Energieberatung

Neues Faktenpapier Wasserstoff veröffentlicht

Ob als Raketentreibstoff, Prozessgas in der Kraftstoffherstellung oder als Grundelement in Düngemitteln - Wasserstoff hat bereits heute viele Einsatzbereiche. Im Energiesystem stellt Wasserstoff bisher dennoch eine eher untergeordnete Rolle dar. Das soll sich mit der Nationalen Wasserstoffstrategie ändern. Mit dem neuen Faktenpapier soll mehr Licht in die Diskussion um Wasserstoff(-Technologien) gebracht werden. In dem Faktenpapier beschreibt der DIHK die Kosten, Einsatzmöglichkeiten, Herstellungsarten sowie Chancen, aber auch Hemmnisse, beim Einsatz und der Herstellung von Wasserstoff. Außerdem wird ein Blick auf die Strategien anderer Länder geworfen, nachdem die Bundesregierung zwischenzeitlich die Nationale Wasserstoffstrategie veröffentlicht hat. 

Das Faktenpapier steht Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung. 

Da sich der Wissensstand laufend ändert, wird das Dokument kontinuierlich weiterentwickelt. Obwohl die Informationen zu diesem Papier sorgfältig recherchiert wurden, kann für die inhaltliche Richtigkeit vom DIHK keine Haftung übernommen werden. (Stand: Juni 2020)

Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) - Merkblatt und CO2-Rechner

Im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung wurde das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) mit einer CO2-Bepreisung für fossile Brennstoffe wie Erdgas und Diesel beschlossen. Sie beginnt 2021 mit einem Preis von 25 Euro je Tonne CO2. Dieser Preis wird bis 2025 jährlich erhöht. Der eigentliche Emissionshandel beginnt 2026 mit einem Preiskorridor von 55-65 Euro pro Tonne CO2. Parallel zur Einführung der CO2-Bepreisung soll eine Reduzierung der EEG-Umlage erfolgen, diese ist aber gesetzlich noch nicht umgesetzt. Wie sich das Vorhaben in den kommenden Jahren auf die Energiekosten Ihres Unternehmens auswirkt, können Sie mit dem neuen CO2-Preisrechner der IHK-Organisation abschätzen.

Sie finden den Rechner hier.

Über die geplante Ausgestaltung des Brennstoffemissionshandels informiert ein Merkblatt des DIHK, welches ihnen im Downloadbereich zur Verfügung steht. Es erläutert unter anderem, wer Zertifikate kaufen muss, welche Brennstoffe unter den Zertifikatehandel fallen und wie das Verhältnis zum bereits bestehenden Europäischen Emissionshandel ist. Viele Details zur Ausgestaltung werden erst im Laufe der kommenden Monate beschlossen, daher wird das Merkblatt regelmäßig aktualisiert werden.

Markstammdatenregister gestartet

Nach mehreren Verschiebungen war es soweit: Das Marktstammdatenregister startete zum 31. Januar 2019. Für alle bereits bestehenden Lieferanten, Anlagen- und Speicherbetreiber gelten Übergangsvorschriften. Schnell registrieren müssen sich hingegen Akteure, die neue Anlagen in Betrieb nehmen und für die somit zum ersten Mal eine Registrierungspflicht greift.
Um das Register zum Start nicht zu überlasten, ist es ratsam, dass alle Registrierungen (Be-standsanlagen), die zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig sind, erstmal aufgeschoben werden.

Das Marktstammdatenregister finden Sie hier.

Das Marktstammdatenregister (MaStR) ist eine Onlineplattform und soll ein umfassendes behördliches Register des Strom- und Gasmarktes werden, das von Behörden und den Marktakteuren des Energiebereichs (Strom und Gas) genutzt werden kann. Verantwortlich für das Betreiben der Plattform ist die Bundesnetzagentur. 

Mit dem Aufbau der neuen Plattform werden folgende Ziele verfolgt: 

  • Vereinfachung von behördlichen und privatwirtschaftlichen Meldungen
  • Reduzierung der Zahl der Register, in denen Akteure und Anlagen gemeldet werden müssen. Das Anlagenregister für EE-Anlagen, die ab August 2014 in Betrieb gegangen sind, sowie das PV-Meldeportal, bei dem Betreiber ihre Solaranlagen melden müssen, werden durch das neue Register ersetzt.
  • Steigerung der Datenqualität und der Transparenz. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten im MaStR trägt jeweils der Dateninhaber selbst die Verantwortung. Die Daten sind vom Dateninhaber einzutragen und jederzeit aktuell zu halten.

