Konjunktur in Mecklenburg-Vorpommern
Die drei Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern haben von Mitte Dezember 2025 bis zum 23. Januar 7300 IHK-zugehörige Unternehmen zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung in ihren Unternehmen befragt, 868 von ihnen haben geantwortet. Das Bild, das sich aus den Antworten für MV insgesamt ergibt, unterscheidet sich kaum von dem, das die Unternehmen im östlichen Mecklenburg-Vorpommern zeichnen. Die gewerbliche Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern kommt seit der Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2024 kaum voran: Rund die Hälfte der Unternehmen bewertet ihre Geschäftslage als befriedigend, 30 Prozent als gut, etwa 20 Prozent als schlecht. Größtes Geschäftsrisiko bleiben die Arbeitskosten: 63 Prozent der Unternehmen sehen hierin eine ernsthafte Belastung. Dahinter folgen Energie- und Rohstoffpreise (von 59 Prozent der Unternehmen genannt), gefolgt von den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (von 56 Prozent der Unternehmen genannt). Diese drei Faktoren verschlechtern die Angebotsbedingungen massiv und setzen die hiesigen Unternehmen im nationalen und internationalen Wettbewerb stark unter Druck. Daher sind ihre Geschäftserwartungen im Saldo nach wie vor sehr negativ, wenngleich sich seit Jahresbeginn 2024 eine leichte Aufhellung zeigt.