in M-V.
  • Werben Sie für Ihr Ausbildungsplatzangebot auf Ausbildungsmessen oder direkt in den Schulen. Termine erhalten Sie bei Ihren zuständigen Ausbildungsberatern.
  • Veröffentlichung der Ausbildungsstelle in den Medien und ggf. sozialen Netzwerken
  • Meldung der Ausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit (Nennen Sie der Agentur ein möglichst genaues Anforderungsprofil).
  • Veröffentlichung der Ausbildungsstellen auf weiteren überregionalen Lehrstellenbörsen

2. Abschluss des Berufsausbildungsvertrages

Der Berufsausbildungsvertrag muss spätestens vor Beginn der Berufsausbildung schriftlich niedergelegt werden. Er muss mindestens in zweifacher Ausfertigung vorliegen. Verwenden Sie hierzu bitte den von der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellten Vordruck. Der Vertrag ist vom Ausbildungsbetrieb und vom/von der Auszubildenden zu unterzeichnen. Bei minderjährigen Auszubildenden müssen zusätzlich dessen gesetzliche Vertreter unterschreiben. Bitte beachten Sie, dass für einige Ausbildungsberufe der Abschluss einer Zusatzvereinbarung notwendig ist. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihren zuständigen Ausbildungsberatern und auf unseren Seiten zu den IHK-Ausbildungsberufen.

Bei Abschluss des Vertrages sollten mit dem Auszubildenden (und gegebenenfalls seinen Eltern) die dort aufgeführten Bestimmungen, insbesondere die Rechte und Pflichten der beiden Vertragspartner, eingehend besprochen werden.

3. Erstuntersuchung

Bei Auszubildenden unter 18 Jahren muss dem Ausbildungsvertrag unbedingt die ärztliche Bescheinigung über die Erstuntersuchung (§ 32 Jugendarbeitsschutzgesetz) beigelegt werden. Die Erstuntersuchung ist für die Vertragspartner kostenlos. Untersuchungsberechtigungsscheine erhalten Sie im Einwohnermeldeamt. Erst nach der Erstuntersuchung kann die Eintragung des Berufsausbildungsvertrages in die Lehrlingsrolle erfolgen. Die Eintragung ist bei Ihrer zuständigen IHK zu beantragen.

4. Anmeldung zur Sozialversicherung

Der/Die Auszubildende unterliegt mit Beginn des Ausbildungsverhältnisses der Versicherungspflicht der Kranken-, Renten, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung. Die Anmeldung für die Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung muss binnen zwei Wochen durch den Ausbildenden bei der zuständigen Krankenkasse erfolgen. Die Meldung muss aber innerhalb von drei Tagen geschehen, falls der Auszubildende keinen Sozialversicherungsausweis vorlegt. Eine Sofortmeldung muss bei Auszubildenden erfolgen, die zur Mitführung des Sozialversicherungsausweises verpflichtet sind (zum Beispiel Auszubildende im Bau- oder Gastronomiebereich).

Der Unfallversicherungsschutz beginnt mit der Aufnahme der Berufsausbildung im Betrieb. Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung hat der Betrieb unabhängig von der Höhe der Ausbildungsvergütung allein aufzubringen. 

5. Lohnsteuerkarte, Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis

Bei Beginn der Berufsausbildung hat sich der Ausbildungsbetrieb die Lohnsteuerkarte des Auszubildenden vorlegen zu lassen. Die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und unter Umständen weitere Steuern sind monatlich an das Finanzamt abzuführen.

Bei ausländischen Auszubildenden – insbesondere aus Staaten, die nicht der EU angehören – muss der Ausbildungsbetrieb die gültige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis unbedingt anfordern, da sonst mit hohen Geldbußen zu rechnen ist!

6. Anmeldung bei der zuständigen Berufsschule

Die Anmeldung erfolgt in der Regel durch den Ausbildungsbetrieb. Die zuständige Berufsschule können Sie bei den zuständigen Ausbildungsberatern erfragen. 