Wer muss welche Daten registrieren?

Zu registrieren sind alle Strom- und Gaserzeugungsanlagen, die mit dem Strom- oder Gasnetz direkt oder indirekt verknüpft sind oder sein können; Energieverbrauchsanlagen sind nur dann im MaStR zu registrieren, wenn sie an ein Stromhöchst- oder -hochspannungsnetz bzw. an ein Gasfernleitungsnetz angeschlossen sind. Zudem sind alle Akteure des Strom- und Gasmarktes zu registrieren; dies gilt auch für Letztverbraucher, deren Verbrauchsanlage an ein Höchst- oder Hochspannungsnetz oder an ein Fernleitungsnetz angeschlossen ist.

Registrierung als Voraussetzung für Marktprämien

Außerdem ist die Registrierung von EEG- und geförderten KWK-Anlagen Voraussetzung dafür, dass Marktprämien, Einspeisevergütungen und Flexibilitätsprämien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie Zuschlagszahlungen und sonstige finanzielle Förderungen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz gezahlt werden.

Ins MaStR können ausschließlich Stammdaten eingetragen werden: u.a. Standorte, Kontaktinformationen, technische Anlagendaten, Unternehmensform, technische Zuordnung, Geodaten. Bewegungsdaten, die energiewirtschaftlichen Aktivitäten abbilden und betreffen, können im MaStR nicht eingetragen werden.

Geschlossene Verteilnetze

Im Marktstammdatenregister müssen sich alle Netzbetreiber registrieren - das gilt nach §3 Nr. 5 auch für die Betreiber geschlossener Verteilnetze. Die Bundesnetzagentur wird eine Vorregistrierung vornehmen und mit den Netzbetreibern Kontakt aufnehmen. Sollten Unternehmen ein geschlossenes Verteilnetz betreiben und nicht im Laufe des Monats Mai von der Bundesnetzagentur kontaktiert werden, empfiehlt der DIHK mit dem Marktstammdatenregister Kontakt aufzunehmen (mastr(at)BNetzA(dot)DE). Die vollständige und abschließende Registrierung endet am 1. Juli mit dem offiziellen Start des Registers.

Bestandsanlagen

Die Betreiber der Bestandsanlagen werden verpflichtet sein, sich selbst als Marktakteur im MaStR neu zu registrieren, ihre Bestandsanlagen im MaStR-Datenbestand zu suchen und die die Daten zu ergänzen bzw. zu korrigieren. Sie müssen abschließend die Datenverantwortung übernehmen.
Für die Erfüllung dieser Pflichten wird eine Übergangsfrist von zwei Jahren bis zum 31. Januar 2021 eingeräumt.

Bitte beachten Sie, dass bereits zwischen 1. Juli 2017 und 31. Januar 2019 registrierte EEG- und KWK-Anlagen in Betrieb zwar als registriert gelten, fehlende Daten jedoch im Webportal nachgetragen werden müssen. Hierzu ist eine Anmeldung auf www.marktstammdatenregister.de und eine erneute Eintragung aller Betreiber- und Anlagendaten notwendig!

DIHK-Merkblatt zum Marktstammdatenregister

Zahlreiche Informationen rund um das Marktstammdatenregister und die neuen Registrierungspflichten finden Sie im DIHK-Merkblatt, welches Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung steht.

Detaillierte Informationen zum Marktstammdatenregister, samt Rechtsgrundlagen und Gesamtkonzept stehen Ihnen auch auf der Homepage der Bundesnetzagentur zur Verfügung.

Der IHK-Strompreis-Umlagen-Rechner im Internet ist aktualisiert worden. Damit können Unternehmen und private Verbraucher selbst errechnen, wie viel sie 2020 für die Umlagen für Erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung, Offshore-Haftung, abschaltbare Lasten und atypische Netznutzung zahlen müssen. Insgesamt sind die Umlagen um 0,352 Cent/kWh gestiegen.

Ein Unternehmen mit einem jährlichen Stromverbrauch von 500 Megawattstunden zahlt bspw. 2020 allein für die Umlagen knapp 39.000 Euro, gut 4,7 Prozent mehr als 2019. In Unternehmen, die keinerlei Ermäßigungen in Anspruch nehmen können, machen die Umlagen mehr als 40 Prozent des Strompreises aus. Private Haushalte zahlen fast 30 Prozent ihres Brutto-Strompreises für Umlagen. 

