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IHK erwartet von Landesregierung klares Signal zum weiteren Ausbau der B 96

NEUBRANDENBURG (IHK/PM). Wie soll es mit dem Ausbau der Bundesstraße (B) 96 zwischen der Landesgrenze zu Brandenburg und der Autobahn 20 bei Neubrandenburg künftig weitergehen? Auf diese Frage erwartet die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern in der morgigen 9. Sitzung des Entwicklungsbeirates B 96 Mecklenburgische Seenplatte eine klare Antwort und ein klares Signal von der Landesregierung. „Wir fordern einen schnellen Abschluss der Planungen. Dabei muss sichergestellt werden, dass die B 96 eine zuverlässige, leistungsfähige und sichere Verkehrsachse entsprechend den Planungsvorgaben des Bundes in den Großraum Berlin wird“, adressiert IHK-Präsident Krister Hennige die Forderungen der regionalen Wirtschaft an den anwesenden Wirtschafts- und Infrastrukturminister Dr. Wolfgang Blank. 

Überdies kritisiert der Präsident, dass seit der Vorstellung der Vorplanung abermals neun Jahre vergangen seien, ohne dass das Land eine Entwurfsplanung vorgelegt hat. „Das ist schlichtweg inakzeptabel“, moniert Krister Hennige.

Nach dem aktuellen Planungsstand für den Abschnitt Neustrelitz-Neubrandenburg wurden laut Straßenbauverwaltung Kritikpunkte von Gemeinden und Anliegern zum Teil berücksichtigt. So soll auf die Trassierung in Parallellage zur heutigen B 96 zwischen Weisdin und Groß Nemerow verzichtet werden und der Ausbau weitgehend in der Bestandstrasse erfolgen. Auch die Anzahl der direkten Zufahrten hat sich gegenüber den zuletzt kommunizierten Planungsständen deutlich erhöht, wodurch auch ein Teil der bisher geplanten rückwärtigen Erschließung entfallen kann. Zudem soll die ökologische Durchlässigkeit der Trasse verbessert und die Zerschneidung von Flächen reduziert werden. Ob diese umfangreichen Änderungen die verkehrlichen Ziele weiterhin umfassend ermöglichen, soll erörtert werden. 

 Vor der Sitzung des B 96-Beitrates unter Vorsitz des früheren Bundestagsabgeordneten Eckhard Rehberg kommt auch der Arbeitskreis Verkehr der IHK Neubrandenburg zusammen. Dieses ehrenamtliche Gremium befasst sich ebenfalls im Beisein von Minister Dr. Wolfgang Blank mit dem Stand zur Umsetzung der Verkehrsprojekte aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 in der IHK-Region Neubrandenburg. Darunter fallen auch die im Bau befindlichen Ortsumgehungen Mirow und Wolgast. In diesem Zusammenhang werden des Weiteren die zukünftigen Bedarfe aus Sicht der Wirtschaft auf Grund aktueller Entwicklungen zum Beispiel im Bereich Stettin beleuchtet. Flankierend dazu tauschen sich die anwesenden Mitglieder des Arbeitskreises auch mit Blick auf die Energiepreise zu aktuellen Themen der Branche mit dem Wirtschaftsminister aus.