7. Bereitstellung der Arbeitsmittel

Zu den Arbeitsmitteln zählen insbesondere Werkzeuge und Werkstoffe, die zur Berufsausbildung und zum Ablegen von Zwischen-, Gesellen- oder Abschlussprüfungen erforderlich sind. Der Ausbildungsbetrieb hat diese kostenlos zur Verfügung zu stellen, auch dann, wenn die Prüfung nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses stattfindet. Des Weiteren ist dem Auszubildenden das Berichtsheft kostenlos auszuhändigen. Die für den Berufsschulunterricht erforderlichen Lernmittel muss der Betrieb dagegen nicht zur Verfügung stellen beziehungsweise zahlen.

8. Belehrung über Unfallgefahren

Wer Jugendliche beschäftigt, hat diese vor Beginn der Beschäftigung über die Unfall- und Gesundheitsgefahren, denen sie bei ihrer Beschäftigung ausgesetzt sind, sowie über die Einrichtungen und Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefahren, zu belehren. Diese Unterweisungen sind mindestens halbjährlich zu wiederholen (§ 29 JArbSchG).

8. Ausbildungsvergütung

Der Ausbildungsbetrieb hat dem Lehrling eine angemessene Vergütung zu gewähren. Sie ist nach dem Lebensalter des Auszubildenden so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, aber mindestens jährlich, ansteigt. Tarifverträge sind anzuwenden, wenn sowohl der Ausbildungsbetrieb als auch der Auszubildenden Tarifvertragsparteien angehören oder bei Allgemeinverbindlichkeit des jeweiligen Tarifvertrages.

9. Aushang von Gesetzen

Für jugendliche Auszubildende unter 18 Jahren ist das Jugendarbeitsschutzgesetz im Betrieb auszuhängen. Im Übrigen können – auch für volljährige Auszubildende – unter weiteren Voraussetzungen andere Gesetze (zum Beispiel Arbeitszeitgesetz, Mutterschutzgesetz, Schwerbehindertengesetz) oder Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen auszuhändigen beziehungsweise auszulegen sein.

Werden im Ausbildungsbetrieb regelmäßig mindestens drei Jugendliche unter 18 Jahren beschäftigt, so ist zusätzlich ein Aushang über Beginn und Ende der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit und der Ruhepausen der Jugendlichen anzubringen.

Weitere Informationen zur Einstiegsqualifizierung (EQ) finden Sie auf unseren Seiten über diesen Link.

Der jugendliche Auszubildende (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres) ist verpflichtet, sich vor Beginn der Ausbildung gemäß § 32 Jugendarbeitsschutzgesetz untersuchen zu lassen und die Bescheinigung über die Erstuntersuchung dem Ausbildenden vorzulegen. 

Diese ärztliche Erstuntersuchung ist der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern mit dem Berufsausbildungsvertrag einzureichen, da sonst keine Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse erfolgen darf. Legt der Auszubildende nicht bis spätestens bei Aufnahme der Beschäftigung diese Bescheinigung vor, so muss der Arbeitgeber die Beschäftigung ablehnen.

Gemäß § 33 Jugendarbeitsschutzgesetz haben minderjährige Auszubildende dem Ausbildenden ein Jahr nach Beginn der Ausbildung die Bescheinigung über die erfolgte Nachuntersuchung vorzulegen. Soweit diese dem Ausbildenden nicht vorliegt, besteht Beschäftigungsverbot.

Bei Wechsel des Ausbildungsbetriebes hat gem. § 36 Jugendarbeitsschutzgesetz der minderjährige Auszubildende die Verpflichtung, dem Ausbildenden die Bescheinigungen über die Erst-/Nachuntersuchungen vorzulegen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihren zuständigen Ausbildungsberatern der IHK.

Wie überall im Leben, kann es auch in der Ausbildung zu Schwierigkeiten kommen. 