Für die Berechnung der eigenen Belastung muss nur der Jahresstromverbrauch in den IHK-Rechner eingegeben werden. Mit der Eingabe des Stromkostenanteils am Umsatz können Unternehmen des produzierenden Gewerbes prüfen, ob Ermäßigungen möglich sind und wie hoch diese ausfallen. Der aktualisierte Strompreis-Umlagen-Rechner, den die Kollegen der IHK Lippe zu Detmold entwickelt haben, berücksichtigt die Fallgestaltungen der Besonderen Ausgleichsregelung des aktuellen Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG). Für die korrekte Berechnung ist die Eingabe der Stromkostenintensität und in Einzelfällen der Bruttowertschöpfung erforderlich.

 

Zum IHK-Strompreis-Umlagen-Rechner gelangen Sie hier.

Energie- und Stromsteuer: aktualisiertes IHK-Merkblatt für 2020

Zum Jahreswechsel 2019/20 wurde das Merkblatt zur Energie- und Stromsteuer aktualisiert. Das Merkblatt enthält zahlreiche nützlich Informationen rund um das Thema Energiesteuern und direkte Links zur Zollverwaltung und zum BAFA. Das Merkblatt (Quelle: IHK Lippe zu Detmold / DIHK; Ergänzung durch IHK Neubrandenburg; Stand: Dezember 2019) finden Sie im Downloadbereich.

 

Energie- und Stromsteuer: Berechnungstool 

Neben dem IHK-Merkblatt steht auch ein Berechnungstool zur Energie- und Stromsteuer zur Verfügung. Das von der IHK Lippe zu Detmold erarbeitete Tool stellt Ihnen Excel-Tabellenblätter für das Antragsjahr 2019/2020 zur Verfügung.

Das Berechnungstool wurde von der IHK Lippe zu Detmold bereits kurz nach der Einführung der ökologischen Steuerreform entwickelt und wird seitdem an die Rechtslage angepasst. Das Excel-Berechnungstool berechnet die möglichen Erstattungsansprüche nach den §§ 51 bis 55 Energiesteuergesetz bzw. §§ 9 bis 10 Stromsteuergesetz und umfasst die aktuelle Rechtslage.  

Hier gelangen Sie zum Berechnungstool der IHK Lippe zu Detmold.

Zum Jahresbeginn 2020 wurde das Faktenpapier Stromhandel und Strombeschaffung aktualisiert. Das Faktenpapier wurde gemeinsam vom DIHK und Efet Deutschland (Verband Deutscher Energiehändler e.V.) erarbeitet und bietet einen Überblick rund um die Themenfelder Stromhandel und Strombeschaffung. Zudem werden bestehende Herausforderungen aufgegriffen und entsprechende Hinweise gegeben. Das Papier steht Ihnen zum Download zur Verfügung.

 

Unternehmen, die laut Definition der EU nicht als „klein“ oder „mittelgroß“ (KMU) gelten und weder ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 noch ein Umweltmanagementsystem nach EMAS vorhalten, müssen bis zum 5. Dezember 2015 ein Energieaudit durchgeführt haben. Es muss dann mindestens alle vier Jahre wiederholt werden. Die Verpflichtung ergibt sich aus der Novelle des Energiedienstleistungs-Gesetzes als nationale Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie.

Wer ist betroffen?

Jedes Unternehmen sollte für sich prüfen, ob die KMU-Kriterien tatsächlich zutreffen. „KMU“ steht für „kleine und mittlere Unternehmen“. Laut EU-Begriffsbestimmung sind für die Einstufung zwei Faktoren ausschlaggebend: die Zahl der Mitarbeiter sowie der Umsatz oder die Bilanzsumme. Als „groß“ gelten Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sowie einem Umsatz von mehr als 50 Mio. oder einer Bilanzsumme von 43 Mio. Euro. Keine „KMU“ sind unabhängig von Größe und Umsatz definitionsgemäß auch alle Unternehmen, deren Kapital zu 25 Prozent oder mehr von der öffentlichen Hand gehalten wird.

