Übriges Europa

Neben dem Binnenhandel in der Europäischen Union floriert auch der Außenhandel mit Staaten, die nicht der EU angehören. Hierzu zählen insbesondere die Russische Föderation sowie Norwegen und die Schweiz.

Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern informiert Sie auf diesen Seiten über wirtschaftsrelevante Entwicklungen und Neuerungen von handelspolitischer Bedeutung in den europäischen Staaten außerhalb der EU. Gerne stehen wir Ihnen auch für Rückfragen zur Verfügung!

Russland führt ab 01.01.2021 das elektronische Visum für 52 Länder ein, darunter ‎Deutschland‎

Die Russische Regierung macht einen weiteren Schritt in Richtung Erleichterung des Visumsverfahrens für die Einreise nach Russland.
Laut der Regierungsanordnung № 2571-р vom 6. Oktober 2020 können Bürger aus 52 Ländern, darunter Deutschland, ab 1. Januar 2021 ein elektronisches Visum (eVisum) für die einmalige Einreise in das gesamte russische Staatsgebiet beantragen.
 
Das - zu geschäftlichen, touristischen oder humanitären Zwecken zu beantragende - eVisum kann frühestens 50 und spätestens 4 Tage vor der Einreise über die Webseite http://electronic-visa.kdmid.ru (die Seite ist derzeit noch nicht aktiv) beantragt werden und ist für die Dauer von maximal 16 Tagen für den Aufenthalt in ganz Russland gültig.
 
Für den Visumsantrag werden keine Einladungen, Hotelreservierungen oder andere Dokumente, die den Zweck der Reise bestätigen, benötigt. Die Konsulargebühr für das eVisum wird 40 US-Dollar betragen.
 
Der Einführung eines landesweit gültigen eVisums ging ein 2017 gestartetes Pilotprojekt voraus, in dessen Rahmen eVisa für die Einreise und den Aufenthalt im Föderationskreis Ferner Osten, dem Gebiet Kaliningrad, der Stadt St. Petersburg und Gebiet Leningrad gewährt worden waren.
(Quellen: AHK Russland; Offizielle Bekanntmachung durch die Regierung der Russischen Föderation)

EU-Sanktionen gegen Russland - Neues BAFA-Merkblatt

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat sein Merkblatt zum “Außenwirtschaftsverkehr mit der Russischen Föderation” aktualisiert. Sie finden es hier. Es vermittelt eine Übersicht über die Handelsbeschränkungen sowie die Finanzsanktionen im Rahmen der von der Europäischen Union gegen die Russische Föderation verhängten Embargo-Regelungen.

(DIHK)

Verlängerung der EU-Russland-Sanktionen um weitere zwölf Monate bis 23.6.2021

Der Europäische Rat hat am 18.6.2020 beschlossen, die gegen Russland verhängten Sanktionen um weitere zwölf Monate bis 23.6.2021 zu verlängern. Die 2014 erstmals in Kraft getretenen und seitdem regelmäßig verlängerten Sanktionen waren eine Reaktion der EU auf die rechtswidrige Annexion der Krim und Sewastopols durch die Russische Föderation.
 
Konkret geht es in dem Beschluss um die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und der Krim sowie der Region Sewastopol. Zu den derzeit geltenden restriktiven Maßnahmen gehören Verbote, die sich gegen die Einfuhr von Waren mit Ursprung auf der Krim oder in Sewastopol in die EU sowie gegen Infrastruktur- oder Finanzinvestitionen und Tourismusdienstleistungen auf der Krim oder in Sewastopol richten. Außerdem unterliegt die Ausfuhr bestimmter Güter und Technologien in den Bereichen Verkehr, Telekommunikation und Energie oder im Zusammenhang mit der Prospektion, Exploration und Förderung von Öl‑, Gas- und Mineralressourcen den restriktiven Maßnahmen der EU, wenn diese für Unternehmen mit Sitz auf der Krim oder zur Nutzung auf der Krim bestimmt sind.
 
Informative Übersichten zu den Russland-Sanktion der EU: https://www.consilium.europa.eu/de/policies/sanctions/ukraine-crisis/
https://www.consilium.europa.eu/de/policies/sanctions/ukraine-crisis/history-ukraine-crisis/

(Quellen: Eur-LexRat der Europäischen Union)

Russland erhöht Zollgebühren

Der Beschluss N 342 über die neuen Zollsätze und die Grundlagen für die Berechnung der Zollgebühren trat am 1. August in Kraft. 

Die Änderungen gelten unabhängig von Warenkategorien für die Zollabfertigung zum freien Warenverkehr. Auch Waren, für die eine Zollanmeldung für den vorübergehenden Gebrauch vorliegt, sind betroffen.

Neben zahlreichen Erhöhungen der Zollgebühren setzt der Beschluss auch einen neuen Satz für die Zollabfertigungen von Waren für den persönlichen Gebrauch fest. Die Zollgebühren von Waren für den persönlichen Gebrauch, die über der Wertgrenze der zollfreien Einfuhr liegen, verdoppeln sich auf 500 Rubel. Die Wertgrenze für die zollfreie Einfuhr beträgt derzeit 200 Euro bzw. 31 kg.

Außerdem entfällt ab sofort die Zahlung des Zolls von 0,75 % für die elektronische Anmeldung. 

Folgende Zollgebühren wurden unter anderem erhöht :

Zollwert

Zollgebühren

bis 200.000 Rubel

775 Rubel

200000 - 450000 Rubel

1.550 Rubel

450001 - 1200000 Rubel

3100 Rubel

1200001 - 2700000 Rubel

8530 Rubel

2700001 - 4200000 Rubel 

120000 Rubel

1 Rubel =0,012 Euro 

Eine vollständige Übersicht zu den neuen Zollsätzen können Sie im Original-Beschluss oder auch zusammengefasst nachlesen. 

(GTAI 04.08.2020)