Wichtig ist es, diese zu lösen. Der Erfolg hängt oftmals davon ab, dass Auszubildende und Ausbilder Probleme schnell erkennen und nach Lösungsmöglichkeiten und Partnern suchen. Gern stehen Ihnen die zuständigen Ausbildungsberater als Ansprechpartner zur Verfügung. 

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) sind ein Förderinstrument der Bundesagentur für Arbeit. Sie helfen, schulische Defizite auszugleichen oder soziale Benachteiligungen zu überwinden. Ziel ist es, den erfolgreichen Berufsabschluss zu sichern. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit.

VerA (Initiative zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen) ist ein Angebot an Auszubildende, die in der Ausbildung auf Schwierigkeiten stoßen und mit dem Gedanken spielen, ihre Lehre abzubrechen. Auf Wunsch stellt der Senior Expert Service Jugendlichen berufs- und lebenserfahrene Senior Expertinnen und Experten zur Seite – Profis im Ruhestand, die auf ihre Aufgabe gezielt vorbereitet werden. Weitere Informationen und Ansprechpartner erhalten Sie über diesen Link.

Kündigung in der Probezeit

Während der Probezeit kann jede Vertragspartei den Ausbildungsvertrag jederzeit ohne Angaben von Gründen fristlos kündigen (§ 22 Abs. 1 BBiG). Die Probezeit muss mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen (§ 20 BBiG). 

Kündigung nach Ablauf der Probezeit

Nach der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis nur außerordentlich (fristlos) und bei Vorliegen eines wichtigen Grundes gekündigt werden (§ 22 Abs. 2 Nr. 1 BBiG), da die Erfüllung des Berufsausbildungszieles eine besonders starke Bindung der Vertragsparteien verlangt.

Eine ordentliche Kündigung des Ausbildungsverhältnisses (mit Festlegung einer Kündigungsfrist) ist nicht möglich, sie kann auch nicht wirksam vertraglich vereinbart werden.

Ein wichtiger Grund ist gegeben, wenn dem Kündigenden die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses bis zum Ablauf der Ausbildungszeit unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung des Interesses beider Vertragsparteien nicht länger zuzumuten ist.

Zu beachten ist: Je länger ein Ausbildungsverhältnis zeitlich besteht, umso strengere Anforderungen stellen in der Praxis die Arbeitsgerichte an das Vorliegen eines wichtigen Kündigungsgrundes. Je näher für die Auszubildenden die Abnahme der Abschlussprüfung zeitlich ansteht, desto schwieriger wird somit der einer rechtswirksamen Kündigung.

Kündigung mit und ohne vorausgegangener Abmahnung

Vor Ausspruch einer Kündigung wegen vertragswidrigen Verhaltens muss der Auszubildende in der Regel wiederholt abgemahnt werden.

Ausnahme: Nur bei schweren Verstößen (z. B. Unterschlagung, tätliche Auseinandersetzung) kann eine Kündigung direkt ohne vorherige Abmahnung ausgesprochen werden. Bei betriebsbedingten Kündigungen (z. B. Betriebsaufgabe) ist eine Abmahnung nicht notwendig.

Form einer Kündigung

Die Kündigung muss schriftlich und unter Angabe des wichtigen Kündigungsgrundes erfolgen (§ 22 Abs. 3 BBiG). Eine fehlende Begründung kann nicht nachgeschoben werden. Ein wichtiger Grund, auf den sich die Kündigung beruft, muss präzise bezeichnet werden, so dass der Empfänger eindeutig erkennen kann, um welche konkreten Vorfälle es sich handelt. Erforderlich sind hierbei Angaben über Zeit (Datum, Uhrzeit), Ort und Art des Vertragsverstoßes.

