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Sind Unternehmen vorbereitet auf ihre Kooperationspartner aus Polen?

Beim Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin wurde ein neues „Handbuch für die deutsch-polnische Kooperation“ von Manuel Schubinski von der IHK Dresden vorgestellt.

Eine Gruppe Menschen steht zum Foto bereit.

(v.l.n.r.) Monika Zakrzewska, Torsten Haasch, Anna Krajewska-Bijata, Manuel Schubinski, Agnieszka Zart, Krzysztof Zart. © IHK

Gibt es immer noch interkulturelle Missverständnisse zwischen Polen und Deutschen? Ist ein neuer „Knigge“ für Geschäftskooperationen überhaupt notwendig? „Auf jeden Fall“, sagte Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg, beim jüngsten Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin. „Die Veröffentlichung des „Knigge für deutsche Unternehmer in Polen“ ist inzwischen über 20 Jahre her, daher lohnt sich ein aktueller Blick auf die Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmern beider Länder“, so Haasch weiter.

Um die 50 Gäste waren gespannt auf die Vorstellung des neuen „Handbuchs für die deutsch-polnische Kooperation“, das von Manuel Schubinski von der IHK Dresden, Geschäftsstelle Görlitz, initiiert und mit polnischen und deutschen Experten gemeinsam realisiert wurde.

Schließlich hat sich viel getan in der wirtschaftlichen Entwicklung beider Länder. Vor allem Polen hat auch dank des EU-Beitritts 2004 einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht. Und so begegnen sich heutzutage auch Geschäftsleute anders als noch vor zwei Jahrzehnten. Beziehungen auf Augenhöhe sind an der Tagesordnung und sicher gibt es Annäherungen auf vielen Gebieten. „Dennoch hilft ein neuer Ratgeber, alte Stereotype zu überwinden“, erläutert Schubinski, „weil viele kleine interkulturelle Unterschiede übersehen werden.“ Das zeigt auch eine Umfrage unter Unternehmern beiderseits der Grenze, die als Grundlage für das Handbuch diente. Dieses zeichnet sich darüber hinaus dadurch aus, dass es authentisch und unterhaltsam ist, viele Aspekte beleuchtet sowie die polnische und deutsche Perspektive einbezieht. 

Natürlich sollte von Pauschalisierungen abgesehen werden, damit sich bestimmte Erwartungen nicht von vornherein manifestieren. Aber gewisse Beobachtungen in geschäftlichen Kooperationen lassen darauf schließen, dass die Deutschen eher strukturiert, die Polen flexibler und tendenziell spontaner sind. „Unterschiedliche Herangehensweisen müssen aber kein Hindernis für Kooperationen sein“, denkt Krzysztof Zart, polnischer Unternehmensberater aus Görlitz, „im Gegenteil, Dynamik und Stabilität lassen sich gut miteinander verbinden, von beiden Seiten sollte das Beste einfließen“, erläutert er.

Voraussetzung für die Anbahnung von Geschäften im Nachbarland ist auch ein grundlegendes Wissen über politische und Verwaltungsstrukturen, Unterschiede in den Rechtssystemen und bei Formalia in der schriftlichen Kommunikation.

Zusammenfassend lässt sich sagen, wenn man offen und mit Interesse auf den jeweils anderen Partner zugeht, kann man nichts falsch machen.