Ausfuhranmeldung

In der Regel ist bei Exporten ein zweistufiges Ausfuhrverfahren durchzuführen. Die erste Stufe ist die Ausfuhranmeldung durch den Ausführer bei der zuständigen Zollverwaltung, die zweite Stufe ist die Ausfuhr selbst. Grundsätzlich gilt die Regel, dass die Ware sowohl bei der Anmeldung (1. Stufe) als auch bei der Ausfuhr (2. Stufe) der Zollverwaltung zu gestellen, also vorzuführen ist.

Bei einem Warenwert ab 1.000 Euro bzw. über 1000 kg Gewicht muss der Ausführer eine elektronische Ausfuhranmeldung erstellen. Diese dient nicht nur der Ausfuhrkontrollprüfung durch den Zoll und als statistische Meldung für das Statistische Bundesamt, sondern – sofern bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden – auch als Nachweis für die Mehrwertsteuerfreiheit der Lieferung. In diesem Fall ist es zwingend notwendig, dass die Warensendung mit einem Ausfuhrbegleitdokument (ABD) an der EU-Außengrenze eintrifft und vom dortigen Zoll die Ausfuhr aus der EU bestätigt wird.

Die elektronische Ausfuhranmeldung kann über spezielle ATLAS-Ausfuhr-Software oder über die lnternet-Ausfuhranmeldung Plus (IAA Plus) vorgenommen werden.

Für die Teilnahme am elektronischen Ausfuhranmeldeverfahren wird eine eigene EORI-Nummer benötigt, die beim Informations- und Wissensmanagement Zoll (IWM Zoll) kostenlos beantragt werden kann.