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Bioökonomie bietet große wirtschaftliche Chancen für die Region

NEUBRANDENBURG (IHK/PM). „Das östliche Mecklenburg-Vorpommern ist in besonderer Weise geeignet, die großen wirtschaftlichen Chancen der Bioökonomie jetzt und in der Zukunft zu nutzen.“ Darauf verweist Dr. Wolfgang Blank, Präsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, mit Blick auf die 6. BioÖkonomie-Konferenz in Anklam. Mit 120 angemeldeten Vertretern aus Forschung, Industrie und Politik ist die Veranstaltung an diesem Donnerstag, 26. Oktober, ausgebucht. Organisatoren sind die IHK Neubrandenburg mit der Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH und weiteren Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. 

Nach Ansicht von Dr. Wolfgang Blank gibt es im nordöstlichen Mecklenburg-Vorpommern bereits eine Reihe von erfolgreich agierenden Unternehmen der BioÖkonomie. Dazu gehören zum Beispiel die Cosun Beet Company GmbH & Co. KG Anklam, die Anklam Extrakt GmbH, das Continental Taraxagum Lab oder die PlantA GmbH. Dynamisch entwickeln sich nach den Worten des IHK-Präsidenten auch das Bioökonomie-Zentrum in Murchin mit aktuell 18 Mietern, das Z4 Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie in Greifswald, das nach der Eröffnung im März bereits zu 70 Prozent ausgelastet ist sowie das Neubrandenburger ZELT. Darüber hinaus sind in der Region „bemerkenswerte Start-ups wie Plant V – Bio Manufaktur aus Rothenklempenow oder die Enzymicals AG in Greifwald entstanden, die in unterschiedlichen Märkten mit ihren Produkten erfolgreich sind“, betonte der Präsident.

Mit den vier erfolgreich agierenden WIR!-Bündnissen aus dem BMBF-Förderprogramm: „Wandel durch Innovation in der Region“, welche den Technologietransfer von den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu den regionalen Unternehmen aktiv leben und somit die weitere Entwicklung zu einer Bioökonomieregion befördern, haben wir eine einmalige Chance,  biogene Ressourcen und Innovationen für ein nachhaltiges Wirtschaften zu erschließen. Davon partizipieren bereits Unternehmen sowie innovative Landwirte aus unserer Kammerregion. Das in Anklam beheimatete WIR!-Bündnis  biogeniV entwickelt z.B. neue Technologien und Anlagenkonzepte zur Herstellung grüner Kraft- und Wertstoffe aus bisher ungenutzten biogenen Reststoffen. Das WIR!-Bündnis ArtIFARM entwickelt technische Lösungen für die großen aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft, wie Klimawandel oder Ressourcenschutz, und baut damit nachhaltige Wertschöpfungsketten auf. Innovative Strategien zur hochwertigen Veredelung von pflanzlichen Rohstoffen aus den drei Rohstoffquellen LAND, MOOR und MEER entwickelt das Wir!-Bündnis Plant³. Und das WIR!-Bündnis PHYSICS FOR FOOD entwickelt Physikalische Hochtechnologie für die Landwirtschaft um z.B. den Einsatz Chemischer Pflanzenschutzmittel zu reduzieren.

Nach Einschätzung von Dr. Wolfgang Blank kann sich die Region im Bereich der Bioökonomie zum Vorreiter in puncto Resilienz gegen Klimawandelfolgen, bei der Entkarbonisierung der Wirtschaft oder der Renaturierung der Böden entwickeln. „Um auf diesem Weg weiter erfolgreich voranzukommen, braucht es jetzt und in Zukunft noch mehr einen Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die 6. BioÖkonomie-Konferenz kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten.“