Das produzierende Gewerbe war bisher im Rahmen der Vergünstigungen bei Energie- und Stromsteuer und der EEG-Umlage ohnehin in der Pflicht. Das neue Gesetz betrifft nun auch Handel, Banken, Versicherungen, Kliniken und insbesondere Unternehmensbeteiligungen sowie verbundene Unternehmen.

Wichtig!: Die individuelle Bewertung als KMU oder Nicht-KMU obliegt dem Unternehmen selbst. Über die konkrete Einordnung als eigenständiges Unternehmen, als Partnerunternehmen oder als verbundenes Unternehmen und die damit verbundenen Berechnungsverfahren für die Schwellenwertbestimmung gibt ein Benutzerhandbuch der EU zur KMU-Definition Auskunft.

Was ist ein Energieaudit?

Das Gesetz schreibt vor, dass ein Energieaudit gemäß den Vorgaben der DIN EN 16247-1 (Ausgabe Oktober 2012) aufzubauen ist. Laut dieser Norm bezieht sich ein Energieaudit immer auf eine systematische Inspektion und Analyse des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs einer Anlage, eines Gebäudes, eines Systems oder einer Organisation. Ziel ist es, die Energieflüsse und das Potenzial für Energieeffizienzverbesserungen zu identifizieren und darüber zu berichten. Details erläutert ein Merkblatt des zuständigen Bundesamts für Ausfuhr (BAFA).

Wer kann ein Energieaudit durchführen?

Das BAFA hat eine Energieauditoren-Liste veröffentlicht. Diese Liste steht Ihnen hier zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass die Liste ständig erweitert wird.

Weiterhin gibt es ein Merkblatt zur Eintragung in dieseListe.

Die Zulassung als Energieauditor wird im EDL-G § 8b definiert:

Das Energieaudit ist von einer Person durchzuführen, die aufgrund ihrer Ausbildung oder beruflichen Qualifizierung und praktischen Erfahrung über die erforderliche Fachkunde zur ordnungsgemäßen Durchführung eines Energieaudits verfügt. Die Fachkunde erfordert:

1. Eine einschlägige Ausbildung, nachgewiesen durch

a) den Abschluss eines Hochschul- oder Fachhochschulstudiums in einer einschlägigen Fachrichtung

oder

b) eine berufliche Qualifikation zum staatlich geprüften Techniker oder zur staatlich geprüften Technikerin in einer einschlägigen Fachrichtung oder einen Meisterabschluss oder gleichwertigen Weiterbildungsabschluss.

2. Eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit, bei der praxisbezogene Kenntnisse über die betriebliche Energieberatung erworben wurden.

Merkblatt des BAFA beachten!

Das BAFA wurde mit der stichprobenhaften Überprüfung der Energieaudits sowie der Bereitstellung einer öffentlichen Liste von Personen, die über die erforderliche Qualifikation verfügen, um ein Energieaudit im Sinne von § 8 des ​EDL-G durchzuführen, beauftragt. Informationen und Kontaktmöglichkeiten zum BAFA finden Sie hier.

Das BAFA hat zum Thema Energieaudits auch ein Merkblatt veröffentlicht, das vertiefte Informationen und Hinweise beinhaltet.

EnergieManager (IHK)

Die Energiekosten steigen kontinuierlich, schlagen direkt auf den Produktpreis durch und entscheiden zunehmend über Gewinne und Verluste. Die aktuellen Entwicklungen in der Energiewirtschaft wie z. B. Einführung des Emissionshandels und Liberalisierung der Märkte verschärfen die Lage und zwingen zu Einsparungen.

Die IHK-Organisation reagiert mit dem neuen Weiterbildungsangebot auf diese Entwicklungen. Das Praxistraining qualifiziert und profiliert Fach- und Führungskräfte zum EnergieManager (IHK). Als fachlich versierte Experten für effiziente Energietechnik und betriebliches Energiemanagement sind die EnergieManager (IHK) unverzichtbare Leistungsträger für die Optimierung wettbewerbsfähiger Energiekosten.

Das berufsbegleitende Blended-Learning-Konzept im Umfang von 240 Stunden gliedert sich in 160 Präsenzstunden und 80 Selbstlernstunden über Projektarbeit und internetgestützte Medien. Über ein Internet-Forum werden die Teilnehmer während des IHK-Lehrganges spezifisch betreut und darüber hinaus für die persönliche Karriereentwicklung immer fachlich up-to-date gehalten.