Kündigung durch Auszubildende, wenn diese die Ausbildung aufgeben wollen

Nach der Probezeit können Auszubildende das Ausbildungsverhältnis gemäß (§ 22 Abs. 2 Nr. 2 BBiG) mit einer Frist von 4 Wochen kündigen, wenn diese die Berufsausbildung insgesamt aufgeben oder eine Ausbildung in einem anderen Beruf aufnehmen möchten.

Schlichtungsmöglichkeiten vor und nach einer Kündigung

Tritt der Fall ein, dass die Vertragsparteien aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage sind, ihr Problem zu lösen, um zu der notwendigen Vertrauensbasis zurückzufinden, wenn der Streit eskaliert und es zu Abmahnungen oder sogar Kündigungen kommt, kann der Schlichtungsausschuss für Streitigkeiten aus Ausbildungsverhältnissen weiterhelfen.

Zuvor sollten jedoch die zuständigen Ausbildungsberater eingeschaltet werden, die Auskünfte erteilen oder aber auf Wunsch auch direkt in die Betriebe kommen. Häufig gelingt es den Beratern der IHK bereits bei ersten Gesprächen, die streitenden Parteien wieder zusammenzuführen, so dass eine gemeinsame Basis für die erfolgreiche Fortsetzung der Ausbildung gefunden wird.

Wenn ein Kündigungsempfänger gegen eine Kündigung juristisch vorgehen will, muss er zwingend (bei Einrichtung eines Schlichtungsausschusses zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten zwischen Ausbildenden und Auszubildenden im Sinne des § 111 Abs. 2 des Arbeitsgerichtsgesetzes), den Schlichtungsausschuss anrufen.

Bei der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern besteht ein entsprechender Schlichtungsausschuss. Verhandelt werden können nur Streitigkeiten aus bestehenden Berufsausbildungsverhältnissen. Ist zweifelhaft, ob das Berufsausbildungsverhältnis durch eine Kündigung aufgelöst wurde, befasst sich der Schlichtungsausschuss mit dieser Frage, weil im Schlichtungsverfahren erst die Rechtswirksamkeit dieser Kündigung geprüft wird. Die Verhandlung ist Prozessvoraussetzung für eine Klage vor dem Arbeitsgericht

Im Idealfall endet die Schlichtung mit einer Einigung zwischen Auszubildendem und Ausbildendem. 

Auszubildende müssen sich bemühen, die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, die erforderlich sind, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Der Auszubildende / die Auszubildende verpflichtet sich insbesondere:

1.    Lernpflicht

die ihm/ihr im Rahmen seiner/ihrer Berufsausbildung übertragenen Aufgaben sorgfältig auszuführen;

2.    Berufsschulunterricht, Prüfungen und sonstige Maßnahmen

am Berufsschulunterricht und an Prüfungen sowie an Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte teilzunehmen, für die er/sie nach § 3 Nr. 5, 11 und 12 freigestellt wird; sein/ihr Berufsschulzeugnis unverzüglich dem/der Ausbildenden zur Kenntnisnahme vorzulegen und istdamit einverstanden, dass sich Berufsschule, IHK und Ausbildungsbetrieb über seine/ihre Leistungen unterrichten;

3.    Weisungsgebundenheit

den Weisungen zu folgen, die ihm/ihr im Rahmen der Berufsausbildung vom/von der Ausbildenden, vom Ausbilder/von der Ausbilderin oder von anderen weisungsberechtigten Personen, soweit sie als weisungsberechtigt bekannt gemacht worden sind, erteilt werden;

4.    Betriebliche Ordnung

die für die Ausbildungsstätte geltende Ordnung zu beachten;

5.    Sorgfaltspflicht

Werkzeug, Maschinen und sonstige Einrichtungen pfleglich zu behandeln und sie nur zu den ihm/ihr übertragenen Arbeiten zu verwenden;

6.    Betriebsgeheimnisse

über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren;

7.    Führen eines schriftlichen Ausbildungsnachweises

einen vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweis ordnungsgemäß zu führen und regelmäßig dem/der Ausbilder/in sowie der Berufsschule vorzulegen;

