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Wirtschaftskreis on tour: "Ueckermünde - Fast zu schön zum Weitersagen"

„Fast zu schön zum Weitersagen – Seebad Ueckermünde“. Mit diesen Worten begann Bürgermeister Jürgen Kliewe die Vorstellung seiner Stadt vor den ca. 65 Gästen des Wirtschaftskreises „on tour“.

Ein Veranstaltungssaal mit einem Publikum und einer an die Wand projizierten Präsentation.

© IHK

Ueckermünde ist ein Mittelzentrum mit rund 9.000 Einwohnern, 30% davon sind im Alter bereits über 60. Zur Wendezeit lebten noch 12.000 Menschen in der Stadt. Nach vielen Jahren der Abwanderung gibt es nun wieder Zuzug, immerhin auch schon von 150 polnischen Einwohnern. Der größte Arbeitgeber sind die AMEOS Kliniken mit 800 Mitarbeitern, darunter 50 aus Polen. 

Mit ihrer direkten Lage am Stettiner Haff ist die Stadt prädestiniert für den Tourismus. Dieser ist enorm wichtig für die Wirtschaftsstruktur. Im Jahr gibt es 130 – 150 Tausend touristische Übernachtungen. Für dieses Klientel muss die Stadt natürlich etwas bieten. Schon seit Beginn der neunziger Jahre wird die Altstadt saniert, die Fortschritte seit der DDR-Zeit sind deutlich sichtbar. Der Bürgermeister warb explizit um Gewerbetreibende, gern auch aus Polen, die den Einzelhandel und damit die Innenstadt insgesamt beleben. Besonders attraktiv ist der Hafen der Stadt mit über 1.000 Bootsliegeplätzen. In Planung sind eine Kurklinik und ein Hotelneubau, möglichst mit Wellnessbereich, um die Touristen auch in der kälteren Jahreszeit nach Ueckermünde zu locken.

Auch wenn die Gießerei Ueckermünde mit 350 Beschäftigten der größte Industriebetrieb vor Ort ist, führte der Besuch des Wirtschaftskreises in ein anderes Unternehmen – die Haff-Dichtungen GmbH im Gewerbegebiet Industriehafen Berndshof.

„Wir haben das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 1990 von der Pike aufgebaut“, erläuterte Peter Ruhnau, Gründer und Gesellschafter der Firma. „Wir sind stolz darauf und haben das Wagnis nicht bereut“, so Ruhnau weiter. 

Die Haff-Dichtungen GmbH ist mit aktuell 87 Mitarbeitern ein solides Familienunternehmen, dass es durch die schwierige Zeit nach der Wende geschafft und sich mittlerweile mit einer Jahresproduktion von 300 Mio. Flachdichtungen für verschiedene Industriezweige und Branchen ein internationales Renommee erarbeitet hat. Für die Zukunft hat die Geschäftsführung die „papierfreie Produktion“, d.h. digitale Prozesse und die Anwendung künstlicher Intelligenz im Blick. 

Eine gut durchdachte Absatzstrategie ist die Grundlage für eine Nachfrage aus vielen Ländern. Anhand der Karte zeigt Ruhnau die zentrale Lage des Unternehmens in Europa, auch wenn es aus Sicht unseres Landes ein anderes Bild abgibt. Das gilt genauso für die grenzüberschreitende Metropolregion Stettin, deren Entwicklung die Arbeit der IHK Neubrandenburg und des Hauses der Wirtschaft wesentlich mitbestimmt.