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Lösungen zur Fachkräftesicherung im ländlichen Raum

Attraktive Bezahlung, mobiles Arbeiten und Viertagewoche? Der Fachkräftemangel macht auch die Unternehmen in der Region der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern erfinderisch.

© IHK

Wie Geschäftsführerin Dr. Nicole Landt, auch Mitglied der Vollversammlung der IHK Neubrandenburg, beim zweiten mv-works Barcamp Anfang Juli in der Kammer berichtete, gilt in ihrem Unternehmen seit Anfang dieses Jahres komplett die Viertagewoche. Die Elektro-Anlagenbau GmbH Neustrelitz, die bei großen, oftmals auswärtigen Baustellen für Elektroinstallationen und Sicherheitstechnik sorgt, arbeitet nunmehr montags bis donnerstags jeweils von 7 bis 16 Uhr. 

Dr. Nicole Landt wollte eine Lösung zur Fachkräftesicherung finden, die allen Mitarbeitern gleichermaßen zu Gute kommt. „Einfach mal anfangen und machen“, sagte sie sich, bezog die Mitarbeitenden in die Gestaltung der Viertagewoche mit ein und testete sie neun Monate lang. Die Ergebnisse überzeugten die Geschäftsfrau. So registriert sie seither einen gesunkenen Krankenstand, eine gestiegene Stundenproduktivität und besser erholte Kollegen zu Beginn einer jeden neuen Arbeitswoche. 

Trotz Spätschichten und Wochenenddiensten klagt Christian Schletze Wischmann nicht über mangelnde Fachkräfte. Er betreibt das Vegan Resort im eher ländlich geprägten Neukalen. Sein Haus beherbergt und bekocht Gäste aus der ganzen Republik. Darüber hinaus stattet es Feiern und Veranstaltungen mit veganem Catering aus. Mit einer attraktiven Entlohnung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie täglich bezahlten Pausen versucht Christian Schletze Wischmann bei seinen (angehenden) Mitarbeitern zu punkten. „Das spricht sich rum“, ist er sich sicher. 

Der Darguner Brauerei GmbH ist es unlängst zum Beispiel gelungen, einen neuen Kollegen aus Rostock einzustellen. Der junge Mann ist dort jetzt für die erforderliche Nachhaltigkeitsberichterstattung zuständig. Laut Personalleiterin Saskia Grewe können die Verwaltungsmitarbeiter des Betriebes mittlerweile zwei Tag pro Woche mobil arbeiten. Diese Karte habe bei dem Rostocker gestochen, in Dargun zu arbeiten. In der Produktion sähe das anders aus. Da gäbe es kaum Spielraum für Flexibilität, weil sämtliche Betriebsprozesse in diesem Bereich stabil laufen müssten, und das insbesonders zu Spitzenzeiten in der Urlaubssaison. 

Beim Barcamp können sich die Gäste selbst mit einem eigenen Thema als Sessiongeber in der Runde bewerben. Auch diese Möglichkeit wurde genutzt. Insoweit wurde außerdem über die Toolbox „Unternehmenserfolg MV“ des Instituts für Sozialforschung und berufliche Weiterbildung, zu Weiterbildungsangeboten für Mitarbeiter durch die Bundesagentur für Arbeit und zur Unterstützung der Deutschen Angestellten Krankenkasse bei Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements informiert.