KarriereWelten 2025 knackt Besucherrekord
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Am 19. September verwandelte sich das Jahnsportforum Neubrandenburg erneut in eine Drehscheibe für berufliche Perspektiven. Über 7000 Schülerinnen und Schüler, junge und ältere Erwachsene nutzten die KarriereWelten 2025, die größte Ausbildungs- und Weiterbildungsmesse Mecklenburg-Vorpommerns, um sich über berufliche Chancen zu informieren. Selbst am Nachmittag war die Messe noch gut besucht.
Mehr als 140 Unternehmen präsentierten rund 1200 Ausbildungs- und Praktikumsplätze sowie über 220 Berufsbilder – von Industrie und Handwerk über Dienstleistungen bis hin zu Klima, Energie und IT. Die Messe bot Jugendlichen die Möglichkeit, direkte Kontakte mit Ausbildern zu knüpfen, während Berufstätige Informationen zu Weiterbildung, Umschulung und neuen Karrierewegen erhielten.
Den ganzen Tag herrschte reges unter anderen am Stand der Deutschen Post AG. Martina Müller und ihr Team führten schätzungsweise 150 Gespräche, in denen es um Ausbildungsinhalte, Vergütung, Voraussetzungen, Berufsschulfächer und Praktikumsmöglichkeiten ging.
Auch die SEETELHOTELS von der Insel Usedom nutzten die Messe in Neubrandenburg, um Jugendlichen ihren Betrieb vorzustellen. Cindy Reiche führte 89 Gespräche zu Ausbildungen, 46 zu Schülerpraktika, acht zu Minijobs und 16 zu Festanstellungen – zählte sie abends auf ihrer Strichliste zusammen. Zwei Bewerbungen wurden sogar direkt am Stand abgegeben. Besonders freute sie sich über den Besuch von IHK-Präsident Krister Hennige, der sich nach den Gesprächen mit den Jugendlichen und den aktuellen Herausforderungen in der Ausbildung erkundigte. Ihr Fazit fiel rundum positiv aus: „Die Messe war hervorragend. Es gab viele sinnvolle Gespräche, und die Lehrerschaft hatte die Fragen der Jugendlichen sehr gut vorbereitet.“
Bei Weka Holzbau berichtete Elisa Mielke von rund 60 bis 70 Gesprächen, bei denen Praktika, Ausbildungsinhalte und Vergütung im Mittelpunkt standen. Besonders wertvoll war, dass die eigenen Auszubildenden mit vor Ort waren – so liefen die Gespräche locker, herzlich und ehrlich.
Knapp 40 Gespräche führten Gunnar Frese und sein Kollege von der Beck Kabel- und Gehäusetechnik in Rustow bei Loitz – für beide war die Messe eine spannende Erfahrung. Zu Beginn ging es bei einigen Jugendlichen noch eher darum, ihren Hausaufgaben-Fragenbogen abzuarbeiten und einen Stempel zu bekommen. Später wurden die Fragen zum Unternehmen und dem Angebot dann konkreter: „Was wird bei uns gemacht?“ und „Wie sieht das Aufgabenfeld aus?“ Ganz vereinzelt wurde nach dem Gehalt gefragt, doch Fragen zu Urlaub, Arbeitszeit oder anderen Vergünstigungen kamen nicht vor – was Gunnar Frese verwunderte.
Für Gunnar Frese und seinen Kollegen stand bei der Messe vor allem die Präsenz und das Steigern des Bekanntheitsgrads im Vordergrund – direkte Bewerbungen waren nicht das Hauptziel. Ihr Fazit fiel durchweg positiv aus: „Für uns war es das erste Mal auf dieser Art von Messe. Es ist sehr gut gelungen, unseren Betrieb zu präsentieren.“ Gleichzeitig bedauerten sie, dass so wenige Schulen aus der weiteren Region wie Grimmen, Demmin, Waren oder Greifswald sowie nur wenige Gymnasien die Chance nutzten, die Messe zu besuchen. „ Am Gymnasium Grimmen werden ich das ansprechen.“
Organisiert wurde die Messe von der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern und Vier-Tore- Stadt Neubrandenburg. Mit der Veranstaltung soll die Fachkräftesicherung in der Region gestärkt, neue Perspektiven eröffnet und die berufliche Entwicklung junger Menschen aktiv gefördert werden.