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Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin: Eine bunte Vielfalt regionaler Produkte beiderseits der Grenze

© IHK

Wie kann die Produktwerbung vieler vor allem kleiner Unternehmen bei uns im Norden unterstützt werden? Wo sollte das Marketing für die oft einzigartigen Produkte ansetzen? Wie können die regionalen Besonderheiten in einer Großstadt wie Stettin und in Stadt und Land Mecklenburg-Vorpommerns bekannter gemacht werden?

Diese Fragen stellte der jüngste Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin, zu dem um die 45 Gäste angereist waren. Und sie wurden nicht enttäuscht. Im Mittelpunkt standen zwei Projekte, die sich dem Marketing und dem Imagegewinn der jeweiligen Produkte verschrieben haben.

Die von Michał Hamera von der Agentur zur Entwicklung der Metropolregion Szczecin, ARMS, vorgestellte Marke "Zrobione w Szczecinie" (Made in Szczecin) existiert seit 2018. Inzwischen tragen 160 Unternehmen dieses Label und können es für Marketingzwecke nutzen. Hinter jeder Firma vom Kleinst- bis Großunternehmen steht eine wunderbare Geschichte kreativer Vermarktungsideen. 

Die Unternehmen müssen sich um die Marke bewerben und werden nach festen Kriterien von einer Kommission ausgewählt. Dabei wird auf eine Ausgewogenheit der Unternehmen geachtet, um die breite Angebotspalette Stettins abzubilden. Diese reicht von Brettspielen über Bücher zur Stadtgeschichte bis hin zu allseits beliebten und bekannten Sahnebonbons aus der Stadt. Einmal ausgewählt, können die Unternehmer an kostenlosen Werbeprogrammen und Veranstaltungen in Stettin teilnehmen. Das Markenlogo kann auf den Produkten und in Werbematerialien verwendet werden.

Das Regionalzeichen „Natürlich aus MV“ hingegen ist das offizielle Regionalzeichen für Mecklenburg-Vorpommern, das Ende 2022 ins Leben gerufen wurde. Entstehung, Erwerb und Wirkung des Regionalzeichens erläuterte Cathérine Reising, Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V., AMV. „Natürlich aus MV“ kennzeichnet hochwertige Lebensmittel und Produkte aus dem Bundesland und trägt so beträchtlich zum Imagegewinn dieser Produkte bei. Auch für dieses Zeichen gibt es Kriterien wie den Sitz des Unternehmens bzw. einer Produktionsstätte sowie die Verortung mindestens eines Wertschöpfungsschritts in Mecklenburg-Vorpommern.

Aktuell tragen 128 Unternehmen aus der Ernährungswirtschaft dieses freiwillige Kennzeichen, das Natürlichkeit, Handwerkskönnen und Innovation verspricht und das mit Erfolg. Der Handel springt auf das Regionalzeichen an. Auch auf Messen wie der „Grünen Woche“ in Berlin zeigt es seine Wirkung. 

Das bestätigte auch Susanne Quaas von der Inselmühle Usedom. Das Unternehmen steht für selbst hergestellte Speiseöle, Obst- und Gemüsesäfte sowie Fruchtaufstriche aus eigenem Anbau, verschiedene Senfsorten bis hin zu Spirituosen von der Insel Usedom und Weinen aus dem Anbaugebiet Schloss Rattey. Der Leitspruch der Inselmühle „Aus der Region, für die Region“ kann auch auf diesen Wirtschaftskreis übertragen werden und verband die Gäste auf eine ganz besondere Weise.

 

Ein kurzer Film des Süßwarenherstellers  "Krówka Szczecińska" veranschaulicht die Stimmung beim Wirtschaftskreis.