Der Lehrplan umfasst Effizienztechnologien wie Heiz- und Prozesswärme, Kraft-Wärme-Kopplung, Klima- und Kältetechnik, Druckluft und Beleuchtung ebenso wie regenerative Energien (Solar und Biomasse) und Themen des Energiemanagements (Energiedatenmanagementsysteme, Energieeinkauf und -handel, Emissionshandel, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Contracting). Die Teilnehmer nutzen neue computergestützte Selbstlerntools (passwortgeschütztes EnergieManager-Forum im Internet) und können sich damit spezielle Themen im Selbststudium erarbeiten.

Der erfolgreiche Teilnehmer erhält die begehrten Zertifikate „EnergieManager (IHK)" und „European EnergyManager" in Deutsch und Englisch. Weitere Informationen zum Energiemanager erhatlten Sie hier.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit nur einen Schulungsanbieter:  

Leea Akademie
im Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern
Am Kiefernwald 1
17235 Neustrelitz

Ansprechpartner: Cordula Neumann
Tel. 03981 4490-105
Fax: 03981 4490-199
akademie@leea-mv.de

Informationen zum Lehrgangsangebot Sie hier.

Seit dem 1. Januar 2015 läuft das Förderprogramm "Energieberatung im Mittelstand" (EBM) mit neuer Struktur beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Nähere Informationen zum Programm, eine Berater-Datenbank sowie Merkblätter und Antragsformulare stehen Ihnen auf den Internetseiten des BAFA zur Verfügung.

Der Emissionshandel ist im Treibhausgasemissionshandelsgesetz (TEHG) in deutsches Gesetz überführt worden. Daneben gelten zahlreiche Verordnungen. Diese Rechtsgrundlagen sowie alle wichtigen Informationen zur Antragstellung, Zuteilung und den Sachverständigen sind auf den Internetseiten der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) beim Umweltbundesamt zusammengestellt.

Dem Emissionshandel unterliegen danach große Energieanlagen und bestimmte Industrieanlagen (siehe Anhang 1 des TEHG). Die Teilnehmer des Emissionshandels legen einmal jährlich einen Emissionsbericht vor. Die Angaben der Anlagenbetreiber in den Zuteilungsanträgen sowie in den Emissionsberichten müssen durch sachverständige Stellen geprüft und bestätigt werden. Eine Liste der für diese Aufgaben zugelassenen Sachverständigen findet sich auf den Internetseiten der DEHSt.

Carbon Leakage:

Emissionszertifikate werden überwiegend versteigert. Ausnahmen bestehen für bestimmte Industrieunternehmen, die den in der sogenannten Carbon-Leakage-Liste der Europäischen Kommission aufgeführten Branchen zugehören.

Faktenpapier überarbeitet:

Das vorliegende Faktenpapier enthält umfangreiches Zahlenmaterial zum Emissionshandel: So werden im dritten Handelszeitraum von 2013 bis 2020 europaweit etwa 8,2 Milliarden Zertifikate versteigert. Daraus ergeben sich beim derzeitigen Preis von 5 Euro je Tonne Ersteigerungserlöse von etwa 41 Milliarden Euro. Diese fließen fast ausschließlich in die öffentlichen Haushalte der Mitgliedstaaten. Diese hatten in der Vergangenheit jedoch mit deutlich höheren Preisen gerechnet und u.a. Klimaschutzprojekte initiiert, die von diesen Geldern finanziert werden sollten.

Die Politik überlegt jetzt, wie die Preise wieder erhöht werden könnten. Mit den Beschlüssen zum Backloading hat die EU zuletzt erstmals grundlegend in eine laufende Handelsperiode eingegriffen. Nun ist eine Strukturreform geplant und die Einführung einer Marktstabilitätsreserve vorgesehen.

Fest steht: Das Klimaschutzziel wird von den am Emissionshandel beteiligten Unternehmen immer erreicht, da die Menge der CO2-Emissionen durch eine EU-weite Obergrenze festgelegt wird.

Warum das so ist, wie der Emissionshandel ausgestaltet ist und welche Überlegungen die Politik genau hat, zeigt das Faktenpapier, welches Ihnen unter den Downloads zur Verfügung steht.

Mit In-Kraft-Treten der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) wurde die stufenweise Einführung von Gebäudeenergieausweisen zur Pflicht. Wichtige Hinweise zum Ausweis, den Fristen sowie zu möglichen Ausstellern finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie auch bei der Deutschen Energieagentur (dena).