8.    Benachrichtigung bei Fernbleiben

bei Fernbleiben von der betrieblichen Ausbildung, vom Berufsschulunterricht oder von sonstigen Ausbildungsveranstaltungen dem/der Ausbildenden unter Angabe von Gründen unverzüglich Nachricht zu geben und ihm/ihr Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage, muss der/die Auszubildende eine ärztliche Bescheinigung über die bestehende Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. Der/Die Ausbildende ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen;

9.    Ärztliche Untersuchungen

soweit auf ihn/sie die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes Anwendung finden, sich gemäß §§ 32 und 33 dieses Gesetzes ärztlich

a) vor Beginn der Ausbildung untersuchen zu lassen,

b) vor Ablauf des ersten Ausbildungsjahres nachuntersuchen zu lassen und die Bescheinigungen hierüber dem/der Ausbildenden vorzulegen.

10.  Benachrichtigung nach Ende der Abschlussprüfung

unverzüglich nach dem Ende der Abschlussprüfung den/die Ausbildende/n über das Ergebnis zu informieren und die „vorläufige Bescheinigung über das Prüfungsergebnis" der IHK bzw. das IHK-Abschlusszeugnis vorzulegen.

 

Der/Die Ausbildende verpflichtet sich:

1.    Ausbildungsziel

dafür zu sorgen, dass dem/der Auszubildenden die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden, die zum Erreichen des Ausbildungszieles nach der Ausbildungsordnung erforderlich sind, und die Berufsausbildung nach den Angaben zur sachlichen und zeitlichen Gliederung des Ausbildungsablaufs so durchzuführen, dass das Ausbildungsziel in der vorgesehenen Ausbildungszeit erreicht werden kann;

2.    Ausbilder/in

selbst auszubilden oder eine/n persönlich und fachlich geeignete/n Ausbilder/in ausdrücklich damit zu beauftragen und diese/n dem/der Auszubildenden schriftlich bekanntzugeben;

3.    Ausbildungsordnung

dem/der Auszubildenden vor Beginn der Ausbildung die Ausbildungsordnung kostenlos auszuhändigen;

4.    Ausbildungsmittel

dem/der Auszubildenden kostenlos die Ausbildungsmittel, insbesondere Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur zur Verfügung zu stellen, die für die Ausbildung in den betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildungsstätten und zum Ablegen von Zwischen- und Abschlussprüfungen, auch soweit solche nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses und in zeitlichem Zusammenhang damit stattfinden, erforderlich sind;

5.    Besuch der Berufsschule und von Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte

den/die Auszubildende/n zum Besuch der Berufsschule anzuhalten und freizustellen. Das gleiche gilt, wenn Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte vorgeschrieben oder nach Nr. 12 durchzuführen sind;

6.    Führen eines schriftlichen Ausbildungsnachweises

dem/der Auszubildenden vor Ausbildungsbeginn und später die schriftlichen Ausbildungsnachweise für die Berufsausbildung kostenfrei auszuhändigen (Muster unter Ausbildungsnachweis erhältlich) sowie die ordnungsgemäße Führung durch regelmäßiges Abzeichnen zu überwachen, soweit schriftliche Ausbildungsnachweise im Rahmen der Berufsausbildung verlangt werden;

7.    Ausbildungsbezogene Tätigkeiten

dem/der Auszubildenden nur Aufgaben zu übertragen, die dem Ausbildungszweck dienen und seinen/ihren körperlichen Kräften angemessen sind;

8.    Sorgepflicht

dafür zu sorgen, dass der/die Auszubildende charakterlich gefördert sowie sittlich und körperlich nicht gefährdet wird;

9.    Ärztliche Untersuchungen

von dem/der jugendlichen Auszubildenden sich Bescheinigungen gemäß §§ 32, 33 Jugendarbeitsschutzgesetz darüber vorlegen zu lassen, dass diese/r

a) vor der Aufnahme der Ausbildung untersucht und

b) vor Ablauf des ersten Ausbildungsjahres nachuntersucht worden ist;

