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Digitalisierung und KI in der Berufsausbildung

Am 25. September 2025 trafen sich die Berufsbildungsausschüsse der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern zur gemeinsamen Sitzung im Kurzentrum in Waren.

Panel "Digitalisierung und KI als Chance für betriebsnahe Berufsschulstrukturen"

© IHK

 Die ca. 70 anwesenden ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Berufsschulen und Gäste aus Landesministerien beschäftigten sich in Ihrer Sitzung mit der Implementierung von Digitalisierungsprozessen in die berufliche Bildung und an den Lernorten Ausbildungsbetrieb und Berufsschule.

Katrin Herzberg, Vizepräsidentin und Vorsitzende des Berufsbildungsausschusses der IHK Neubrandenburg, stimmte die Teilnehmenden ein: “Heute möchte ich Sie anregen, noch ein wenig mehr „frei“ zu denken. Lassen Sie uns gemeinsam die Frage beantworten, wie duale Berufsausbildung und die technologischen Chancen mit der Realität verknüpft werden können. Eine Realität, die in Ihrer Tiefe, Wirksamkeit und Konsequenz noch vor fünf Jahren für viele von uns in der Form undenkbar war.”

Inhaltlich begann Bernd Schmidt von der Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen aus Nürnberg. Er berichtete zur Entwicklung von bundeseinheitlichen Prüfungsaufgaben für kaufmännische und kaufmännisch-verwandte Berufe. Er ging auf die Bedeutung und verantwortungsvolle Tätigkeit der ehrenamtlichen AKA-Fachausschüsse sowie die verschiedenen Qualitätsstufen bei der Entwicklung von Prüfungsaufgaben ein. Es wurde deutlich, dass kein anderes Bildungssystem in Deutschland so flächendeckend einheitlich prüft. Ein hohes Gut, das Vergleichbarkeit, Qualität und Fairness sichert.

Prof. Dr. Sigurd Schacht von der Hochschule Ansbach und dem TechnologieTransfer-Zentrum Neustadt an der Aisch berichtete zum Forschungsprojekt “AKA-KI”. Er bezog sich in seinen Ausführungen auf die verschiedenen Prozessschritte bei der Entwicklung von Prüfungsaufgaben und schilderte, wie unter dem Einsatz von KI-Modellen die ehrenamtlichen AKA-Fachausschüsse bei ihrer Arbeit in der Zukunft unterstützt werden können. Im zweiten Teil seines Vortrages ging er auf zukünftige Entwicklungen hinsichtlich des Einsatzes von KI ein.

Franka-Marie Herfurth von der Universität Rostock berichtete zur möglichen Implementierung von KI in der Ausbildung. Sie präsentierte den Teilnehmenden praxistaugliche KI-Modelle und demonstrierte handlungsorientiert, wie Modelle in betrieblichen Ausbildungsprozessen angewendet werden können.

In der anschließenden Podiumsdiskussion zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Berufsschule, IHK und Wissenschaft wurde deutlich, dass sich die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von KI auch ihren Einzug in die berufliche Bildung finden werden. KI wird die gedanklichen Leistungen von Menschen nicht ersetzen, jedoch als “Werkzeug” ihren Platz in der Wirtschaft und in der beruflichen Bildung finden.

Die IHKs in MV bedanken sich bei allen Beteiligten.