IHK: Setzt künftige Landesregierung auf eine verstärkte wirtschaftspolitische Gewichtung?
Neubrandenburg (IHK/PM). Nach der gestrigen Landtagswahl fordert die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern alle politisch Verantwortlichen dazu auf, zügig eine handlungsfähige und stabile Regierung zu bilden. „Die Zeit der großen Versprechen ist vorbei. Die Unternehmen in der Region wollen jetzt Taten sehen! Wir erwarten wirtschaftspolitisch deutlich mehr Gewichtung – für einen starken und international wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort“, sagt IHK-Präsident Krister Hennige.
Die Wirtschaft befindet sich im dauerhaften Krisenmodus. Die Unternehmen sind gefangen zwischen denkbar ungünstigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, einem beschleunigten technologischen Wandel und geopolitischen Unsicherheiten. Hohe Kosten für Energie und Arbeit, ausufernde Regularien, Berichts- und Nachweispflichten oder schwächelnde Absatzmärkte belasten sie enorm in ihren geschäftlichen Abläufen.
„Der Auftrag ist klar: Die künftige Landesregierung muss die Zeichen zwingend auf Wachstum stellen. Nur so können die Unternehmen nach jahrelangem Stillstand wieder erfolgreich wirtschaften, vor allen Dingen aber planbar investieren. Wir brauchen mehr positive Nachrichten aus der Wirtschaft, so wie jüngst aus Greifswald, Neubrandenburg, Ueckermünde oder Wolgast“, so Krister Hennige.
Die IHK Neubrandenburg wird den wirtschaftspolitischen Kurs der künftigen Landesregierung konstruktiv-kritisch begleiten. Die Kernforderungen der Wirtschaft für mehr Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in Mecklenburg-Vorpommern sind in einem entsprechenden Papier gebündelt. Dazu gehören im Wesentlichen der Abbau von Bürokratie, die Sicherung von Fachkräften, eine leistungsfähige Infrastruktur sowie verlässliche und wettbewerbsfähige Energiepreise. Der vollständige Forderungskatalog zur Landtagswahl 2026 kann im Internet unter neubrandenburg.ihk.de abgerufen werden.