10.  Eintragungsantrag

unverzüglich nach Abschluss des Berufsausbildungsvertrages die Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse bei der IHK zu beantragen. Eine Ausfertigung der Vertragsniederschrift ist beizufügen. Bei Auszubildenden unter 18 Jahren ist ferner eine Kopie oder Mehrfertigung der ärztlichen Bescheinigung über die Erstuntersuchung gemäß § 32 Jugendarbeitsschutzgesetz beizufügen. Entsprechendes gilt bei späteren Änderungen des wesentlichen Vertragsinhaltes;

11.  Anmeldung zu Prüfungen

den/die Auszubildende/n rechtzeitig zu den Zwischen- und Abschlussprüfungen anzumelden und für die Teilnahme freizustellen sowie der Anmeldung zur Zwischenprüfung bei Auszubildenden unter 18 Jahren eine Kopie oder Mehrfertigung der ärztlichen Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung gemäß § 33 Jugendarbeitsschutzgesetz beizufügen

Cleveres Köpfchen! - Ausbildung polnischer Jugendlicher

Główka pracuje! - Cleveres Köpfchen! ist ein Angebot der Arbeitsagentur an Unternehmen, die Bewerber aus Polen ausbilden möchten.

Ziel ist es, polnische Bewerber zu finden und sie so vorzubereiten, dass sie sich ab Ausbildungsbeginn im Wesentlichen nicht von Bewerbern aus Deutschland unterscheiden.

Das dieser Tage aktualisierte Handbuch vermittelt interessierten Ausbildungsbetrieben einen Überblick zu den folgenden Inhalten:

  • Schnelleinstieg - das Wichtigste auf einen Blick
  • Projektverlauf im Detail,
  • Formalitäten,
  • Netzwerkpartner.

Broschüre: Cleveres Köpfchen – Główka pracuje - Polnische Bewerber als Auszubildende in Deutschland

Wenn Sie als Ausbildungsbetrieb in diesem Projekt mitwirken wollen, so wenden Sie sich bitte direkt an den Teamleiter des Arbeitgeberservice Greifswald Mitte, Herrn Christian Justa:

Bundesagentur für Arbeit Agentur für Arbeit Pasewalk EURES-T,  
Löcknitzer Str. 10, 17309 Pasewalk
Telefon: 03973 202 209 oder 210; Telefax: 03973 202 496 229

E-Mail: Pasewalk.EURES(at)arbeitsagentur(dot)de
Internet: www.arbeitsagentur.de www.cleveres-köpfchen.de (deutsch – für Unternehmen)
www.glowka-pracuje.eu (polnisch – für polnische Bewerber)

Im Ausbildungsvertrag ist grundsätzlich eine Probezeit zu vereinbaren. Sie muss mindestens 1 Monat bzw. darf höchstens 4 Monate betragen. Nutzen Sie die Probezeit dafür, sich ein klares Urteil über Eignung und Neigung zu bilden. Gleiches gilt auch für den Auszubildenden.

  • Zu beachten: In der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis von beiden Vertragsparteien ohne Angabe von Gründen gelöst werden.
  • Tipp: Beobachten Sie während der Probezeit daher ihren Auszubildenden genau, um festzustellen, ob eine ausreichende Eignung des Auszubildenden vorliegt.

Eine Verlängerung der Probezeit ist nur im Ausnahmefall möglich. Das Bundesarbeitsgericht hat hierzu folgende Definition als zulässig erklärt: „Wird die Ausbildung während der Probezeit um mehr als ein Drittel dieser Zeit unterbrochen, so verlängert sich die Probezeit um den Zeitraum der Unterbrechung.“ Bei kurzfristigen Unterbrechungen kommt damit eine Verlängerung der Probezeit ausdrücklich nicht in Frage. Eine automatische Verlängerung um die Dauer der Unterbrechung, gleich aus welchem Grund, tritt nicht ein. 

