Asien und Ozeanien

Der wirtschaftliche Aufschwung in vielen Ländern Asiens hat auch zu einer Belebung der Handelsbeziehungen mit Mecklenburg-Vorpommern geführt. Ein intensiver wirtschaftlicher Austausch besteht insbesondere mit China und Saudi-Arabien, aber auch mit Japan, Südkorea und zunehmend der Islamischen Republik Iran.

Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern informiert Sie auf diesen Seiten über wirtschaftsrelevante Entwicklungen und Neuerungen von handelspolitischer Bedeutung in den Ländern Asiens und Ozeaniens. Gerne stehen wir Ihnen auch für Rückfragen zur Verfügung!

Deutsch-philippinisches Doppelbesteuerungsabkommen tritt in Kraft

Das am 9.9.2013 unterzeichnete Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den Philippinen ist am 1.1.2016 in Kraft getreten und ersetzt das bis dahin geltende Abkommen aus dem Jahr 1983. Inhaltlich modernisiert das neue Abkommen die bis dahin gültigen Regelungen und passt sich an das aktuelle OECD-Musterabkommen an. Insbesondere senkt das Neuabkommen die Quellensteuer in Bezug auf Zinsen und Lizenzzahlungen von 15% auf 10%. Lesen Sie den ganzen Beitrag auf GTaI!

Aufhebung der EU-Sanktionen gegen den Iran – Hermesdeckungen und Investitionsgarantien wieder möglich

Die Internationale Atomenergiebehörde hat am 16. Januar festgestellt, dass der Iran die internationalen Auflagen zum Rückbau seines Nuklearprogramms erfüllt hat. Mit der Aufhebung der EU-Sanktionen ist der Weg für Hermesdeckungen wieder frei. Der Iran ist aufgefordert seine Altschulden gegenüber der Bundesregierung zu begleichen. Aufgrund der internationalen Finanzsanktionen war dem Iran dies bislang nicht möglich. Sobald der Iran dieser Aufforderung nachgekommen ist, können Geschäfte mit Hermesdeckungen wieder abgesichert werden.

Der Bund wird für die Übernahme von Exportkreditgarantien, abhängig von der jeweiligen Risikostruktur der Transaktionen, angemessene Sicherheitserfordernisse formulieren wie etwa Garantien des iranischen Finanzministeriums oder der Zentralbank. Exporteure können ab sofort wieder Anträge auf Exportkreditgarantien stellen. Ebenso ist die Übernahme von Investitionsgarantien für Vorhaben im Iran grundsätzlich wieder möglich.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie plant zeitnah einen Iran-Ratgeber für Unternehmen in deutscher Sprache zu veröffentlichen.

(Quelle: DIHK)

Indonesien: Einfuhrverfahren

Waren sind bei der Eingangszollstelle in Indonesien anzumelden. Sowohl Industrie- als auch Handelsunternehmen müssen als Importeur bei der indonesischen Außenhandelsdirektion des Handelsministeriums und bei der Zollverwaltung registriert sein. Im Fall von Seefracht ist die Ankunft der Ware mindestens 24 Stunden vorher bei der Eingangszollstelle durch den Frachtführer zu melden, Luftfracht ist vor Ankunft des Flugzeugs anzuzeigen. Im Zuge des Maßnahmenpakets der indonesischen Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft wird u.a. auch das für eine Vielzahl von Waren geltende komplexe Einfuhrlizenzsystem liberalisiert und vereinfacht. Einfuhrlizenzen sind zurzeit erforderlich u.a. für bestimmte Nahrungsmittel und Getränke, Bekleidung und Schuhe, elektronische Erzeugnisse, Spielwaren und Kosmetika.

Verbindliche indonesische Normen sind einzuhalten u.a. für Kinderbekleidung und Spielwaren, Kfz-Reifen, Sicherheitsglas sowie Eisen- und Stahlwaren. Darüber hinaus gelten gesonderte Kennzeichnungsvorschriften in indonesischem Wortlaut  u.a. bei Bekleidung, bestimmten Kraftfahrzeugteilen, isolierten Drähten und Kabeln sowie bestimmten elektrotechnischen Sicherungen und Leistungsschaltern. Die Einfuhrzollsätze für Waren des Maschinen- und Anlagenbaus liegen bei 0% bis 5%, für Konsumgüter gelten zum Teil hohe Zollsätze wie für Bekleidung 20% bis 25%, Elektro-Haushaltsgeräte 15% und Personenkraftfahrzeuge 50%. Als Einfuhrnebenabgaben fallen die Mehrwertsteuer (10%) sowie die Import-Einkommensteuer (2,5%, 10% für gehobene Gebrauchsgüter wie Parfüms und Unterhaltungselektronik) an. Verbrauchsteuern für Luxuswaren werden u.a. für Personenkraftwagen (bis zu 125%) erhoben.

(Quelle: GTaI)

Kasachstan – Ratifizierung des Abkommens über eine erweiterte Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der EU

Kasachstan hat das Abkommen über eine erweiterte Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der EU ratifiziert, das am 21.12.15 unterzeichnet worden war.
Das Abkommen soll den politischen Dialog sowie das Investitionsklima und Handelsumfeld verbessern. Einen Überblick über die Auswirkungen des Abkommens hat die EU in einer Infografik dargestellt.
(Quelle: GTaI)