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Nachhaltiges Wirtschaften: Herausforderungen für Unternehmen

Beim Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin diskutierten die Teilnehmenden u.a. darüber, wie Betriebe noch energieeffizienter und sparsamer arbeiten oder Arbeitsabläufe neu ausrichten können.

Eine Gruppe Menschen lächelt in die Kamera.

© IHK

Wie können Unternehmen noch energieeffizienter und sparsamer arbeiten? Welche technische Ausrüstung wird benötigt? Wie können Arbeitsabläufe neu ausgerichtet werden? Wo kann das Land, der Bund unterstützen?

Diese und andere Fragen diskutierte der jüngste Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin mit ca. 45 Teilnehmern. Denn die Unternehmen müssen sich eben diese Fragen stellen, wenn sie alle Anforderungen des Europäischen Green Deals – Klimaneutralität bis 2050 – erfüllen wollen. Und das werden sie müssen, denn der Prozess kommt auf jedes Unternehmen zu.

Das Interreg-Projekt POLSMA macht es sich seit einem Jahr zur Aufgabe, kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeitsberichterstattung, Energieeffizienz und CO2-Bilanzierung zu unterstützen. Besonders letzteres ist ein wichtiges Thema für die KMU, denn die Erstellung einer CO2-Bilanz wird u.a. von den Banken für die Kreditvergabe aber auch von weiteren Unternehmen in der Lieferkette gefordert.

Zur Ermittlung der eigenen Klimadaten eines jeden Unternehmens wird auf deutscher Seite das Tool „ecocockpit“ eingesetzt. Auch die polnischen Projektpartner nutzen ein Tool zur Berechnung der Treibhausgasbilanz. Dieses ist speziell an die Gegebenheiten in Polen angepasst.

Wie können nun die deutsche und die polnische Seite im Projekt voneinander lernen? Die Industrie- und Handelskammern Ostbrandenburg und Neubrandenburg, die Wirtschaftskammer Nord in Szczecin und weitere Partner in dem Interreg-Projekt tauschen sich aus über die Herangehensweise, die Erfahrungen mit den Unternehmen und deren Interessen im Prozess der Umsetzung. „Die grenzüberschreitende Vernetzung ist auch wichtig zur Fehlervermeidung“, erläutert Jacline Henkel, Projektreferentin bei der IHK Neubrandenburg. „Gleichermaßen wird das Bewusstsein für kulturelle Unterschiede gefördert“, so Henkel weiter.

Das „Voneinanderlernen“ ist auch ein zentraler Punkt von „MERGE“, das als zweites Projekt an diesem Nachmittag vorgestellt wurde. Schwerpunktthemen sind die nachhaltige Nutzung von Rest- und Abfallstoffen sowie die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Das Projekt will dazu grenzüberschreitende Lösungsmodelle erarbeiten. Auf diese Weise wird die internationale Zusammenarbeit in der Bioökonomie und eine Art gemeinsamer Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort gefördert. Die langjährigen Erfahrungen der Bioökonomieregion auf deutscher Seite können über das Projekt mit den Erkenntnissen aus der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie auf polnischer Seite verbunden werden.

„In der heutigen Zeit, da das weltweite Wirtschaftsklima immer rauer wird und die Unternehmen in der EU unter den US-Zöllen leiden, wird es umso wichtiger, dass wir enger zusammenrücken, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die beiden Interreg-Projekte leisten dazu einen wichtigen Beitrag in der grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin“, schloss der Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg Torsten Haasch den rundum informativen Wirtschaftskreis.

Die Präsentationen zur Veranstaltung finden Sie hier.