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Gewerbliche Wirtschaft im Stimmungstief

NEUBRANDENBURG (IHK/PM). Aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern geht hervor: Im Vergleich zur Umfrage zum Jahresbeginn 2026 bewerten weniger Unternehmen ihre Lage als „gut“ und mehr Unternehmen ihre Lage als „befriedigend“ oder „schlecht“. Die ohnehin sehr schwierige Wettbewerbsposition der regionalen Wirtschaft hat sich durch die Energiepreissteigerungen im Zuge des Nahost-Konflikts nochmal deutlich verschlechtert. Die Kostensteigerungen, die durch die Mindestlohnerhöhung zum Jahreswechsel 2026 und die Energiepreissteigerungen ausgelöst wurden, zehren am Eigenkapital der Unternehmen. 

Die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden zwölf Monate sind ebenfalls pessimistischer als noch zum Jahresbeginn 2026. Ihre Geschäftsentwicklung sehen sie vor allem durch die beschriebenen Kostentreiber in Frage gestellt. Dazu kommen die vom Staat und der EU verursachten Bürokratiekosten sowie die Unsicherheit über die zukünftigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. 

„Die Politik muss jetzt endlich liefern und Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft schaffen“, folgert Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg. Und Mirko Bröcker, Geschäftsführer der Möwe Teigwarenwerk GmbH und Mitglied des Arbeitskreises Industrie-Umwelt der IHK Neubrandenburg ergänzt: „Ohne Entlastung auf der Kostenseite können es sich die Unternehmen schlicht nicht mehr leisten zu investieren und ohne beherzte und zeitnahe Reformen fehlt ihnen jegliche Perspektive.“

Damit die Wirtschaft wieder Hoffnung schöpft, fordert die IHK Neubrandenburg: 

  • zügige Reformen in der Arbeits- und Sozialgesetzgebung,

  • Steuer- und Abgabensenkungen und 

  • Entlastung von bürokratischen Vorgaben. 

Die Konjunkturumfrage der IHK Neubrandenburg erfolgte vom 26. März bis 24. April. Es haben 323 Unternehmen geantwortet. Sie verteilen sich auf die Wirtschaftszweige Industrie, Bau, Handel, Dienstleistungen, Verkehrs- und Gastgewerbe. Weitere sowie detaillierte Ergebnisse der Umfrage sind im Internet unter neubrandenburg.ihk.de abrufbar.