Übriges Europa

Neben dem Binnenhandel in der Europäischen Union floriert auch der Außenhandel mit Staaten, die nicht der EU angehören. Hierzu zählen insbesondere die Russische Föderation sowie Norwegen und die Schweiz.

Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern informiert Sie auf diesen Seiten über wirtschaftsrelevante Entwicklungen und Neuerungen von handelspolitischer Bedeutung in den europäischen Staaten außerhalb der EU. Gerne stehen wir Ihnen auch für Rückfragen zur Verfügung!

Ukraine - Neues Gesetz zur Lebensmittelkennzeichnung

Bonn (GTAI) – Das ukrainische Parlament führt neue Regeln zur Kennzeichnung von Lebensmitteln ein. Der entsprechende Gesetzesentwurf Nr. 8450 "Über Informationen für Lebensmittelkonsumenten" vom 6. Dezember 2018 tritt nach zweiter Lesung am 6. August 2019 in Kraft und soll die Verbraucher vor Betrug schützen.

Die Ukraine möchte damit ein Produktkennzeichnungssystem gemäß den EU-Standards einrichten. So sollen die Informationen auf dem Etikett des Lebensmittels eindeutig, zuverlässig und für jeden verständlich sein. Damit der Käufer alles leicht lesen kann, wird die Mindestschriftgröße erhöht und der Text selbst sollte nicht mit der Hintergrundfarbe vermischt werden. Produktinformationen mit anderen Texten oder grafischen Informationen zu verbergen, verbietet das Gesetz.

Käufer sollen ab sofort über Lebensmittelzusatzstoffe (z.B. Laktose, Gluten) und Hilfsstoffe (z.B. Verdickungsmittel, Farbstoffe, Palmöl) informiert werden, die allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten hervorrufen können. Diese Angaben müssen farblich gekennzeichnet sein.

Für verderbliche Produkte (Milch, frisches Fleisch und Fisch usw.) muss das Etikett "Verwendung vor" beinhalten, für andere Waren wird der Begriff "Mindesthaltbarkeit" eingeführt. Dies ist das Datum, ab wann das Produkt konsumiert werden kann, obwohl Änderungen in einigen seiner Eigenschaften möglich sind.

Auch die entsprechende Produktwerbung muss wahr und bewiesen sein.

Alle Produktinformationen sollten in ukrainischer Sprache angegeben werden, Übersetzungen sind optional.

Neu ist auch, dass auf dem Etikett folgende Informationen angegeben werden müssen:

-       ob das Lebensmittel schon einmal aufgetaut wurde

-       ob es wiederholt eingefroren werden kann

-       eine detaillierte Zutatenzusammensetzung

-       Ursprungsort/ -land des Lebensmittels

-       Lagerungs- und Gebrauchsbedingungen

-       ob die Wursthülle mitverzehrt werden kann.

Das Gesetz betrifft dabei auch Speisekarten von Cafés, Restaurants und anderen gastronomischen Einrichtungen, diese müssen ebenfalls über Allergene und Zusatzstoffe informieren.

Vor Inkrafttreten des Gesetzes freigegebene Waren dürfen bis zum Ablauf ihres Verfallsdatums mit der alten Kennzeichnung verkauft werden. (KAP)

KONTAKT (GTAI)

Karin Appel

‎+49 228 24 993 351

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EU-Sanktionen gegen Russland - Neues BAFA-Merkblatt

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat sein Merkblatt zum “Außenwirtschaftsverkehr mit der Russischen Föderation” aktualisiert. Sie finden es hier. Es vermittelt eine Übersicht über die Handelsbeschränkungen sowie die Finanzsanktionen im Rahmen der von der Europäischen Union gegen die Russische Föderation verhängten Embargo-Regelungen.

(DIHK)

 

Russland: Licht am Ende des Tunnels?

Die russische Wirtschaft sieht sich seit einiger Zeit mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Diese haben nicht zuletzt auch mit den Sanktionen zu tun, die die Europäische Union gegen Russland seit nunmehr drei Jahren erhoben hat. In jüngster Zeit mischen sich jedoch auch wieder wirtschaftliche Erfolgsmeldungen unter die ansonsten meist ernüchternden Fakten. Zeit also, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.