Wirtschaftskreis „on tour“: herzlicher Empfang in der westpommerschen Kreisstadt Pyrzyce
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Um die 40 Gäste wurden herzlich von der Bürgermeisterin Marzena Podzińska in der Stadt begrüßt, darunter auch der scheidende Bürgermeister von Ueckermünde, Jürgen Kliewe.
Die Kreisstadt des Powiat Pyrzycki, gut 40 km südlich von Stettin, liegt in einer traditionsreichen Landwirtschaftsregion. In der Gemeinde leben rund 18.000 Menschen, davon 13.000 in der Stadt selbst. Marzena Podzińska berichtete stolz von der Entwicklung der Stadt und den getätigten Investitionen: Wohnungsbau auf städtischen Grund, die neue Schwimmhalle, die Ortsumgehung, aber auch die Erhaltung der historischen Anlagen und Gebäude.
Die Landwirtschaft einschließlich der nachgelagerten Lebensmittel- und Agrarwirtschaft ist der größte Wirtschaftszweig des Kreises. So finden sich dort Getreidehandel, Lebensmittelverarbeitung sowie Landmaschinenhandel und -service. Weitere Branchen sind Stahl- und Metallbau, Automatisierung von Lagerlogistik und Herstellung von Kunststoffkomponenten.
Pyrzyce ist vor allem bekannt für seine Entwicklung im Bereich Erneuerbare Energien. Eines der frühesten Geothermieprojekte im Land ist hier angesiedelt. Davon konnten sich die Gäste des Wirtschaftskreises beim Besuch des 1994 gegründeten Unternehmens Geotermia Pyrzyce Sp. z o.o. überzeugen. Die Firma nutzt geothermische Energiequellen zur kommunalen Fernwärmeversorgung. Die Gemeinde Pyrzyce ist zu gut 17% Gesellschafter des Unternehmens. Das Tiefenwasser allein ist für die Wärmeversorgung nicht ausreichend, komplementär wird Gas genutzt. Aktuell bereitet die Firma eine fünfte Bohrung vor. Da das Wasser einen hohen Salzgehalt besitzt, wird es zusätzlich für Sole-Anwendungen genutzt.
Komplettiert wurde der Wirtschaftskreis durch einen Besuch bei Backer OBR SP. z.o.o., einem Hersteller von elektrischen Heizelementen. Das Unternehmen gehört zur schwedischen Backer-Gruppe und blickt inzwischen auf eine 35-jährige Geschichte zurück. Die Gäste machten sich vertraut mit Rohrheizkörpern und Folienheizungen, wie sie z.B. in vielen Haushaltsgeräten und Fahrzeugen zu finden sind. Die Produkte gehen zu über 70% in den Export.
Insgesamt war es ein eindrucksvolles Programm in einer Stadt, die auf der deutschen Seite eher wenig bekannt ist, aber viel zu bieten hat.