Sprechen Sie mit Ihren zuständigen Ausbildungsberatern der IHK und setzen Sie sie schriftlich davon in Kenntnis. 

Mitunter lässt sich Streit in einem Ausbildungsverhältnis nicht vermeiden. 

Bei der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern besteht gemäß § 111 Abs. 2 des Arbeitsgerichtsgesetzes ein Ausschuss zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Ausbildenden und Auszubildenden. 

Tritt der Fall ein, dass die Vertragsparteien aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage sind, das Problem zu lösen, um zu der notwendigen Vertrauensbasis zurückzufinden, kann der Schlichtungsausschuss zur Beilegung von Streitigkeiten aus Ausbildungsverhältnissen weiterhelfen.

Zuvor sollten jedoch die Ausbildungsberater eingeschaltet werden, die Auskünfte erteilen oder aber auf Wunsch auch direkt in die Betriebe kommen. Häufig gelingt es den Beratern der IHK bereits bei ersten gemeinsamen Gesprächen, die streitenden Parteien wieder zusammenzuführen, so dass eine gemeinsame Basis für die erfolgreiche Fortsetzung der Ausbildung gefunden wird.

Der eventuell spätere Weg zum Arbeitsgericht führt jedoch zunächst über den Schlichtungsausschuss der Industrie- und Handelskammer. Der Schlichtungsausschuss kann nur Streitigkeiten aus bestehenden Berufsausbildungsverhältnissen verhandeln. Weitere Informationen erhalten Sie über diesen Link.

Die Teilzeitberufsausbildung gem. § 8 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz ist für Ausbildungsbetriebe und Auszubildende ein mögliches Modell, die Ausbildung auf die individuellen Lebenssituation von Auszubildenden und die betrieblichen Belange abzustimmen. Hiermit wird Auszubildenden, die z. B. aufgrund der Betreuung pflegebedürftiger Familienangehöriger, einer Elternschaft oder weiteren Gründen eine Vollzeit-Ausbildung nicht absolvieren können. Für Menschen mit Behinderung, für die eine ganztägige Ausbildung eine übermäßige Belastung darstellt, ist eine Teilzeitausbildung ein Angebot.

Es sind verschiedene Ausbildungsmodelle möglich:

1. Die Ausbildung wird über die Dauer der regulären Ausbildungszeit durchgeführt, jedoch mit verkürzter Arbeitszeit. In der Regel kann die Arbeitszeit bis auf 6 Stunden täglich oder 30 Stunden wöchentlich gekürzt werden. Dieses kommt einer verkürzten Ausbildung gleich, bei der die Inhalte der Berufsausbildung in kürzerer Zeit vermittelt werden müssen. Eine Reduzierung der Berufschulzeiten ist nicht vorgesehen.

2. Die Ausbildungszeit wird von Anfang an um ein Jahr verlängert. Bei verkürzter Arbeitszeit ist es somit möglich, die Inhalte des Berufes in vollem Umfang zu vermitteln. Auch hier ist eine Reduzierung der Berufschulzeiten nicht vorgesehen.

Weitere Informationen zur Umsetzung der Teilzeitberufsausbildung erhalten Sie bei Ihren zuständigen Ausbildungsberatern.

Die berufliche Umschulung soll zu einer anderen Tätigkeit befähigen. Zu Anforderungen, Struktur und Inhalten von Umschulungen wenden Sie sich bitte an Ihre Ausbildungsberater.

 

Erstellen und Bearbeiten von Umschulungsverträgen am PC

Hinterlegen Sie die relevanten Daten lediglich auf der ersten und zweiten Seite (Antrag auf Eintragung des Berufsausbildungsverhältnisses). Alle weiteren Seiten werden automatisch generiert.

