IHKs in MV: Wirtschaft steckt in der Krise fest
Neubrandenburg/Rostock/Schwerin (IHKs in MV/PM). Die Stimmung in der Wirtschaft bleibt zum Jahresbeginn düster. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der die aktuelle Lage und die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate in einer Kennziffer abbildet, liegt bei 91 Punkten und damit weit unter dem zehnjährigen Mittel von 112 Indexpunkten.
Im Vergleich zum Jahresbeginn 2024 ist die wirtschaftliche Lage der Unternehmen nahezu unverändert. 31 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre wirtschaftliche Lage als „gut“, 21 halten sie für „schlecht“. Viele Unternehmen sehen sich mit einer schwachen Nachfrage konfrontiert und haben gleichzeitig hohe Kostensteigerungen zu verkraften. Ihre Geschäfte stehen unter Druck und Eigenkapitalrückgang prägt ihre Finanzlage. Die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate sind weiterhin pessimistisch. 36 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verschlechterung ihrer Wirtschaftslage und nur zehn Prozent eine Verbesserung.
Die bestehende Unsicherheit hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands sowie des eigenen Unternehmens drückt die Erwartungen.
„Angesichts dessen überrascht es nicht, dass sich die Unternehmen mit Investitionen aktuell zurückhalten“, so Frank Benischke, Vizepräsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern im Namen der IHKs in MV. „Sie fahren auf Sicht und investieren, wo Substanzerhalt es fordert oder Kostenersparnis in Aussicht steht.“
Die drei Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern haben die Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn unter ihren Mitgliedsunternehmen bis Mitte Januar durchgeführt. Weitere sowie detaillierte Ergebnisse der Umfrage sind im Internet abrufbar:
www.neubrandenburg.ihk.de
www.ihk.de/rostock
www.ihk.de/schwerin