Handel

Der Handel stellt in Deutschland einen wichtigen Wirtschaftszweig dar, dessen Bedeutung und Funktion häufig unterschätzt wird. Allein bei den IHKs sind gut eine Million Handelsunternehmen gemeldet – das sind rund ein Viertel aller gewerblichen Betriebe.

In der Branche sind Handelsvermittler, Groß- und Außenhandelsunternehmen sowie Einzelhändler tätig. Sie alle üben wichtige Funktionen im Wirtschaftsleben aus:

Großhandel und Handelsvermittler sind das Bindeglied zwischen den Wirtschaftsstufen Industrie, Handwerk und Einzelhandel. Abnehmer sind Einzelhandelsbetriebe, Gastgewerbe, nachgelagerte, regionale Großhändler oder weiterverarbeitende gewerbliche und industrielle Unternehmen. Der Großhandel setzt 1,1 Billionen Euro um und bietet Arbeitsplätze für 1,9 Millionen Menschen.

Der Außenhandel ist der Großhandel auf internationaler Ebene. Für die Industrie erschließt er weltweite Absatzmöglichkeiten. Die Verbraucher versorgt er mit Importgütern aus aller Welt. Im Außenhandel wurden im Jahr 2013 Waren im Wert von fast 1,1 Billionen Euro exportiert und im Wert von 896 Milliarden Euro importiert.

Der Einzelhandel verkauft Güter und Dienstleistungen an den Endverbraucher. Darüber hinaus ist der Einzelhandel ein wichtiger Faktor für die Attraktivität von Wirtschaftsstandorten: Innenstädte und Stadtquartiere werden vom Handel belebt.

In ländlichen Regionen ist der Handel für die Grundversorgung der Bevölkerung und als Kommunikationsplattform erforderlich.

Sowohl in der Handelspolitik als auch in den Bereichen Planung und der Betreuung ist die IHK für den Handel aktiv. Sie unterstützt ihre Unternehmen in Stellungnahmen und äußert sich zu Gesetzesvorlagen. Die IHK setzt sich für die Revitalisierung der Innenstädte als historische Einzelhandelsstandorte ein. In Stadtteilen oder ländlichen Gebieten sichert der Einzelhandel Nahversorgung und Kommunikation. In den deutschen Einzelhandelsbetrieben arbeiten 3,5 Millionen Menschen; jährlich werden ungefähr 560 Milliarden Euro umgesetzt.