Drucken Sie das Formular vollständig aus. Sie erhalten sechs Blätter, bestehend aus zwei Blättern mit dem Antrag auf Eintragung und vier Blättern mit zwei Verträgen. Sofern Ihr Drucker zweiseitigen Druck ermöglicht, können Sie das einstellen. Sie erhalten somit drei Blätter mit Vorder- und Rückseite. Falls Sie für Dritte eine weitere Vertragsausfertigung benötigen, drucken Sie Seite fünf und sechs noch einmal.

Versehen Sie alle Seiten mit den entsprechenden Unterschriften und Stempeln und senden Sie uns den Antrag auf Eintragung des Berufsausbildungsverhältnisses zusammen mit allen Vertragsausfertigungen auf dem Postwege zu. Nach Prüfung und Eintragung erhalten Sie die Umschulungsverträge gesiegelt zurück.

Umschulungsvertrag

Die Dauer des Urlaubs muss in der Niederschrift des Berufsausbildungsvertrages festgelegt werden. Sie müssen die Dauer für die einzelnen Kalenderjahre konkret angeben. Für Jugendliche gelten die Bestimmungen des Jugendarbeitschutzgesetzes, für Erwachsene gilt das Bundesurlaubsgesetz, bei Tarifverträgen sind die jeweiligen tarifvertraglichen Regelungen maßgebend.

Bei der Berechnung des Urlaubs kommt es auf das Alter des Auszubildenden zu Beginn des Kalenderjahres an. Jugendliche unter 16 haben 30 Werktage, Jugendliche unter 17 Jahren 27 und Jugendliche unter 18 Jahren 25 Werktage Mindesturlaub im Jahr. Hat der Auszubildende am 1. Januar des in Frage kommenden Jahres das 18. Lebensjahr vollendet, gilt das Bundesurlaubsgesetz mit einem Mindesturlaub von 24 Werktagen.

Der Urlaub wird erstmalig in vollem Umfang nach einer Beschäftigung von 6 Monaten (Wartezeit) fällig. Wird die Wartezeit im Kalenderjahr nicht mehr erfüllt oder scheidet der Auszubildende vor erfüllter Wartezeit oder nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte des Kalenderjahres aus, so ist für jeden vollen Kalendermonat ein Zwölftel des Jahresurlaubs zu gewähren. Beim Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte steht ihm der volle Jahresurlaub zu. Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Urlaubstag ergeben sind auf volle Tage zu runden.

Die Angaben im Jugendarbeitsschutzgesetz oder Bundesurlaubsgesetz erfolgen nur in Werktagen. In Tarifverträgen finden sich oft Regelungen in Arbeitstagen. Wird gesetzlicher Urlaub aufgrund des Jugendarbeitschutzgesetzes oder Bundesurlaubgesetzes gewährt und gilt für den Jugendlichen eine fünf Tagewoche, so ist aus Gründen der Eindeutigkeit der Urlaubsdauer der Urlaubsanspruch in Arbeitstagen anzugeben.

Merkblatt "Urlaubsanspruch"

Für einige IHK-Berufe gibt es gemäß der entsprechenden Ausbildungsverordnungen Wahlqualifikationseinheiten, die zusammen mit dem Ausbildungsvertrag vereinbart werden müssen.

Auf der Seite Ausbildungsberufe stellen wir Ihnen aktuelle Formulare zu den Wahlqualifikationseinheiten zur Verfügung, die Sie jeweils als Zusatzvereinbarung zusammen mit dem Ausbildungsvertrag abschließen.

Bitte reichen Sie das ausgefüllte Formular zusammen mit dem Antrag auf Eintragung des Ausbildungsverhältnisses bei der IHK ein. 

Für besonders leistungsstarke Auszubildende gibt es Zusatzqualifikationen, die bereits während der Ausbildung erworben werden können. Hinweise finden Sie in unserer Übersicht zu den IHK-Ausbildungsberufen