Dienstleistungen

Der Dienstleistungssektor vereinigt in Deutschland mittlerweile 70 Prozent der Bruttowertschöpfung und mehr als 68 Prozent der Arbeitsplätze auf sich.

Seit Jahren vollziehen sich in Deutschland wie auch in anderen Industrienationen weitreichende Strukturveränderungen, die durch einen zunehmenden Anteil des tertiären Sektors am Bruttoinlandsprodukt gekennzeichnet sind. Dienstleistungen machen mittlerweile circa 70 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland aus, mehr als 68 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten im Dienstleistungssektor. Auch innerhalb des Dienstleistungssektors sind strukturelle Veränderungen auszumachen. So ist die Bedeutung unternehmensnaher Dienstleistungen gestiegen.

In den letzten zehn Jahren nahm die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich bundesweit um 77 Prozent oder 1,9 Millionen zu, bei einem jährlichen Arbeitsplatzzuwachs von durchschnittlich 6,5 Prozent. Damit zählt der Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen zu dem am stärksten wachsenden Teil des tertiären Sektors. Darüber hinaus sind in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Dienstleistungsbereiche wie etwa Dienste rund um die Telekommunikation oder die IT-Wirtschaft entstanden, die strukturelle Änderungen dieses Sektors bewirkten.

Damit rückt der in seiner volkswirtschaftlichen Bedeutung wachsende Sektor stärker in das Blickfeld der IHK-Arbeit. Denn 87 Prozent der IHK-Mitgliedsunternehmen sind – den Handel mit einbezogen – Dienstleister. Darunter sind 30 Prozent unternehmensbezogene „sonstige“ Dienstleister. Die IHKs kommen der steigenden Bedeutung mit intensiverer Betreuung und Interessenvertretung für Dienstleistungsunternehmen ihrer Aufgabe nach.